Waymo, Fahrten

Waymo: 500.000 Fahrten pro Woche, 94% weniger Unfälle als Menschen

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 21:27 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Waymo weitet sein Robotaxi-Angebot auf elf US-Städte aus und setzt auf die neue Fahrzeuggeneration Ojai für schwieriges Terrain.

Waymo startet Robotaxi-Dienst in vier weiteren US-Städten
Waymo - Waymo: 500.000 Fahrten pro Woche, 94% weniger Unfälle als Menschen 09.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Ab sofort rollen die selbstfahrenden Fahrzeuge auch in Las Vegas, Denver, San Diego und Tampa. Zunächst allerdings nur für Mitarbeiter – die Öffentlichkeit soll in den kommenden Monaten folgen.

Expansion auf breiter Front

Mit dem gleichzeitigen Start in vier Metropolregionen baut Waymo seine Präsenz rasant aus. Insgesamt ist das Unternehmen nun in elf US-Städten aktiv, darunter Dallas, Houston, Phoenix und San Francisco. Die gesamte Servicefläche umfasst mittlerweile mehr als 3.600 Quadratkilometer.

Die Flotte wächst ebenfalls: Rund 3.500 bis 4.000 Robotaxis sind aktuell im Einsatz. Wöchentlich werden über 500.000 bezahlte Fahrten abgewickelt – insgesamt hat Waymo bereits mehr als 20 Millionen autonome Fahrten absolviert. Das ehrgeizige Ziel: Bis Ende 2026 soll die Marke von einer Million Fahrten pro Woche geknackt werden.

Finanziell ist der Konzern dafür bestens gerüstet. Eine kürzlich abgeschlossene Finanzierungsrunde spülte umgerechnet rund 14,7 Milliarden Euro in die Kassen. Die Bewertung des Unternehmens liegt nun bei etwa 116 Milliarden Euro.

Neue Fahrzeuggeneration für schwieriges Terrain

In den neuen Städten kommt erstmals der Ojai zum Einsatz – Waymos neuester, speziell entwickelter Robotaxi. Die sechste Generation der Hardware ist für extreme Bedingungen ausgelegt, was besonders in Denver mit seinen Schneefällen entscheidend ist. Auffälligste Merkmale: Aufzugtüren und integrierte LED-Bildschirme im Innenraum.

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Parallel testet Waymo den Hyundai Ioniq 5 mit autonomem Antriebssystem. Noch sitzt ein Sicherheitsfahrer am Steuer, doch die Pläne sind ambitioniert: Bis 2028 sollen 50.000 dieser Fahrzeuge in die Flotte integriert werden – ein Milliardenprojekt.

Sicherheitsbilanz und Wettbewerb

Waymo verweist auf beeindruckende Sicherheitsdaten: Demnach verursachen die autonomen Fahrzeuge 94 Prozent weniger schwere Unfälle und 82 Prozent weniger Airbag-Auslösungen als menschliche Fahrer. Auch bei Fußgängerunfällen schneiden sie zwölfmal besser ab.

Dennoch gibt es Herausforderungen. Gewerkschaften fordern schärfere Regulierungen für autonome Fahrzeuge. Im Mai 2026 musste Waymo zudem einen Rückruf wegen Überschwemmungsschäden an einem Fahrzeug durchführen. Auch Batterieprobleme in bestimmten Klimazonen bereiten Kopfzerbrechen.

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Die Konkurrenz schläft nicht: In Las Vegas sind mit Zoox und Motional weitere Anbieter aktiv. Tesla betreibt in Austin rund 20 Fahrzeuge ohne Fahrer. Waymos derzeitige Flottengröße und der 24/7-Betrieb in zehn US-Metropolen machen das Unternehmen jedoch zum klaren Marktführer beim autonomen Fahren.

Internationale Pläne

Doch Waymo denkt über die USA hinaus. Noch in diesem Jahr sollen Fahrten in London starten, Tokio ist als nächster Schritt vorgesehen. Zudem bietet das Unternehmen einen Abo-Dienst namens Waymo Premier für umgerechnet rund 27 Euro pro Monat an.

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