Wasserrettung, Rettungen

Wasserrettung: 1.150 Rettungen 2025, doch 393 Ertrunkene

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 13:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Trotz über 640.000 Mitgliedern fehlen vielerorts ehrenamtliche Helfer für den Badebetrieb. Die Wasserretter warnen vor zunehmenden Risiken.

DLRG-Alarm: Personalmangel gefährdet Badesicherheit in Deutschland
Wasserrettung - Ein Rettungsschwimmer in roter Uniform steht an einem belebten See oder Strand und blickt wachsam über das Wasser. 08.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Trotz über 640.000 Mitgliedern allein bei der DLRG fehlen vielerorts ehrenamtliche Helfer, um den Badebetrieb sicher zu gewährleisten. Besonders die Sommermonate bringen die Retter an ihre Grenzen.

Rekordzahlen und dramatische Einsätze

Die Bilanz des vergangenen Jahres spricht eine deutliche Sprache. 2025 retteten DLRG-Helfer mehr als 1.150 Menschen vor dem Ertrinken. Rund 44.000 Einsätze leisteten die Ehrenamtlichen insgesamt. Dennoch ertranken mindestens 393 Menschen in deutschen Gewässern.

Der DLRG-Landesverband Saar meldete für die erste Ferienwoche bis zum 7. Juli 2026 allein 107 Erste-Hilfe-Einsätze und 25 technische Hilfeleistungen an den Seen in Losheim und am Bostalsee. Der 27. Juni 2026 ging als einer der arbeitsreichsten Tage seit Jahrzehnten in die Geschichte ein.

Personelle Engpässe in den Regionen

Vielerorts wird die Lage kritisch. Im nordrhein-westfälischen Rheinberg konnte das Freibad Anfang Juli nur durch die örtliche DLRG-Gruppe geöffnet bleiben. Die Besucherzahl musste aus Sicherheitsgründen auf 1.500 Personen begrenzt werden.

Auch im bayerischen Triefenstein sorgte ein Besucherrekord von 1.700 Gästen Ende Juni für Probleme. Die Verantwortlichen suchen händeringend nach weiteren ehrenamtlichen Kräften.

Anzeige

Trotz 1.150 Rettungen durch die DLRG ertranken 393 Menschen – viele Unfälle wären vermeidbar. Mit diesem kostenlosen Guide erkennen Sie Gefahren frühzeitig und schützen Ihre Familie. Jetzt Sicherheits-Guide anfordern

Wer einsteigen will, braucht das Rettungsschwimmabzeichen in Silber – erhältlich ab 14 Jahren. In kommunalen Bädern wie in Calau gilt zudem ein Mindestalter von 18 Jahren und ein aktueller Erste-Hilfe-Nachweis.

Trendsportarten fordern die Retter

Stand-Up-Paddling (SUP) wird zunehmend zum Thema für die Wasserretter. Die Wasserwacht in Güstrow schaffte anlässlich ihres 70. Jubiläums im Juni 2026 neben einem neuen Rettungsboot auch SUP-Boards an.

Die Risiken sind real: Anfang Juli bot eine SUP-Tour im Donau-Ries nicht nur sportliche Übungen, sondern auch Workshops zu UV-Schutz und Hitzeprävention.

Tödliche Gefahren und Prävention

Anzeige

Stand-Up-Paddling boomt, doch die Risiken werden unterschätzt. Die Wasserwacht rüstet extra auf – mit diesen 5 Tipps paddeln Sie sicher. Holen Sie sich den kostenlosen Ratgeber. SUP-Sicherheitstipps jetzt sichern

Die DLRG warnt regelmäßig vor spezifischen Risiken. Nach tödlichen Unfällen am Rhein betonte ein Vertreter der Organisation in Rheinfelden Anfang Juli die Bedeutung von Verhaltensregeln an Flüssen. Ein besonderes Risiko an Bergseen: der Kälteschock. Die Wasserretter warnten danach einem tödlichen Zwischenfall am Gaisalpsee bei Oberstdorf am 6. Juli.

Doch nicht nur thermische Gefahren lauern. Ein Facharzt der Uniklinik Düsseldorf erklärt: Die Kombination aus Chlor und Harnstoff kann die Augen reizen. Schwimmbrillen oder Tränenersatzmittel helfen. Halten Rötungen länger als zwei Tage an, ist ein Arztbesuch ratsam – auch wenn Schwimmbad-Konjunktivitis heute selten ist.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69723044 |