Wasser, Diätgetränk

Wasser statt Diätgetränk: Studie zeigt 90% Diabetes-Remission

02.06.2026 - 19:11:24 | boerse-global.de

Die geplante Zuckersteuer soll ab 2028 jährlich 450 Millionen Euro für die Krankenversicherung einbringen und Übergewicht bei Kindern reduzieren.

Wasser statt Diätgetränk: Studie zeigt 90% Diabetes-Remission - Bild: über boerse-global.de
Wasser statt Diätgetränk: Studie zeigt 90% Diabetes-Remission - Bild: über boerse-global.de

Die Steuer soll 2028 in Kraft treten und ist Teil eines umfassenden Präventionspakets gegen ernährungsbedingte Krankheiten.

Wirtschaftliche Ziele und Präventionsfokus

Die Abgabe soll jährlich rund 450 Millionen Euro einbringen. Das Geld fließt in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Ziel ist es, Produkte mit hohem Zuckeranteil zu verteuern und besonders die Rate an Übergewicht bei Kindern zu senken.

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International setzen bereits über 100 Länder auf ähnliche Steuermodelle. In Deutschland wird das Vorhaben vor dem Hintergrund hoher volkswirtschaftlicher Folgekosten durch ungesunde Ernährung diskutiert.

Die Initiative ist Teil einer verstärkten Präventionspolitik. Nach Regierungsangaben verursachen Tabak- und Alkoholkonsum jährlich einen volkswirtschaftlichen Schaden von über 150 Milliarden Euro. Auch Anpassungen bei der Tabak- und Alkoholsteuer werden geprüft.

Für die nationale Reduktionsstrategie – die neben Zucker auch Fette und Salz in verarbeiteten Lebensmitteln adressiert – wird ein abschließender Bericht für Ende 2026 erwartet. Eine weitergehende Besteuerung von verarbeiteten Lebensmitteln ist laut aktuellem Stand nicht geplant.

Was Ernährungsexperten empfehlen

Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) unterstützen die Bemühungen. Ein Liter herkömmlicher Softdrinks enthält derzeit etwa 80 bis 100 Gramm Zucker. Die DGE empfiehlt eine maximale tägliche Aufnahme von 50 Gramm Zucker.

Als gesunde Alternativen nennen Experten Wasser, ungesüßte Tees oder schwarzen Kaffee. Fruchtsäfte sollten idealerweise nur als Schorle im Mischverhältnis 1:3 mit Wasser konsumiert werden.

Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) verweisen auf Studien, die psychische Effekte durch hohen Zuckerkonsum nahelegen. In der Fachwelt gilt eine Steuer als wirksames Instrument zur Verhaltenssteuerung – internationale Vergleiche bestätigen das.

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Light-Getränke: Keine gute Alternative?

Die Rolle von Diätlimonaden wird in der Fachwelt kritisch gesehen. Die Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) stuft Süßstoffe nicht als uneingeschränkt empfehlenswert ein.

Eine 2025 in der Fachzeitschrift „Diabetes“ veröffentlichte Studie untermauert die Vorteile von Wasser gegenüber Diätgetränken. In der 18-monatigen Untersuchung mit Frauen, die an Typ-2-Diabetes erkrankt waren, zeigten sich deutliche Unterschiede:

Die Gruppe, die Wasser statt Diätlimonaden trank, verlor durchschnittlich 6,82 Kilogramm. In der Vergleichsgruppe waren es nur 4,85 Kilogramm. Noch deutlicher fiel der Unterschied bei der Diabetes-Remission aus: 90 Prozent der Frauen in der Wassergruppe erreichten eine Remission – gegenüber 45 Prozent in der Diätgetränke-Gruppe.

Die Ergebnisse stützen die Empfehlung, primär auf natürliche, ungesüßte Optionen zu setzen. Zucker durch künstliche Süßstoffe zu ersetzen, scheint keine gleichwertige Lösung zu sein.

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