WannaCry-Schutz, Windows-10-Anleitung

WannaCry-Schutz: Windows-10-Anleitung empfiehlt Sperre für TCP-Port 445

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 03:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Portal win10set.com erläutert Einstellungen für Firewall, Defender und Netzwerkprofile sowie Schutzmaßnahmen gegen WannaCry und andere Schadsoftware.

Windows 10: Firewall, Defender und Netzwerkschutz selbst konfigurieren
Ein modern gestalteter, minimalistischer Serverraum mit symmetrischen Metallschränken und kühler blauer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Das Portal win10set.com hat eine umfassende technische Anleitung veröffentlicht, die Windows-10-Nutzern zeigt, wie sie die Windows-Firewall und weitere Sicherheitseinstellungen ihres Systems verwalten können. Der Beitrag richtet sich an Anwender, die ihre Netzwerksicherheit selbst konfigurieren möchten, und deckt ein breites Spektrum von grundlegenden Firewall-Schaltern bis zu Schutzmaßnahmen gegen bekannte Schadprogramme ab.

Firewall ein- und ausschalten

Laut der Anleitung lässt sich die Windows-Firewall über den Pfad Einstellungen > Netzwerk und Internet > Ethernet > Windows-Firewall aktivieren oder deaktivieren. Wer gezielter vorgehen möchte, kann in den erweiterten Firewall-Eigenschaften die drei Profile Domäne, privat und öffentlich einzeln deaktivieren.

Ergänzend beschreibt der Beitrag, wie sich Windows-Defender-Ausnahmen einrichten lassen: Über Einstellungen > Ausschlüsse können bestimmte Dateien oder Programme von der Überprüfung ausgenommen werden, während sich einzelne Anwendungen zusätzlich in den Firewall-Einstellungen für die Netzwerkkommunikation freischalten lassen.

Ping-Freigabe und Netzwerkprofile

Für Nutzer, die ihren PC im Netzwerk anpingbar machen wollen, nennt die Anleitung den Weg über Systemsteuerung > Windows-Firewall > Erweiterte Einstellungen > Eingehende Regeln, wo die beiden Regeln für Echoanforderungen unter IPv4 aktiviert werden müssen.

Daneben wird erläutert, wie sich ein Netzwerkprofil auf „privat“ umstellen lässt – entweder über Einstellungen > Netzwerk und Internet mit der Option „Geräte und Inhalte suchen“ oder alternativ über die lokale Sicherheitsrichtlinie unter den Netzwerklisten-Manager-Richtlinien. Der Beitrag warnt ausdrücklich davor, dass bei anschließenden Verbindungsproblemen die Änderung rückgängig gemacht werden sollte.

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Schutz vor WannaCry und Würmern

Ein eigener Abschnitt widmet sich dem Schutz vor Würmern und der Schadsoftware WannaCry, die sich über SMB-Verbindungen im lokalen Netzwerk verbreiten kann. Die Anleitung empfiehlt, den Serverdienst mit dem Befehl „net stop server“ zu stoppen und eingehende Verbindungen über TCP-Port 445 in der Windows-Firewall zu blockieren.

Als weitere Vorsichtsmaßnahmen nennt der Beitrag das regelmäßige Einspielen von Windows-Updates, aktuellen Virenschutz, eine aktivierte Firewall sowie den Verzicht auf das Öffnen unsicherer Anhänge oder Downloads.

Netzwerkzugriff und manuelle IP-Konfiguration

Bei eingeschränktem Netzwerkzugriff rät die Anleitung dazu, die betroffene Verbindung in den Adaptereinstellungen zu deaktivieren und erneut zu aktivieren sowie Router, Netzwerktreiber und die Dienste Wired AutoConfig und WLAN AutoConfig zu überprüfen.

Für einzelne Apps lasse sich der Netzwerkzugriff zudem gezielt über die Windows-Firewall freigeben. Als Beispiel für eine manuelle IP-Konfiguration nennt der Beitrag die Adresse 192.168.0.1 mit der Subnetzmaske 255.255.255.0, wobei die IP-Adresse im selben Netzwerksegment wie das Modem liegen müsse.

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Automatische Signatur-Updates und vertrauenswürdige Zone

Für die automatische Aktualisierung der Windows-Defender-Signaturen bei der Benutzeranmeldung beschreibt die Anleitung eine Gruppenrichtlinien-Konfiguration: Unter Benutzerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Anmeldung lässt sich die Option „Diese Programme bei der Benutzeranmeldung ausführen“ aktivieren, ergänzt um den Befehl „X:Program FilesWindows DefenderMpCmdRun.exe -SignatureUpdate“, wobei X durch den tatsächlichen Systemlaufwerksbuchstaben zu ersetzen ist.

Der Beitrag geht zudem auf das grundsätzliche Aktivieren und Deaktivieren von Defender sowie auf Sicherheitsbenachrichtigungen ein. Abschließend beschreibt die Anleitung, wie sich im Internet Explorer über Extras > Internetoptionen Websites zur Vertrauenswürdigen Zone hinzufügen lassen.

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