Walnüsse, Zweijährige

Walnüsse im Alter: Zweijährige Studie mit 319 Senioren zeigt weniger Entzündung

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 09:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine zweijährige Studie mit 319 Senioren fand bei täglichem Walnussverzehr einen leicht niedrigeren Dietary Inflammatory Index.
Eine Nahaufnahme von Walnüssen auf einem rustikalen Holztisch bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Chronische, unterschwellige Entzündungsprozesse gelten in der Altersmedizin als wesentlicher Treiber altersbedingter Funktionseinbußen und kardiovaskulärer Risiken.

Eine im August 2026 im Fachjournal Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics veröffentlichte Untersuchung der Loma Linda University liefert nun neue Daten dazu, wie sich die gezielte Aufnahme von Schalenobst auf das ernährungsbezogene Entzündungspotenzial auswirkt.

Die randomisierte kontrollierte Studie ist Teil des Projekts „Walnuts and Healthy Aging“ und analysierte die Effekte einer langfristigen Ernährungsumstellung bei Senioren.

Ergebnisse der zweijährigen Interventionsstudie

Im Rahmen der von der California Walnut Commission finanziell geförderten Untersuchung beobachteten Forschende der Loma Linda University 319 ältere Erwachsene aus der kalifornischen Stadt Loma Linda über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Die Probanden der Interventionsgruppe verzehrten täglich zwischen 30 und 60 Gramm Walnüsse. Die Kontrollgruppe verzichtete hingegen vollständig auf Walnüsse und schränkte zudem den Konsum anderer Nusssorten stark ein.

Anzeige

Wer sich mit dem Thema befasst, erfährt oft erst spät, dass chronische Prozesse im Körper auch die Blutwerte und das allgemeine Wohlbefinden massiv beeinflussen können. Dieser kostenlose 25-seitige Report hilft Ihnen dabei, Ihre Laborwerte besser zu verstehen und potenzielle Fehlinterpretationen zu erkennen. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck hier anfordern

Die Auswertung ergab, dass der sogenannte Dietary Inflammatory Index (DII) in der Walnussgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe leicht, jedoch statistisch signifikant niedriger lag. Damit stützen die Resultate frühere Befunde der Forschungsgruppe, wonach eine regelmäßige Walnussaufnahme mit einem Rückgang verschiedener zirkulierender Entzündungsmarker im Blut einherging.

Eine weiterführende Präsentation und Diskussion der gesammelten Daten ist für das Symposium des Eighth International Congress on Vegetarian Nutrition geplant, das vom 14. bis 16. März 2027 stattfinden soll.

Nährstoffprofil und biologische Mechanismen

Fachleute aus dem Bereich der Diätetik verweisen bezüglich der Dosierung häufig auf eine Portion von rund 30 Gramm pro Tag, was etwa 14 Walnusshälften entspricht.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht setzt sich die Walnuss zu etwa 65 Prozent aus Fett, zu 15 Prozent aus Protein und zu 10 Prozent aus Kohlenhydraten zusammen; eine Portionsgröße von 28 Gramm liefert zudem 2,5 Gramm Ballaststoffe.

Neben pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren enthalten Walnüsse nennenswerte Mengen an Ellagitanninen. Diese sekundären Pflanzenstoffe werden im Darmtrakt durch die Mikrobiota zu Urolithin A verstoffwechselt, einer Substanz, die funktionelle Vorgänge in den Mitochondrien unterstützt und so zur Verringerung stiller Entzündungsreaktionen beitragen kann.

Anzeige

Was haben Gelenkschmerzen, Blutzuckerspitzen und ständige Müdigkeit gemeinsam? Die Antwort liegt oft in der Ernährung – dieser kostenlose Ratgeber stellt Ihnen die 12 stärksten natürlichen Entzündungs-Killer vor, die Sie ganz einfach in Ihren Alltag integrieren können. Gratis-Ratgeber für entzündungshemmende Ernährung sichern

Während allgemeine Ernährungsstudien darauf hindeuten, dass der tägliche Verzehr einer Handvoll Nüsse verschiedene Entzündungsmarker im Organismus um 10 bis 15 Prozent senken kann, weisen Fachberichte darauf hin, dass die Reduktion von Entzündungswerten in randomisierten Studien bei älteren Erwachsenen nicht über sämtliche Erhebungen hinweg vollständig einheitlich ausfällt.

Langfristige Effekte auf Herz-Kreislauf-Parameter

Die aktuellen Daten der Loma Linda University reihen sich in eine Reihe früherer klinischer Untersuchungen ein, die spezifische metabolische Effekte der Walnuss analysierten.

So zeigte eine im Jahr 2010 im Journal of the American College of Cardiology publizierte Arbeit, dass die tägliche Zufuhr von 28 Gramm Walnüssen bei Typ-2-Diabetikern mit einer Reduktion des Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen um 26 Prozent assoziiert war.

Eine weitere Studie aus dem Journal of Nutrition belegte 2014 bei derselben Probandengruppe unter gleicher Dosierung ein Absinken der Triglyzeridwerte um 12,9 Prozent.

Darüber hinaus dokumentierten Wissenschaftler im Journal of Human Hypertension im Jahr 2018 bei Personen mit Prähypertonie eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 2,5 mmHg sowie des diastolischen Werts um 1,5 mmHg nach dem täglichen Konsum von 28 Gramm Walnüssen.

Die Kombination dieser kardiometabolischen Wirkungen mit den nun beobachteten Verbesserungen des Entzündungsprofils unterstreicht die Rolle nussreicher Kostformen bei präventiven Ernährungsstrategien im Alter.

Disclaimer...
de | wissenschaft | 70352738 |