Waldtherapie: Evidenzbasiertes Konzept gegen Herbstmüdigkeit
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 10:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deMit dem kalendarischen Herbstanfang am 23. September machen herbstliche Farben und milde Temperaturen das Wandern in Regionen wie Hessen in den kommenden Wochen besonders reizvoll. Neben der Bewegung rückt dabei zunehmend der gesundheitliche Wert von Aufenthalten im Freien in den Fokus. Der saisonale Übergang geht mit spürbaren physiologischen Veränderungen einher, denen gezielte Bewegung in der Natur entgegenwirken kann.
Biologische Anpassung zur Tagundnachtgleiche
Am 23. September 2026 markiert das Herbst-Äquinoktium die Tagundnachtgleiche, an der Tag und Nacht exakt gleich lang sind. Ab dem darauffolgenden Donnerstag überdauern auf der Nordhalbkugel die Nächte die Tage.
Für den menschlichen Organismus bringt diese Verschiebung der Lichtverhältnisse messbare Folgen mit sich: Die Produktion des Botenstoffs Serotonin sinkt, während der Melatoninspiegel ansteigt, was gemeinhin als Herbstmüdigkeit wahrgenommen wird. Zudem verlangsamt sich der Stoffwechsel, die körpereigene Vitamin-D-Synthese geht zurück und das Immunsystem wird stärker gefordert.
Fachliche Empfehlungen raten zum Herbstbeginn dazu, in der Mittagspause mindestens 20 Minuten im Freien zu verbringen, um natürliches Tageslicht zu nutzen.
Ergänzend unterstützen eine warme, saisonale Ernährung mit Zutaten wie Kürbis, Roter Bete, Zimt und Ingwer sowie das Dimmen von künstlichem Licht am Abend den Rhythmus. Auch die Kontrolle von Vitamin D und Zink wird thematisiert, wobei eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D nach ärztlicher Rücksprache erfolgen sollte.
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Waldtherapie und das Konzept des Green Social Prescribing
Die positiven Effekte von Naturerfahrungen auf die psychische und physische Verfassung finden verstärkt Eingang in die medizinische Praxis. Wie aus einem Beitrag im Fachmagazin Hausärztin hervorgeht, gewinnt sogenanntes Social Prescribing – die ärztliche Empfehlung nichtmedikamentöser Angebote – an Bedeutung. Eine besondere Rolle spielt hierbei das Green Social Prescribing, das gezielt auf naturbezogene Maßnahmen setzt.
Internationale Forschungsergebnisse belegen demnach messbare Auswirkungen von Aufenthalten in natürlichen Umgebungen, insbesondere im Wald, auf das körperliche sowie das mentale Wohlbefinden. In diesem Zusammenhang gilt die Waldtherapie als ein grünes, evidenzbasiertes Gesundheitskonzept zur Unterstützung von Erholung und Stressabbau.
Neben der beruhigenden Wirkung des Waldes lässt sich das Nervensystem auch gezielt durch die Aktivierung körpereigener Regenerationsprozesse unterstützen. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie Stress abbauen und Ihr Immunsystem in nur wenigen Minuten täglich stärken. Vagus-Therapie: Kostenlosen PDF-Report inkl. Trainingsvideo anfordern
Routenwahl und zeitliche Planung für Herbsttouren
Für eine sichere Umsetzung der Bewegung in der Natur spielen organisatorische Aspekte eine zentrale Rolle. Klaus Erber, 1. Vorsitzender des Deutschen Wanderinstituts mit Sitz in Marburg, verweist auf die rasch kürzer werdenden Tage. Er rät Wandernden daher zu einem zeitigen Aufbruch sowie zur Auswahl von Routen, die auch bei abnehmenden Lichtverhältnissen gut begehbar bleiben. Für Herbstwanderungen empfiehlt Erber zudem einen gezielten Wechsel zwischen Wald- und Feldabschnitten.
In Hessen stehen Naturinteressierten rund 150 Strecken- und Rundwege zur Verfügung, die vom Deutschen Wanderinstitut nach definierten Kriterien mit dem Prädikat „Premiumweg“ ausgezeichnet wurden. Laut einem Bericht vom 22. September 2026 sollten Wanderfreunde bei der Vorbereitung stets auf entsprechende Hinweise und Streckenprofile achten, um das Bewegungserlebnis optimal auf die herbstlichen Bedingungen abzustimmen.
