Wäschewaschen: Tandil spart 46 Euro pro Jahr gegenüber Persil
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 10:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der effizienten Haushaltsführung stellt das Wäschewaschen einen wesentlichen Kostenfaktor dar, der durch gezielte Produktwahl und technische Anpassungen optimiert werden kann. Aktuelle Marktbeobachtungen zeigen, dass insbesondere die präzise Dosierung von Waschmitteln sowie der Rückgriff auf Handelsmarken die Ausgaben pro Waschgang signifikant senken können, ohne dabei Einbußen bei der Reinigungsleistung hinnehmen zu müssen.
Preisvorteile durch Handelsmarken und präzise Dosierung
Ein wesentlicher Hebel zur Kostenreduktion liegt im Preisvergleich zwischen Markenprodukten und Eigenmarken der Discounter. Während ein Waschgang mit Persil Megaperls mit 39 Cent kalkuliert wird, belaufen sich die Kosten für das Produkt Tandil von Aldi auf lediglich 16 Cent.
Bei einer durchschnittlichen Nutzung von 200 Waschgängen pro Jahr ergibt sich daraus eine Differenz von rund 46 Euro. Interessant ist hierbei die Herkunft der Produkte: So werden die Tandil-Produkte von den Dalli-Werken in Stolberg produziert und nicht von Henkel.
Neben der Markenwahl spielt die Dosierung eine entscheidende Rolle. Für Pulver-Vollwaschmittel wird bei normaler Verschmutzung eine Menge von 65 bis 105 ml empfohlen, während konzentrierte Waschmittel lediglich 40 bis 50 ml benötigen. Fachleute weisen darauf hin, dass die lokale Wasserhärte der entscheidende Faktor für die korrekte Bemessung ist, um Überdosierung und damit unnötige Kosten sowie Umweltbelastungen zu vermeiden.
Qualitätsunterschiede in aktuellen Untersuchungen
In einem Test der Stiftung Warentest vom April 2025, bei dem 20 Vollwaschmittel untersucht wurden, konnten sich preisgünstige Produkte an der Spitze behaupten. Die Eigenmarken Denkmit (dm) und Formil (Lidl) teilten sich mit der Note 1,6 die Spitzenposition bei einem Preis von jeweils 16 Cent pro Waschgang.
Auch Domol von Rossmann schnitt mit der Note 1,7 gut ab. Im Gegensatz dazu erreichten die Persil Universal 4in1-Discs lediglich ein „ausreichend“. Das Produkt Tandil Ultra wurde als einziges flüssiges Vollwaschmittel mit „gut“ (Note 2,5) bewertet.
Eine weitere Untersuchung von Öko-Test aus dem März 2026, die 28 Vollwaschmittel umfasste, kam zu einem differenzierteren Ergebnis hinsichtlich der Inhaltsstoffe. Lediglich zwei Produkte wurden mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.
Wer beim Wäschewaschen sparen möchte, findet im Handel große Preisunterschiede: Tandil von Aldi kostet nur 16 Cent pro Waschgang, Persil Megaperls dagegen 39 Cent – das macht bei 200 Waschgängen im Jahr rund 46 Euro aus. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, wie Sie mit der richtigen Dosierung und Temperatur noch mehr herausholen. Jetzt kostenlosen Spar-Guide anfordern
Testsieger wurde hier Everdrop („sehr gut“, 32 Cent pro Waschgang), während das Respekt Vollwaschmittelpulver (Edeka/Budni/Netto) als Preis-Leistungs-Sieger mit der Note „gut“ abschnitt. Bekannte Marken wie Ariel, Persil, Weißer Riese, Spee und Lenor erhielten aufgrund kritischer Inhaltsstoffe wie Phosphonaten oder problematischer Tenside lediglich die Note „ausreichend“.
Energetische Optimierung durch Temperaturabsenkung
Zusätzlich zur Wahl des Waschmittels bietet die Anpassung der Waschtemperatur erhebliche Einsparpotenziale beim Stromverbrauch. Nach Angaben des Umweltbundesamtes reduziert eine Senkung der Temperatur von 40 °C auf 30 °C den Energiebedarf um über 35 Prozent.
Moderne Waschmittel entfalten ihre Wirkung bereits ab 20 °C. Die Stadtwerke Tecklenburger Land beziffern den Verbrauch eines 30 °C-Programms auf etwa 0,3 kWh, während ein 60 °C-Programm mit 0,8 kWh zu Buche schlägt. Eine Reduktion spart somit 0,5 kWh pro Waschgang. Experten betonen zudem, dass Kurzprogramme entgegen weitläufiger Meinung keine Energie sparen.
Zur Pflege der Maschine und zur Vermeidung von Keimbildung wird empfohlen, mindestens einmal monatlich ein 60 °C-Programm durchzuführen sowie das Bullauge und die Waschmittelschublade nach jedem Betrieb offen zu lassen.
Folgekosten durch Trocknungsprozesse
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Ein oft unterschätzter Kostenfaktor ist die anschließende Trocknung der Wäsche. Ane Esdohr von der Verbraucherzentrale Berlin rät dazu, die Wäsche vor dem Trocknen stark zu schleudern. Der energetische Unterschied zwischen Gerätetypen ist beträchtlich: Moderne Wärmepumpentrockner verbrauchen pro Trocknung zwischen 0,7 und 1 kWh, während ältere Geräte einen Bedarf von 3 bis 4 kWh aufweisen.
Bei einer Nutzung von zwei Trocknergängen pro Woche ergibt sich laut Verbraucherzentrale ein Jahresverbrauch von 72,8 bis 416 kWh. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro kWh entspricht dies jährlichen Kosten zwischen 25,48 Euro und 145,60 Euro. Die Trocknung in der Wohnung wird im Winter kritisch gesehen, da dies zusätzliche Heizenergie erfordern kann und ein konsequentes Lüften zur Vermeidung von Schimmelbildung notwendig macht.
