Wäschewaschen, Discounter-Marken

Wäschewaschen: Discounter-Marken schlagen teure Produkte um 16 Cent

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 06:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Discounter-Produkte überzeugen im Waschmittel-Test der Stiftung Warentest. Kaltwäsche und Essig senken Kosten und schonen die Umwelt.

Stiftung Warentest: Günstige Eigenmarken schlagen teure Waschmittel
Sauber gefaltete Handtücher neben Waschmittelpulver und Essig in einem hellen, modernen Waschraum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Günstige Eigenmarken, Kaltwäsche und Hausmittel wie Essig: Wer die richtigen Strategien nutzt, spart beim Wäschewaschen bares Geld. Ein Test der Stiftung Warentest zeigt: Teure Markenprodukte sind oft unnötig.

Testsieger für wenig Geld

Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe vom April 2025 insgesamt 20 Vollwaschmittel unter die Lupe genommen. Das Ergebnis überrascht: Discounter-Eigenmarken räumen bei den Bewertungen ab. Denkmit von dm und Formil von Lidl erreichten jeweils die Note 1,6, dicht gefolgt von Domol (Rossmann) mit 1,7.

Besonders die Pulvervarianten überzeugen im Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit rund 16 Cent pro Waschgang sind sie deutlich günstiger als viele Markenprodukte. Bei den Flüssigwaschmitteln sicherte sich Tandil Ultra von Aldi den Testsieg.

Doch nicht nur der Preis zählt. Fachleute weisen auf funktionale Unterschiede hin: Waschpulver enthält Bleichmittel, die ab 60 Grad ihre volle Wirkung entfalten – ideal für weiße Wäsche. Flüssigwaschmittel eignen sich dagegen besser für niedrigere Temperaturen. Pods verzichten oft auf Konservierungsstoffe, lassen sich aber weniger flexibel dosieren.

Kaltwäsche spart massiv Energie

Die Temperatur hat enormen Einfluss auf die Betriebskosten. Wer auf das Erhitzen des Wassers verzichtet, spart Schätzungen zufolge zwischen 75 und 90 Prozent Energie pro Waschgang. Für Synthetik- und Feinwäsche empfehlen Experten daher grundsätzlich die Kaltwäsche. Baumwolle verträgt hingegen höhere Temperaturen, wenn hartnäckige Flecken oder Keime entfernt werden müssen.

Haushaltsexpertin Yvonne Willicks gab im Januar 2026 in einer WDR-Sendung zudem Tipps für kleine Wäschemengen. Moderne Maschinen passen Wasser- und Energieverbrauch per Sensor an die Beladung an. Trotzdem lohnt es sich, Kapazitäten besser auszunutzen: Weißwäsche lässt sich problemlos mit hellen Farben kombinieren, Bettwäsche und Handtücher können mitgewaschen werden.

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Essig: Das Multitalent für Haushalt und Wäsche

Destillierter weißer Essig etabliert sich als ökologische Alternative in der Wäschepflege. Er entfernt Gerüche und mineralische Ablagerungen – bei Frontladern einfach ins Weichspülerfach geben, bei Topladern direkt ins Trommelwasser. Ein wichtiger Warnhinweis der Experten: Essig niemals mit Chlorbleiche oder Wasserstoffperoxid mitchen, dabei entstehen gefährliche Gase.

Auch außerhalb der Waschmaschine ist Essig vielseitig einsetzbar. Eine Mischung aus weißem Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 wirkt gegen Schimmel in Textilien, alternativ hilft eine Natron-Paste. Zur Glasreinigung eignet sich eine Kombination aus destilliertem Wasser und Essig – aber Vorsicht bei Natursteinen wie Marmor.

Für verstopfte Abflüsse sorgt die chemische Reaktion von Backpulver und Essig für Kohlendioxid, das organische Ablagerungen löst. Bei PVC-Rohren ist Vorsicht geboten, wenn anschließend mit kochendem Wasser gespült wird.

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Clevere Tricks für Textilien und Teppiche

Auch beim Trocknen lässt sich Effizienz gewinnen. Trocknerbälle aus Wolle oder Kunststoff – Tennisbälle funktionieren ebenfalls – verhindern, dass sich Bettlaken zusammenballen. Das verkürzt die Trocknungszeit und reduziert statische Aufladung.

Für die Teppichreinigung empfehlen sich selbstgemachte Shampoos aus Essig, Spülmittel und Backpulver als kostengünstige Alternative zu Spezialreinigern. Ein Materialtest an unauffälliger Stelle ist Pflicht, pulverförmige Bestandteile sollten vorher vollständig aufgelöst werden, um die Mechanik der Reinigungsgeräte zu schonen.

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