Wäsche, Haushaltstrom

Wäsche richtig waschen: 4,2% Haushaltstrom sparen mit kleinen Änderungen

18.06.2026 - 21:09:18 | boerse-global.de

Richtiges Waschen erhält Textilien und spart Energie. Der Ratgeber zeigt, wie dunkle und weiße Wäsche sowie Sonnencreme-Flecken optimal behandelt werden.

Wasch-Tipps für langlebige Kleidung: So pflegen Sie richtig
Wäsche - Nahaufnahme von dunklem Jeansstoff und einem schwarzen Baumwollkleidungsstück, das gefaltet wird, mit Waschmittel und Messlöffel im Hintergrund. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Empfehlungen zeigen: Schon kleine Änderungen bei Waschparametern und Vorbehandlung machen den Unterschied.

Dunkle Kleidung richtig pflegen

Schwarze Textilien bleichen schnell aus – doch das lässt sich verhindern. Kleidung sollte grundsätzlich auf links gedreht gewaschen werden. Das schützt die Faseraußenseite vor Reibung.

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Für schwarze Wäsche ist Vollwaschmittel tabu. Die enthaltenen Bleichmittel greifen die Farbstoffe an. Besser: Fein- oder Colorwaschmittel bei 30 bis 40 Grad.

Ein bewährter Trick: Ein Esslöffel Speisesalz in der Trommel verhindert das Ausbluten der Farbe und wirkt als natürlicher Weichspüler. Auch Essig fixiert Farben – besonders bei Jeansstoffen. Neue Denim-Hosen sollten vor der ersten Wäsche eine Stunde im Essigbad einweichen.

Niedrige Schleuderdrehzahlen von 600 bis 800 Umdrehungen minimieren den mechanischen Stress für die Fasern.

Weiße Wäsche: Die Gegenstrategie

Weiße Textilien brauchen das Gegenteil. Pulverförmiges Vollwaschmittel enthält Bleichmittel, die Vergilbungen entgegenwirken. Baumwolle und Leinen vertragen 40 bis 60 Grad, Handtücher sogar bis zu 90 Grad.

Hausmittel wie Backpulver oder Zitronensaft? Die Stiftung Warentest fand keine messbare Wirkung bei hartnäckigen Verfärbungen. Hier helfen UV-Licht als natürliches Bleichmittel oder chemische Entfärber.

Sonnencreme-Flecken: So werden sie entfernt

Ein spezifisches Problem: Chemische UV-Filter reagieren beim Waschen mit Mineralien im Wasser – das führt zu gelblichen Verfärbungen. Die Lösung: Vorbehandlung mit flüssigem Spülmittel, dann Kaltwäsche bei maximal 30 Grad.

Wichtig: Höhere Temperaturen oder der Trockner fixieren die Flecken dauerhaft im Gewebe. Mineralische Sonnencremes auf Zinkoxid- oder Titandioxid-Basis gelten als materialschonender – sie verursachen seltener Vergilbungen.

Energie sparen beim Waschen

Der Energieverbrauch von Waschmaschinen ist nicht zu unterschätzen. Laut Daten des Energieversorgers EVN entfallen 4,2 Prozent des gesamten Haushaltsstroms aufs Wäschewaschen. Bis zu 90 Prozent der Energie fließen allein ins Aufheizen des Wassers.

Die Effizienz-Tipps der Experten:

  • Schleuderdrehzahl an die Luftfeuchtigkeit anpassen: Bei trockener Luft reichen 450 bis 500 Umdrehungen, bei hoher Feuchtigkeit über 80 Prozent sind maximale Drehzahlen sinnvoll
  • Nicht überdosieren: Zu viel Waschmittel erhöht den Wasserverbrauch durch zusätzliche Spülgänge
  • Heißwasserprogramme vermeiden, wenn keine hygienische Notwendigkeit besteht

UV-Schutzkleidung: Worauf Eltern achten müssen

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Bei spezialisierter Kleidung für Kinder ist die Wartung des Schutzeffekts kritisch. Der UV-Schutz lässt durch häufiges Waschen und Dehnen der Fasern nach.

Beim Kauf von Secondhand-UV-Kleidung auf das Siegel „UV-Standard 801“ achten – es prüft den Schutzfaktor unter realen Bedingungen. Empfohlen wird ein UPF-Wert von mindestens 30, bei empfindlicher Haut 50+.

Die Verbraucher Initiative erinnert anlässlich des Tags des Sonnenschutzes am 21. Juni: Textilien bilden den Basis-Sonnenschutz. Für unbedeckte Hautstellen gilt: LSF 30 verlängert die Eigenschutzzeit theoretisch auf 300 Minuten – Fachleute raten, nur maximal 60 Prozent dieser Zeit auszuschöpfen.

de | wissenschaft | 69576071 |