Wärmepläne: Alle 80 Großstädte haben Energiewende-Strategien vorgelegt
30.06.2026 - 14:13:35 | boerse-global.de
Bis zum 30. Juni 2026 haben alle 80 deutschen Großstädte ihre Wärmepläne abgeschlossen. Die Konzepte zeigen, wie die lokale Energiewende konkret aussehen soll. In Nordrhein-Westfalen haben alle 30 betroffenen Metropolen wie Köln, Düsseldorf und Münster ihre Strategien vorgelegt. Bundesweit liegen rund 7.000 Wärmepläne vor, kleinere Städte haben bis Juni 2028 Zeit.
Hoher Handlungsbedarf bei fossilen Brennstoffen
Die Bestandsaufnahme zeigt: In Städten wie Wiesbaden liegt der Anteil von Erdgas und Heizöl an der Wärmeerzeugung bei 74 bis 80 Prozent. Ziel der meisten Kommunen ist die Klimaneutralität bis 2045. Wiesbaden plant, jährlich acht Prozent der Gebäude auf klimaneutrale Heizsysteme umzustellen.
Fernwärme und Wärmepumpen als Schlüsseltechnologien
Die Strategien setzen auf räumliche Trennung: In dicht besiedelten Zentren wird der Fernwärme-Ausbau forciert, in Außenbezirken sollen Wärmepumpen zum Einsatz kommen. Die Rhein-Energie plant in Köln-Niehl eine der größten Flusswasser-Wärmepumpen Europas. Das Projekt kostet 280 Millionen Euro, die Grundsteinlegung ist für den 23. Juli 2026 vorgesehen. Ab 2028 sollen damit rund 50.000 Haushalte versorgt werden.
Schleswig-Holstein geht eigene Wege: Dort sind Restemissionen im Gebäudesektor auch nach 2040 erlaubt, sofern sie in anderen Sektoren ausgeglichen werden. Ein generelles Verbot fossiler Heizungen ab 2040 ist nicht vorgesehen. Ab 2030 soll jedoch ein höherer Anteil erneuerbarer Energien beim Heizungstausch verpflichtend werden.
Bis 2028 müssen auch kleinere Städte ihre Wärmepläne vorlegen. Für Hausbesitzer bedeutet das: Handeln, bevor Fristen drängen. Unser Leitfaden zeigt Ihnen in 3 Schritten, welche Pflichten auf Sie zukommen, wie Sie Kosten vergleichen und welche Förderung Sie beantragen können. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
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