Vodafone-Netz, Baumaßnahmen

Vodafone-Netz: 147 Baumaßnahmen in 55 Städten erreichen 53.000 Haushalte

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
147 abgeschlossene Bauarbeiten stärken Vodafones Netz; die Glasfaserabdeckung wuchs um 116.000 Anschlüsse auf 15,7 Millionen.
Eine ruhige Wohnstraße mit frisch verlegter Glasfaserinfrastruktur im Gehweg bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Vodafone Deutschland hat im September 2026 sein Kabel-Glasfasernetz an zahlreichen Stellen modernisiert. Insgesamt schloss der Telekommunikationskonzern 147 Baumaßnahmen in 55 Städten und Gemeinden ab. Nach Unternehmensangaben profitieren davon rund 53.000 Haushalte durch verbesserte Kapazitäten und eine höhere Netzstabilität. Die Arbeiten umfassten 142 Netz-Segmentierungen sowie 5 sogenannte Fiber-Deep-Maßnahmen.

Zuwächse bei Gigabit- und Glasfaser-Reichweite

Parallel zu den Maßnahmen im Bestandskabelnetz baute das Unternehmen im September 2026 seine Glasfaser-Reichweite um 116.000 auf 15,7 Millionen Anschlüsse aus. In den beiden Vormonaten lag dieser Wert noch bei 15,6 Millionen im August sowie 15,2 Millionen im Juli.

Innerhalb dieser Gesamtzahl sind nun 2,1 Millionen Anschlüsse über die Infrastruktur der Partnergesellschaft OXG vermarktbar, was einem Zuwachs von 57.000 im September entspricht. Weitere 589.000 Anschlüsse entfallen auf eigene Vorhaben im Rahmen von GigaGemeinde-Projekten.

Die gesamte Gigabit-Reichweite von Vodafone stieg gegenüber dem Vormonat August um 67.000 auf mehr als 31,5 Millionen Haushalte. Damit können rund 77 Prozent der Bevölkerung Anschlüsse mit Datenraten von einem Gigabit pro Sekunde über Vodafone buchen.

Zu den neuen Glasfaserprojekten des Partners OXG gehören unter anderem Ausbauvorhaben in Berlin-Reinickendorf für 25.500 Haushalte, in Hannover für 17.400 Haushalte inklusive Vonovia-Wohnungen, in Völklingen für 5.900, in Neuried für 2.100 sowie in Landshut für 1.100 Haushalte. Gemeinsam mit Meridiam verzeichnete Vodafone zudem einen Baustart in Dormagen und Tiefbauarbeiten in Meckenheim.

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Im Joint Venture OXG gab es zudem eine Veränderung auf Eigentümerseite: Societe Generale schloss die Übernahme von 50 Prozent an der OXG Glasfaser Beteiligungs-GmbH von der Geodesia Holding ab, die ursprünglich am 1. September 2026 angekündigt worden war. Laut Vodafone sichert dieser Schritt dem Gemeinschaftsunternehmen einen festen Finanzierungspartner für den künftigen Netzausbau und belässt dem Konzern strategische Flexibilität.

Regionale Modernisierungen und Netzauslastung

In Baden-Württemberg meldete Vodafone den Abschluss von vier Bauprojekten im Kabel-Glasfasernetz, von denen über 6100 Kabelhaushalte in Kornwestheim, Asperg, Markgröningen und Bietigheim-Bissingen profitieren. Im Landkreis Ludwigsburg verzeichnet das Unternehmen derzeit eine jährlich Steigerungsrate des Datenverkehrs von 12 Prozent.

Bundesweit wurden im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 3.500 Baumaßnahmen im Vodafone-Netz realisiert. Beim CHIP Festnetz-Test 2025 erzielte das Kabelnetz des Anbieters zum dritten Mal die Bestnote in der Kategorie Preis-Leistung und gewann zudem die Wertung für nationales Tempo. Das Mobilfunknetz mit 5G erreicht laut Vodafone über 94 Prozent der Bevölkerung.

Breitbandaktivitäten im gesamten Bundesgebiet

Auch andere Marktteilnehmer treiben ihre Ausbauprogramme voran. Die Deutsche Telekom setzte in Remseck am Neckar im Stadtteil Aldingen den Spatenstich für ein eigenwirtschaftliches Glasfaserprojekt, das weitere 4.200 Haushalte und Unternehmen einbindet.

Dort sollen nach mehr als 100 Kilometern verlegten Glasfaserkabeln und 31 neuen Netzverteilern bis Ende 2028 Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s entstehen, wobei erste Haushalte noch 2026 angeschlossen werden.

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In Berlin-Britz plant die Telekom ab Februar 2027 den Baustart für rund 3.400 Einheiten; Ziel des Konzerns bleiben zwei Millionen Berliner Haushalte mit Glasfaser bis 2030.

Das Ausbauunternehmen GlasfaserPlus startete unterdessen ein gefördertes Projekt in Aufseß, bei dem rund 270 Haushalte an etwa 200 Adressen Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s erhalten. GlasfaserPlus peilt bis 2034 insgesamt vier Millionen gigabitfähige Anschlüsse an und stellt seine Netzinfrastruktur diskriminierungsfrei verschiedenen Anbietern zur Verfügung.

Auf regulatorischer Ebene aktualisierte das Bundesministerium für Digitales und Verkehr zudem das Prüfkonzept zur Sicherstellungsverpflichtung im Telekommunikationsgesetz, um Synergien bei Straßenbauarbeiten durch die Mitverlegung von Leerrohren effizienter zu nutzen.

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