VMware Workstation: Hyper-V-Deaktivierung behebt Leistungsverluste
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 08:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nutzer von VMware Workstation berichten über spürbare Leistungseinbußen, die auf Abfragen im Zusammenhang mit Side-Channel-Mitigations zurückgehen. Wie die Plattform pswp.cn berichtete, treten die Probleme insbesondere bei verschachtelter Virtualisierung (Nested Virtualization) auf, wenn also innerhalb einer virtuellen Maschine eine weitere Virtualisierungsebene betrieben wird.
Hyper-V als Auslöser identifiziert
Als praktikabler Workaround wird laut dem Bericht das Deaktivieren von Hyper-V empfohlen. Betroffene Nutzer sollen zusätzlich DISM-Befehle ausführen und die sogenannte Speicherintegrität (Memory Integrity) abschalten, um die Leistungseinbußen zu beheben. Diese Kombination aus Maßnahmen soll die durch die Sicherheitsabfragen verursachten Verzögerungen beim Betrieb verschachtelter virtueller Maschinen wirksam beseitigen.
Zusätzlicher Schritt unter Windows 11 24H2
Für Systeme mit Windows 11 24H2 reicht die Deaktivierung von Hyper-V allein offenbar nicht aus. Hier muss laut dem Bericht zusätzlich das Tool DG_Readiness_Tool eingesetzt werden, um Device Guard und Credential Guard zu deaktivieren.
Beide Windows-Sicherheitsfunktionen greifen tief in die Virtualisierungsarchitektur des Betriebssystems ein und stehen offenbar in Konflikt mit den Leistungsanforderungen von VMware Workstation bei verschachtelter Virtualisierung.
Hintergrund der Problematik
Side-Channel-Mitigations sind Schutzmechanismen, die Prozessoren und Betriebssysteme vor Angriffen absichern sollen, die über indirekte Kanäle wie Cache-Zugriffszeiten Informationen abgreifen könnten. Solche Schutzmaßnahmen sind seit Jahren fester Bestandteil moderner Sicherheitsarchitekturen, gehen jedoch häufig mit einem gewissen Leistungsverlust einher.
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Bei VMware Workstation scheint sich dieser Effekt insbesondere dann zu verstärken, wenn mehrere Virtualisierungsebenen ineinander verschachtelt werden – ein Szenario, das etwa bei der Entwicklung und dem Testen von Betriebssystemen oder Container-Umgebungen innerhalb virtueller Maschinen häufig vorkommt.
Für betroffene Anwender bedeutet dies in der Praxis einen mehrstufigen Konfigurationsaufwand: Neben der Deaktivierung von Hyper-V und dem Ausführen der genannten DISM-Befehle müssen Nutzer von Windows 11 24H2 zusätzlich auf das DG_Readiness_Tool zurückgreifen, um die tiefer verankerten Sicherheitsfunktionen Device Guard und Credential Guard zu deaktivieren. Erst durch das Zusammenspiel dieser Maßnahmen lässt sich die ursprüngliche Leistung wiederherstellen.
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Der Bericht liefert damit eine konkrete Handlungsanleitung für Systemadministratoren und Entwickler, die auf verschachtelte Virtualisierung innerhalb von VMware Workstation angewiesen sind, ohne dabei auf spürbare Geschwindigkeitseinbußen durch die zugrunde liegenden Sicherheitsabfragen verzichten zu müssen.
