Vive, Eagle

Vive Eagle: HTCs neue Smart Glasses starten ab 2. September

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 19:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

HTC startet den Verkauf der Vive Eagle in mehreren westlichen Regionen und kombiniert 3K-Kamera, KI-Dienste sowie Übersetzung in über 96 Sprachen.

HTC bringt Vive Eagle mit KI-Funktionen in westliche Märkte
Ein helles, modernes Forschungs- und Entwicklungslabor mit industriellen Oberflächen und Glaswänden bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern HTC hat die Markteinführung seiner neuen Smart Glasses, der Vive Eagle, in den Vereinigten Staaten, Europa, Großbritannien und Australien angekündigt. Seit dem 2. September 2026 kann das Wearable in diesen Regionen bestellt werden. Während die Auslieferungen in den USA unmittelbar erfolgen, ist der Versandstart für den europäischen Markt und das Vereinigte Königreich für den 21. September vorgesehen.

Technische Ausstattung und Designanpassungen

Die Vive Eagle basiert auf der Snapdragon AR Gen1 Plattform und verfügt über 4 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie einen internen Datenspeicher von 32 Gigabyte. Mit einem Gewicht von unter 49 Gramm positioniert HTC das Gerät als leichtgewichtige Option im Segment der Wearables.

Für die Optik setzt das Unternehmen auf Gläser von Zeiss. Das Design wurde zudem spezifisch für westliche Kopfformen angepasst, wobei ein neuer runder Rahmen eingeführt wurde. Insgesamt stehen über 20 verschiedene Kombinationen zur Verfügung.

Die integrierte Kamera ermöglicht Videoaufnahmen in 3K-Auflösung sowie Zeitlupenaufnahmen und Live-Streaming. Gegenüber früheren Modellen, die mit 2K arbeiteten, stellt dies eine technische Steigerung dar. Zudem ist das Gehäuse nach IP54 zertifiziert und bietet Schutz gegen Staub und Spritzwasser.

Integration künstlicher Intelligenz und Funktionsumfang

Ein zentraler Aspekt der Vive Eagle ist die Einbindung von KI-Diensten. HTC nutzt hierfür eine offene Architektur, die sowohl Google Gemini als auch ChatGPT von OpenAI integriert. Zu den Funktionen gehört eine Echtzeit-Übersetzung in mehr als 96 Sprachen. Die Steuerung erfolgt unter anderem über Kopfbewegungen; so können Anrufe durch Nicken angenommen oder abgelehnt werden. Die Audioausgabe erfolgt über Open-Ear-Lautsprecher.

In den USA wird das Produkt zudem über den Partner Lucyd vertrieben. In Australien findet der Verkaufsstart am 14. September 2026 statt, wobei das Gerät dort für 799 Australische Dollar bei HTC und dem Einzelhändler Harvey Norman erhältlich sein wird.

Die Preise in anderen Regionen belaufen sich auf 499 US-Dollar in den Vereinigten Staaten sowie 469 Euro beziehungsweise 429 Pfund in Europa und Großbritannien. Für eine Version mit photochromen Gläsern wird in den USA ein Aufpreis fällig, der den Preis auf 599 US-Dollar hebt.

Anzeige

Die Integration von KI-Diensten in moderne Hardware bringt für Anwender neue rechtliche Fragen bezüglich der geltenden EU-Regulierungen mit sich. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen der europäischen KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Datenschutz und Energiemanagement

Angesichts der integrierten Kamera betont HTC die Sicherheitsmerkmale des Geräts. Eine LED-Anzeige signalisiert laufende Aufnahmen. Zudem gibt es einen physischen Befehl zum Stoppen der Aufzeichnung.

Die Brille nimmt laut Hersteller keine Daten auf, wenn sie nicht getragen wird oder die LED verdeckt ist. Das Unternehmen gibt an, dass die erfassten Daten nicht für das Training von KI-Modellen verwendet werden und verweist auf Zertifizierungen nach ISO 27001 und 27701.

Die Akkulaufzeit wird im aktiven Betrieb mit vier bis sechs Stunden angegeben, im Standby-Modus mit bis zu 36 Stunden. Eine Schnellladefunktion soll den 235-Milliamperestunden-Akku in zehn Minuten auf 50 Prozent aufladen. Als optionales Zubehör bietet HTC für 49 Euro den sogenannten „Power Boost“ an. Dieses acht Gramm schwere magnetische Zubehörteil verfügt über 120 Milliamperestunden und soll die Akkulaufzeit signifikant verlängern.

Anzeige

Wer beruflich KI-Systeme einsetzt oder vermarktet, muss die neuen gesetzlichen Regeln zur Kennzeichnung und Dokumentation genau kennen. Ein neuer Gratis-Report klärt auf, welche Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Report zur KI-Verordnung anfordern

Strategische Bedeutung für HTC

Die Einführung der Vive Eagle erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Geschäft mit KI-gestützten Brillen bei HTC bereits höhere Umsätze generiert als die Smartphone-Sparte. Das Unternehmen zielt mit dem Launch auf das verkaufsstarke vierte Quartal ab.

Während der Marktstart in China vorerst verschoben wurde, plant HTC für das vierte Quartal 2026 bereits ein weiteres Hardware-Produkt im KI-Bereich. Für die erste Jahreshälfte 2027 wurde zudem die Einführung einer neuen, als revolutionär bezeichneten Brille angekündigt. Software-Updates für die aktuelle Generation sollen künftig im Quartalsrhythmus erscheinen.

Mehr zum Thema bei Engadget: „HTC Vive Eagle Smart Glasses Finally Come To The West“

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70050589 |