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Visual Studio 2026: Microsoft bringt C++23-Konformität und KI-Agenten

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 19:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Microsoft präsentiert auf der Build 2026 umfassende Updates für Visual Studio und MSVC mit voller C++23-Unterstützung und KI-Assistenten.

Microsoft Build 2026: KI-Integration und C++23-Update für Visual Studio
Hände eines Entwicklers tippen auf einer Tastatur, im Hintergrund Bildschirme mit C++-Code und KI-Symbolen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Auf der Build 2026 präsentierte der Konzern umfassende Updates für Visual Studio und den MSVC-Compiler. Im Zentrum stehen die volle C++23-Konformität und die tiefe Integration von KI-Assistenten direkt in den Entwicklungs-Workflow.

Visual Studio 2026: Neuer Compiler, mehr Performance

Die Versionen 18.1 bis 18.6 von Visual Studio 2026 bringen den Microsoft C++ Compiler (MSVC) in der Version v14.51. Das Ziel: vollständige C++23-Konformität. Entwickler erhalten damit Zugriff auf die neuesten Sprachfeatures – ohne Workarounds.

Für mehr Tempo sorgt die Sample Profile Guided Optimization (PGO). Die Technik verfeinert die Code-Optimierung anhand echter Laufzeitdaten. Das Ergebnis: schnellere Anwendungen, ohne dass Entwickler manuell nachjustieren müssen.

Microsoft hält weiterhin an den etablierten Versionen Visual Studio 2019 und 2022 fest. Bei Neuinstallationen liegt der Fokus auf Workloads für die Desktop-Entwicklung mit C++. Der Paketmanager vcpkg, das Windows-Subsystem für Linux (WSL) und das Azure SDK sind fest integriert. Das soll eine durchgängige Entwicklung für verschiedene Plattformen ermöglichen.

KI-Agenten übernehmen die Arbeit

Die am 15. Juli 2026 veröffentlichte Version 1.129 von Visual Studio Code führt einen dedizierten Agent-Host-Prozess ein. Entwickler können nun verschiedene KI-Modelle wie GitHub Copilot, Claude oder Codex direkt in der Umgebung nutzen. Ein experimentelles Editor-Fenster für Agenten und die Möglichkeit, Terminalbefehle aus einem Chat heraus auszuführen, runden das Paket ab.

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Das Microsoft Foundry Agent Framework und neue Agent-Funktionen in der Visual Studio-Familie ergänzen diese Entwicklung. Drittanbieter wie Atlassian bestätigen den Trend: Coding-Agenten erhöhen die Genauigkeit bei der Code-Erstellung und verkürzen die Zykluszeiten für Pull-Requests deutlich.

Microsoft selbst setzt für die Sicherheitssuche in großem Maßstab auf die KI-Plattform MDASH. Die Folge: Die Zahl identifizierter Schwachstellen im Rahmen der monatlichen Sicherheitsupdates ist gestiegen.

Über Windows hinaus: Cross-Plattform und Ökosystem

Die jährliche „Pure Virtual C++“-Konferenz bleibt das zentrale Forum für die Weiterentwicklung der Sprache im Microsoft-Ökosystem. Die Strategie geht dabei über reine Windows-Entwicklung hinaus. Verbesserte WSL-Unterstützung und Azure-Schnittstellen für C++ schließen die Lücke zwischen lokaler Entwicklung und Cloud-Infrastruktur.

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Parallel dazu zeigt sich die allgemeine Richtung der Microsoft-Entwicklerplattform. Mitte Juli 2026 wurde Preview 6 von .NET 11 bereitgestellt – mit Union Types in Bibliotheken wie System.Text.Json. Auch wenn dies primär die C#-Entwicklung betrifft, unterstreicht es den Trend zu mehr Typsicherheit und moderneren Sprachkonstrukten.

Ein weiterer Meilenstein: Ab September 2026 sollen Passkeys zum Standard für die Authentifizierung bei Entra-ID werden. Das dürfte langfristig auch die Sicherheitsarchitektur von C++-basierten Unternehmensanwendungen beeinflussen.

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