Vision, Singapurs

Vision Pro: Singapurs Universität zeigt 75 Raumcomputing-Apps

29.05.2026 - 13:39:31 | boerse-global.de

Singapurs Universität zeigt visionOS-Apps für Medizin und Handwerk. Apple-Finanzchef lobt das Bildungspotenzial der neuen Technologie.

Vision Pro: Singapurs Universität zeigt 75 Raumcomputing-Apps - Foto: über boerse-global.de
Vision Pro: Singapurs Universität zeigt 75 Raumcomputing-Apps - Foto: über boerse-global.de

Die National University of Singapore (NUS) präsentiert heute die ersten Projekte ihres Spatial-Computing-Moduls – und das exklusiv für Apples Vision Pro. 75 Studierende haben visionOS-Anwendungen entwickelt, die von Medizin bis Handwerk reichen. Die Universität ist damit die erste Bildungseinrichtung in Singapur, die ein eigenes Modul für räumliches Rechnen anbietet.

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Von der Klinik bis zur Werkstatt

Die vorgestellten Projekte nutzen die Möglichkeiten der Raumcomputing-Technologie in ganz unterschiedlichen Bereichen. Mit SpatialGraph lassen sich dreidimensionale Monumente visualisieren – ideal für Architektur und Denkmalpflege. Im Gesundheitssektor überzeugt MediView: Die App unterstützt speziell die Rehabilitation nach Kreuzbandrissen (ACL).

Zwei weitere Anwendungen runden das Portfolio ab: SpatialWard hilft bei der Planung und Visualisierung von Krankenhauslayouts, während Weave traditionelles Handwerk in den Fokus rückt. Apple-Finanzchef Kevan Parekh zeigte sich beeindruckt und betonte das enorme Potenzial für den Bildungsbereich in diesen virtuellen Umgebungen.

Lernen fürs Leben: NurtureNurture

Über die studentischen Projekte hinaus arbeitet die NUS an spezialisierten Lernplattformen. NurtureNurture richtet sich an frischgebackene Mütter – entwickelt in Zusammenarbeit mit der Geburtsstation des National University Hospital (NUH), Dr. Citra Mattar und Doris Loh. Die App setzt auf interaktive Videos und 3D-Simulationen, um Stilltechniken und Neugeborenenpflege zu trainieren. Vom 11. bis 15. Juni 2026 wird die Plattform auf der Abschlussausstellung der NUS-Abteilung für Industriedesign (DID) präsentiert.

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Apples Vision Pro: Fortschritt im Schatten der Konkurrenz

Die Innovationen aus Singapur kommen zu einer Zeit, in der sich das Vision-OS-Ökosystem rasant weiterentwickelt. Erst im Februar brachte YouTube eine eigene App für das Headset mit einem „Spatial Tab“ für 3D- und VR180-Inhalte. Ein großes Update im April folgte: verbesserte Gaming-Funktionen und 4K-Streaming inklusive.

Doch die Hardware-Zahlen zeigen ein gemischtes Bild. Während Apples Vision Pro 2024 rund 500.000 Einheiten absetzte, verkaufte sich die günstigere Meta Quest 3 mit etwa 7,7 Millionen Geräten mehr als 15-mal so häufig. Der Preisunterschied ist enorm – und das Gewicht des Vision Pro von 600 bis 650 Gramm ein weiterer Kritikpunkt.

Zweite Generation in Sicht?

Laut Branchenbeobachtern wie Ross Young von Display Supply Chain Consultants arbeitet Apple bereits an einem Nachfolger. Das neue Modell soll leichter werden – möglicherweise durch einen externen Akku. Ende Mai aufgetauchte Leaks zeigen zudem schwarze Hardware-Komponenten wie Power Straps und Audio Pods in „Midnight“-Optik. Ob es sich um eine günstigere „Vision Air“-Variante oder ein M5-Upgrade handelt, bleibt Spekulation. Gerüchte, Apple habe die Entwicklung eines Headsets pausiert, um sich auf KI-gestützte AR-Datenbrillen zu konzentrieren, halten sich hartnäckig.

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