Vision Pro-Chef wechselt zu OpenAI: Apple verliert Hardware-Genie
01.07.2026 - 09:24:32 | boerse-global.de
Paul Meade wechselt zu OpenAI – ein herber Schlag für die Zukunft der Vision Pro.
Meade, der seit 2019 die Entwicklung der Vision Pro als Vice President verantwortete, schließt sich dem KI-Unternehmen OpenAI an. Sein Abgang wurde am 29. Juni bekannt. Die Nachfolge übernimmt sein Stellvertreter Fletcher Rothkopf. Der Zeitpunkt ist brisant: Apples designierter CEO John Ternus treibt derzeit eine Neuausrichtung voran.
OpenAI sammelt Apple-Elite
Mit Meade holt OpenAI einen weiteren Top-Ingenieur aus Cupertino. Er wird dort mit einer Reihe ehemaliger Apple-Manager zusammenarbeiten – darunter Design-Legende Jony Ive, Ex-Hardware-Chef Tang Tan und Evans Hankey. OpenAI hatte bereits 2025 das Hardware-Unternehmen io Products für rund 6,5 Milliarden Euro übernommen und treibt seitdem die Entwicklung eigener Endgeräte voran.
Für Apple kommt der Abgang zur Unzeit. Schon Anfang Juni hatten Branchenanalysten berichtet, dass das Unternehmen die Vision Pro vorerst aus der unmittelbaren Produkt-Roadmap gestrichen habe – angeblich mit Zustimmung von Ternus. Zwar könnte eine leichtere, überarbeitete Version zwischen 2028 und 2029 erscheinen, doch die Pläne für eine günstigere Einstiegsvariante scheinen vom Tisch.
Der große Schwenk zu AR-Brillen
Apple setzt zunehmend auf leichte Smart Glasses – und damit auf direkte Konkurrenz zu Meta und Snap. Die Nachfrage nach AR-Displays soll 2026 um 154 Prozent auf 4,1 Millionen Einheiten steigen, während der VR-Markt um vier Prozent schrumpft.
Während Apple und OpenAI die Hardware der Zukunft entwickeln, nutzen viele Menschen die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz bereits heute zur Zeitersparnis. Wie Sie ChatGPT ohne Vorkenntnisse für die Reiseplanung oder Organisation einsetzen, zeigt dieser kostenlose Ratgeber. Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben in Sekunden
Branchenkreisen zufolge könnte Apple bereits Ende 2026 oder Anfang 2027 seine erste Smart-Brille vorstellen. Der Verkaufsstart wäre dann im Frühjahr oder Sommer 2027. Anders als die Vision Pro sollen die Brillen weniger auf High-End-Immersion setzen, sondern KI-Funktionen in Apples bestehendes Ökosystem integrieren.
Die Konkurrenz schläft nicht: Snap hat Mitte Juni seine neueste AR-Brille vorgestellt – zum Preis von rund 2.000 Euro, Auslieferung ab Herbst 2026 in mehreren internationalen Märkten.
Preiserhöhungen als Zeichen der Zeit
Der Strategiewechsel fällt mit spürbaren Preisanpassungen bei Apple zusammen. Seit dem 1. Juli sind Mac, iPad und HomePod teurer geworden. Grund sind steigende Kosten für Speicherchips, die durch die hohe Nachfrage nach KI-fähiger Hardware ausgelöst werden.
Die rasante Entwicklung von KI-Technologien betrifft nicht nur die Hardware-Preise, sondern bringt auch neue rechtliche Rahmenbedingungen wie den EU AI Act mit sich. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden verschafft Unternehmen den nötigen Überblick über alle neuen Pflichten und Fristen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Die Vision Pro bleibt zwar für Nischenanwendungen interessant – etwa für Cloud-Gaming in 4K bei 240 Bildern pro Sekunde. Doch die hohen Produktionskosten und die sinkende Nachfrage setzen das Headset unter Druck. Apples interne Roadmaps konzentrieren sich Berichten zufolge auf zwei Projekte: eine KI-Brille für 2027 und eine leistungsstärkere AR/XR-Brille für 2029.
