Vietnam, Billionen

Vietnam sperrt 5,2 Billionen VND: Neue Biometrie gegen Betrug

02.07.2026 - 15:20:43 | boerse-global.de

Vietnam führt biometrische Kontenprüfung ein, während Europa vermehrt Phishing und Telefonbetrug meldet. Banken und Behörden warnen vor raffinierteren Methoden.

Betrugswelle im Online-Banking: Banken setzen auf neue Sicherheitsmaßnahmen
Vietnam - Ein Smartphone zeigt eine Warnmeldung zu einem verdächtigen Bankkonto. Verschwommene Hände interagieren mit dem Bildschirm. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Internationale Finanzinstitute reagieren mit automatisierten Warnsystemen. Während Asien neue technische Funktionen zur Kontenprüfung einführt, warnen europäische Behörden vor immer raffinierteren Methoden des Identitätsdiebstahls.

Vietnam setzt auf biometrische Sicherheit

Die vietnamesische Saigon-Hanoi Bank (SHB) hat eine neue Sicherheitsfunktion eingeführt. Das System gleicht bei Überweisungen die Empfängerdaten mit einer Warnliste des Ministeriums für öffentliche Sicherheit ab. Steht ein Konto auf dieser Liste, zeigt die App einen Hinweis an. Die Entscheidung über die Transaktion bleibt aber beim Kunden.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie im vietnamesischen Finanzsektor. Über 162,9 Millionen Einzelkunden und 2,6 Millionen institutionelle Kunden sind bereits biometrisch verifiziert. Laut Behördenangaben konnten verdächtige Transaktionen im Gesamtwert von über 5,2 Billionen VND blockiert werden.

Europa: Telefonbetrug und Phishing auf dem Vormarsch

Parallel dazu berichten europäische Banken von einer anhaltenden Betrugswelle. Die Sparkasse Märkisch-Oderland warnt vor Tätern, die sich am Telefon als Mitarbeiter der Sparkasse oder einer Betrugsabteilung ausgeben. Ihr Ziel: sensible Daten wie PINs oder Zugänge zum Online-Banking zu erschleichen. In einigen Fällen holen die Täter sogar physische Bankkarten direkt bei den Opfern ab.

Auch die Zürcher Kantonalbank verzeichnet verstärkte Phishing-Angriffe. Kunden erhalten E-Mails, die angeblich eine Kontenaktualisierung erfordern. Die Kriminellen wollen einen sogenannten „Access-Aktivierungsbrief“ erhalten, um neue Geräte für das eBanking zu registrieren.

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Gefälschte Behördenschreiben und Smishing

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor gefälschten Zahlungserinnerungen. Diese werden im Namen des Bundesministeriums der Finanzen versendet und fordern angeblich ausstehende Steuern für Börsentransaktionen. Zudem warnt die BaFin vor den Handelsplattformen Handelqcom und bulltrading24com, die keine Erlaubnis für Bankgeschäfte besitzen.

Mit Beginn der Ferienzeit registrieren Verbraucherschützer einen Anstieg von gefälschten Paket-SMS. Unter dem Vorwand ausstehender Zahlungen oder fehlender Adressdaten versuchen Täter, an Zahlungsdaten zu gelangen.

So schützen Sie sich

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Banken und Behörden fragen niemals telefonisch oder per E-Mail nach sensiblen Zugangsdaten, PINs oder Bankkarten. Bei verdächtigen Kontaktaufnahmen heißt es: Gespräch sofort beenden und die offizielle Hotline des Instituts kontaktieren. Wer bereits Daten preisgegeben hat, sollte umgehend die Konten sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Banken setzen zunehmend auf Verhaltensanalysen und adaptive Authentifizierungsverfahren. Doch der entscheidende Faktor bleibt die Wachsamkeit der Kunden – besonders bei unaufgeforderten Nachrichten oder Anrufen.

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