Vietnam, Handys

Vietnam: Ab August Handys in Gerichtssälen verboten

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 15:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vietnam, Basel-Stadt, Afghanistan und Deutschland ergreifen Maßnahmen gegen mobile Geräte. Die neuen Regelungen betreffen Gerichtssäle, Schulen und den Verkauf von Datenbrillen.

Weltweiter Trend: Immer mehr Länder verschärfen Regeln für Smartphones und Smart Glasses
Ein Smartphone liegt auf einem Holztisch vor einem unscharfen Hintergrund, der einen Gerichtssaal andeutet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Immer mehr Staaten und Regionen verschärfen die Regeln für elektronische Geräte. Vietnam verbietet Handys in Gerichtssälen, Basel-Stadt schränkt Smartphones an Schulen ein – und Deutschland prüft ein Verkaufsverbot für Meta-Brillen.

Vietnam: Keine Handys mehr im Gerichtssaal

Vietnam zieht die Zügel an: Ab dem 1. August 2026 verbietet eine neue Verordnung mobile Endgeräte in Gerichtssälen. Das Rundschreiben Nr. 12/2026/TT-TANDTC untersagt Mobiltelefone, Laptops, Tablets und Smartwatches – besonders Geräte mit Aufnahmefunktion.

Nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der vorsitzenden Richter gibt es Ausnahmen. Audioaufnahmen bleiben unter bestimmten Bedingungen erlaubt, Videoaufzeichnungen sind ausschließlich während der Eröffnung und der Urteilsverkündung möglich – ebenfalls nur mit vorheriger Zustimmung.

Basel-Stadt: Schluss mit Smartphones an Schulen

In der Schweiz geht Basel-Stadt als erster Kanton einen einheitlichen Weg: Ab den Sommerferien 2026 müssen Mobiltelefone, Smartwatches, Kopfhörer und Tablets auf dem gesamten Schulareal ausgeschaltet in den Taschen bleiben. Die Regelung gilt vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe I, inklusive sonderpädagogischer Angebote, Tagesstrukturen und Ferienprogrammen.

Auslöser war die Petition „Für eine smartphonefreie Schultur“. GLP-Großrätin Sandra Bothe-Wenk begrüßt die Neuerung. Die Schulen entscheiden weiterhin selbst über Konsequenzen bei Verstößen und können ergänzende Regeln erlassen.

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Deutschland: Droht ein Verkaufsverbot für Meta-Brillen?

Währenddessen wächst in Deutschland die Sorge vor versteckter Aufzeichnungstechnik. Hamburgs Datenschutzbeauftragter Thomas Fuchs warnt vor den Smart Glasses von Meta. Heimliches Filmen verstoße gegen geltendes Datenschutzrecht – die Behörde verhängt bereits Bußgelder.

Ein vollständiges Verkaufsverbot wird derzeit geprüft, da getarnte Kameras gesetzlich unzulässig sind. Auch die Bundesnetzagentur befasst sich mit dem Fall. Bleiben die Bedenken bestehen, könnte Meta der Vertrieb der Brillen in Deutschland untersagt werden.

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Afghanistan: Taliban verbieten Smartphones komplett

Besonders drastisch sind die Einschränkungen in Afghanistan: Die Taliban haben 2026 ein umfassendes Smartphone-Verbot erlassen. Die Folgen treffen kritische Bereiche hart – etwa das Gesundheitswesen. Geburtshelferinnen verlieren wichtige Kommunikationsmittel zur Patientenbetreuung, technologiegestützte Wundanalysen sind gefährdet.

Auch Studenten und Aktivisten, die ihre Handys zur Dokumentation nutzten, stehen vor massiven Hürden. Die neue Gesetzeslage schränkt ihre Arbeit erheblich ein.

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