Deutschland, Internet

Videos von Feuerwerk, Selfies mit Wunderkerzen und Sektglas: Die Menschen in Deutschland haben zum Jahreswechsel viele digitale Neujahrsgrüße verschickt.

03.01.2026 - 05:00:05

Datennutzung an Silvester stark gestiegen - Rekord. Warum die Nutzung erneut gestiegen ist.

Die Menschen in Deutschland haben in der Silvesternacht so viel Datenvolumen genutzt wie nie zuvor. Zwischen 20 und 3 Uhr wurden etwa im Mobilfunknetz von Vodafone rund 4,5 Millionen Gigabyte übertragen und damit 50 Prozent mehr als beim vorherigen Jahreswechsel, wie das Unternehmen mitteilte. Mit der Datenmenge könnte man fast 200 Jahre am Stück Serien und Filme bei Netflix in HD-Qualität streamen, hieß es.

Bei der Deutschen Telekom waren es nach eigenen Angaben 3,9 Millionen Gigabyte Daten, was einem Plus von 35 Prozent entsprach. Konkurrent O2 Telefónica registrierte sogar 5,7 Millionen Gigabyte (plus 3,6 Prozent).

Der hohe Zuwachs bei Vodafone und das niedrige Plus bei O2 liegt daran, dass 2025 mehrere Millionen Mobilfunkkunden, die bei 1&1 einen Vertrag haben, umgebucht wurden: Sie werden inzwischen mit dem Vodafone-Netz verbunden und nicht mehr mit dem O2-Netz.

Datenvolumen steigt ständig

Schon in den vergangenen Jahren waren die Werte immer weiter gestiegen. Lediglich während der Corona-Pandemie waren sie zwischenzeitlich rückläufig gewesen.

Ein Grund für den Anstieg ist die erhöhte Nutzung von Video-Telefonaten, hochauflösenden Selfies und einer steigenden Zahl von KI-Anfragen. Hinzu kommt, dass Videos immer öfter auch mit dem Smartphone oder Tablet per Mobilfunk gestreamt werden. 

Vodafone-Chef Marcel de Groot sieht auch technische Ursachen für den Datenanstieg. «Es gibt immer weniger Funklöcher und an immer mehr Orten schnellen 5G-Mobilfunk – auch auf dem Land.» Weil die Netze stärker seien, steige die Nutzung. Die Anbieter haben ihr 5G-Netz im vergangenen Jahr erneut verbessert.

Neujahrswünsche im Schnelldurchlauf

Eine Zunahme verzeichneten die Anbieter auch bei Telefongesprächen. Allein im Mobilfunknetz von Vodafone wurden in der ersten Stunde des neuen Jahres 7,5 Millionen klassische Telefonate geführt - 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei O2 Telefónica waren es ebenfalls mehr als sieben Millionen Telefongespräche in der Stunde nach Mitternacht. Diese blieben traditionell kurz: Im Schnitt benötigten die Menschen 78 Sekunden, um Familie und Freunden am Telefon ein frohes neues Jahr zu wünschen.

Die Nutzung der klassischen Telefonie ist allerdings seit Jahren tendenziell rückläufig, weil die Menschen immer häufiger chatten oder über die Datendienste telefonieren.

@ dpa.de

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