Verkehrssicherheit: Ab Juli müssen Neuwagen Müdigkeit erkennen
02.06.2026 - 19:49:44 | boerse-global.deDie automatisierten Kameras erkennen Fahrer, die während der Fahrt ihr Smartphone nutzen.
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Erfolgreiche Testphase in Rheinland-Pfalz
Die Bilanz spricht für sich: Innerhalb der ersten 90 Tage registrierten die Monocams in Rheinland-Pfalz über 1.200 Verstöße. Das sind rund zehn pro Tag. Bereits 2022 zeigte ein Test auf Autobahnen bei Mainz und Trier ähnliche Fallzahlen. Die gesetzliche Grundlage für den Regelbetrieb wurde im März 2025 geschaffen.
Baden-Württemberg prüft Einführung
Die grün-schwarze Landesregierung hat einen Prüfauftrag für Handy-Blitzer in den Koalitionsvertrag aufgenommen. Der Bedarf ist enorm: Rund 82.000 Verstöße gegen das Handyverbot zählte der Südwesten allein im Jahr 2025. Pro Verstoß drohen mindestens 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.
Der ADAC zeigt sich grundsätzlich offen für die Technik, fordert aber strenge Datenschutzauflagen. Auch Landesdatenschutzbeauftragter Tobias Kerber verlangt eine technische Beschränkung der Aufnahmen auf den Fahrer. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) plädiert unterdessen für bundesweite Kontrollen.
Salzburg setzt auf doppelte Überwachung
Österreich treibt die Verkehrsüberwachung ebenfalls voran. Am Salzburgring präsentierten Landesvertreter am Montag technische Lösungen für Handy- und Lärmblitzer. Ziel ist die Vision Zero – die vollständige Vermeidung von Verkehrstoten. 2025 starben auf Salzburgs Straßen 24 Menschen.
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Seit August 2025 testet das Land bereits ein Lärm-Überwachungssystem, entwickelt mit Joanneum Research. Es richtet sich vor allem gegen die Tuner-Szene. Für die österreichweite Einführung von Handy-Blitzern ist jedoch noch eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung nötig.
EU verschärft Regeln für Neuwagen
Ab dem 1. Juli 2026 müssen alle Neuwagen in der EU mit einem Infrarot-Überwachungssystem (ADDW) ausgestattet sein. Es scannt Kopf- und Augenbewegungen, um Müdigkeit oder Ablenkung zu erkennen.
Der Hintergrund: Bundesweit ereignen sich jährlich rund 1.000 Unfälle mit Personenschaden durch Ablenkung. 106 davon endeten tödlich. Die technologische Aufrüstung soll helfen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 zu halbieren.
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