Verisure wächst um 9,4%: 6,4 Millionen Kunden weltweit
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 11:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Pioneer Security hat sein Angebot für Enterprise-Live-Videoüberwachung und CCTV-Systeme im kalifornischen San Diego County erweitert. Wie das Unternehmen Ende August mitteilte, umfasst das modernisierte Portfolio neue Funktionen wie eine verifizierte 24/7-Überwachung, KI-gestützte Bedrohungserkennung sowie Möglichkeiten zur Fern-Sprachintervention.
Die Maßnahmen zielen primär darauf ab, Ladendiebstahl, Hausfriedensbruch nach Geschäftsschluss und Inventarschwund im Einzelhandel und gewerblichen Sektor effektiver zu bekämpfen.
Technisch setzt Pioneer Security dabei auf Sensoren mit einer Auflösung von 4K-8MP, die über Power-over-Ethernet (PoE) betrieben werden. Eine Full-Color-Nachtsicht-Technologie soll zudem sicherstellen, dass auch bei minimalen Lichtverhältnissen detaillierte Aufnahmen zur Identifizierung von Vorfällen zur Verfügung stehen.
Fortschritte bei KI-Plattformen und mobilen Systemen
Zeitgleich mit den Entwicklungen in Kalifornien hat das britische Unternehmen Antare eine neue KI-Plattform für Körper- und Festkameras vorgestellt. Das System automatisiert die Prüfung von Videoaufnahmen und ist in der Lage, spezifische Vorfälle wie Angriffe, verdächtiges Verhalten oder das Mitführen von Waffen zu erkennen.
Die Plattform, die sowohl für den US-amerikanischen als auch für den europäischen Markt verfügbar ist, erfüllt die Standards SOC-2-Typ-I sowie die Vorgaben der DSGVO.
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Im Bereich der mobilen Absicherung gewinnen solarbetriebene und netzunabhängige Lösungen an Bedeutung. Site View Pro aus Texas setzt für Branchen wie den Bau- oder Ölsektor mobile Überwachungsanhänger ein, die ohne externen Strom oder WLAN auskommen und Daten per Mobilfunk übertragen. Ähnliche HD-Systeme mit Kennzeichenerfassung werden von Backstreet Surveillance für das gesamte Bundesgebiet der USA angeboten.
Fokus auf Mehrfamilienhäuser und spezialisierte Sensorik
Ein weiterer Trend zeigt sich in der Absicherung von Wohnanlagen. Das in Dallas ansässige Unternehmen ECAM forciert die Live-Videoüberwachung für Mehrfamilienhäuser, da Versicherungsgesellschaften die Sicherheitsvorkehrungen in diesem Sektor verstärkt prüfen.
In einer Fallstudie zu einem Objekt mit 400 Einheiten im kalifornischen Anaheim konnten durch den Einsatz von KI-Erkennung und spezialisiertem Überwachungspersonal die Sicherheitsergebnisse deutlich verbessert werden.
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Parallel dazu gibt es Bestrebungen, die Überwachung in datenschutzsensiblen Bereichen ohne Kameras zu realisieren. Das Unternehmen Intercom hat mit MotionCatch einen berührungslosen Sensor auf Basis von Millimeterwellen-Radar vorgestellt. Das Gerät erkennt menschliche Bewegungen in einem Bereich von etwa 6 mal 4 Metern, verzichtet jedoch vollständig auf Videoaufzeichnungen, was den Einsatz in Pausen- oder Einzelarbeitsräumen ermöglicht.
Marktwachstum und Design-Auszeichnungen bei Verisure
Der Sicherheitsdienstleister Verisure verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein Kundenwachstum von 9,4 % auf rund 6,4 Millionen Kunden in 18 Ländern. Das Unternehmen, das im Juli 2026 zudem zwei Red-Dot-Design-Awards für seine Produkte ZeroVision und den GuardVision Indoor Camera Detector erhielt, setzt verstärkt auf integrierte Gesamtlösungen. Diese umfassen unter anderem Rauchkanonen zur Abschreckung und eine direkte Anbindung an eine 24/7-Notfallzentrale.
In Spanien kooperiert Verisure seit April 2026 mit MasOrange, um Sicherheitsdienste für einen Kundenstamm von 30 Millionen Menschen zugänglich zu machen. Die dort unter dem Namen Securitas Direct agierende Einheit bietet dabei Funktionen wie Anti-Jamming-Technologie und Notruftasten an.
Effizienzsteigerung durch standardisierte Infrastruktur
Die Modernisierung der Sicherheitssysteme führt in der Praxis oft zu erheblichen Effizienzgewinnen. So vereinheitlichte U.S. Orthopaedic Partners die Videosicherheit in zehn Kliniken im Südosten der USA auf ein KI-basiertes System von Coram AI, wodurch der IT-Aufwand für den Abruf von Aufnahmen reduziert wurde.
Im britischen Sektor konnte das Unternehmen Viridor durch den Einsatz von Cyolo für den sicheren Fernzugriff die Verbindungszeit für Techniker von 20 Minuten auf 30 Sekunden senken.
Auch im Bildungsbereich werden Kostenoptimierungen durch Technologiewechsel erzielt. Der Lakeland School District in Indiana ersetzt bestehende Cisco-Infrastrukturen durch UniFi-Systeme. Laut Projektberichten liegen die Kosten für den Austausch der Access Points bei etwa einem Drittel der bisherigen Aufwendungen, unter anderem durch den Wegfall von Lizenzgebühren für über 3.000 Endgeräte.
Zusätzlich treiben Kooperationen wie die zwischen Genetec und Axis die Integration voran. Durch vorinstallierte Software auf Türcontrollern soll der Aufwand für die Inbetriebnahme von Zutrittskontrollsystemen an der Netzwerkkante (Edge Computing) künftig minimiert werden.
