Vegane, Herbst-Neuheiten

Vegane Herbst-Neuheiten: dm, Burger King und Ikea erweitern Sortimente

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 13:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue vegane Produkte prägen den Herbst 2026, während PlantA Insolvenz anmeldet und politische sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen den Markt beeinflussen.

Vegane Herbst-Neuheiten 2026: Burger, Snacks und Rohstoffinnovationen
Natürliche Herbstzutaten wie Kürbis, Getreide und Favabohnen auf einem rustikalen Holztisch in einer hellen Küche. Illustration mit AI erstellt.

Die Marktlandschaft für pflanzliche Lebensmittel verzeichnet im September 2026 eine deutliche Ausweitung des Sortiments. Zahlreiche Unternehmen der Systemgastronomie, des Einzelhandels sowie regionale Erzeugergemeinschaften nutzen den Saisonwechsel, um neue milch- und eifreie Produkte sowie vegane Spezialitäten einzuführen. Dabei zeigt sich ein Trend zu spezifischen Herbst-Aromen und technologischen Innovationen bei den Rohstoffen.

Expansion in der Systemgastronomie und im Einzelhandel

In der Systemgastronomie setzt Burger King Deutschland seit dem 15. September 2026 auf eine Erweiterung seines fleischlosen Angebots. In Kooperation mit dem Partner The Vegetarian Butcher wurden neue Produkte wie das Plant-based Crispy Chicken Patty sowie Varianten im Tandoori- und Butter-Chicken-Style eingeführt. Ergänzt wird die Karte durch pflanzliche Alternativen wie Cauli Wings.

Parallel dazu vollzieht das Einrichtungshaus Ikea eine Anpassung seines Gastronomie-Sortiments. Während der klassische Veggie-Hotdog im Angebot bleibt, wurde der Plant-Hotdog aus dem Programm genommen. Seit Mitte September 2026 wird stattdessen ein veganes Zimtschnecken-Softeis auf Basis von Favabohnen für 1,25 Euro angeboten. In den Hamburger Standorten ist die Einführung dieses Produkts für Ende Oktober 2026 vorgesehen.

Auch der Einzelhandel reagiert auf die saisonale Nachfrage. Die Drogeriekette dm führt im September 2026 diverse vegane Herbst-Neuheiten ein. Dazu gehören Zucchette-Nudeln der Eigenmarke dm Bio, Bliss Balls in der Geschmacksrichtung Pumpkin Spice sowie Brotaufstriche nach bayerischer Art.

Ein Fokus liegt hierbei auf trendorientierten Produkten wie Pumpkin Spice Popcorn oder einer entsprechenden Mandelcreme, die einen Zuckergehalt von 40 g Zucker pro 100 g aufweist.

Rohstoff-Innovationen und regionale Erzeugermärkte

Ein neuer Ansatz bei Grundnahrungsmitteln zeigt sich in Brandenburg. Seit dem 7. September 2026 vertreiben Bio-Bauern unter der Bezeichnung „Ryce“ einen Milchreis-Ersatz aus geschliffenem Lichtkornroggen über den Großhandel in Berlin und Brandenburg. Das Projekt, an dem sechs Landwirte sowie Forschungsinstitute beteiligt sind, zielt zunächst auf Großküchen ab; Packungsgrößen von 500 g für den Einzelhandel sind für den Winter geplant.

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Pumpkin Spice, Zimtschnecken-Softeis, neue pflanzliche Burger-Varianten — die Herbst-Sortimente wachsen gerade schnell. Wer den Überblick behalten will, findet hier die wichtigsten Neuheiten samt Zucker-Check und Einkaufsguide. Kostenlosen Vegan-Herbst-Guide anfordern

Im Segment der Getränke starteten Vale da Rosa und Sonatural zum 19. September 2026 eine Partnerschaft. Das Angebot umfasst Trauben-Shots mit Zitrone und Ingwer sowie natürlichen Traubensaft ohne Zusatzstoffe, der in Auchan-Filialen erhältlich ist. Diese Kooperation ist zeitlich auf die Dauer der aktuellen Traubenkampagne begrenzt.

Marktdaten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Aktuelle Branchenberichte verdeutlichen sowohl das Potenzial als auch die Herausforderungen des Sektors. Der erste Jahresreport der Initiative AVE, der Daten von 12 Unternehmen mit insgesamt 132 Betrieben aggregiert, zeigt eine große Spannbreite beim pflanzlichen Anteil am Gesamteinkauf, der zwischen 24 und 82 Prozent liegt. Während das Ziel für den Bio-Anteil bei 40 Prozent liegt, erreicht der Branchendurchschnitt derzeit lediglich 1,5 bis 3,7 Prozent.

Trotz des Wachstums gibt es wirtschaftliche Rückschläge: Das vegane Joghurtwerk PlantA in Anklam hat Insolvenz angemeldet. Das 2023 in Betrieb genommene Werk, dessen Bau rund 6 Mio. Euro kostete, belieferte noch im Jahr 2024 namhafte Einzelhändler in mehreren europäischen Ländern. Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Michael Busching soll die Produktion jedoch vorerst weiterlaufen.

Langfristig prognostizieren Marktanalysen von IndexBox für den Bereich der Erbsenprotein-Klärsysteme ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 7 bis 9 Prozent im Zeitraum bis 2035. Besonders in der Region Asien-Pazifik wird mit einer Steigerung von 10 bis 12 Prozent gerechnet.

Politische und institutionelle Impulse

Auch auf politischer Ebene stehen Veränderungen bevor. In der Schweiz findet am 27. September 2026 eine Abstimmung über die Ernährungsinitiative statt, die eine Selbstversorgungsquote von 70 Prozent innerhalb von zehn Jahren sowie eine stärkere Förderung der pflanzlichen Produktion anstrebt.

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Nicht jede vegane Herbst-Neuheit ist automatisch die bessere Wahl — eine Mandelcreme bringt es auf 40 g Zucker pro 100 g. Dieser Guide zeigt Ihnen, worauf Sie beim Etikett achten sollten und welche pflanzlichen Proteinquellen sich wirklich lohnen. Zucker-Check jetzt kostenlos sichern

Aktuell fließen 75 Prozent der Agrarsubventionen in die tierische Produktion. In Deutschland bleibt der Ausbau des Ökolandbaus ein zentrales Ziel der Bundesregierung, die bis 2030 einen Anteil von 30 Prozent anstrebt – eine Entwicklung, die auch die Verpflegung in Kitas und Schulen beeinflussen dürfte, wo täglich Millionen Mahlzeiten ausgegeben werden.

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