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VDSL, High-Speed

VDSL ermöglicht High-Speed Anschlüsse auf der Datenautobahn

17.09.2014 - 14:00:23

Der Nachfolger der herkömmlichen DSL-Verbindung ist im Kommen Berlin - Die Digital Subscriber Line (kurz DSL) ist mittlerweile zum flächendeckenden Standard für den Internetzugang geworden. Selbst in ländlichen Regionen ist DSL verfügbar, auch wenn in einigen ländlichen Gebieten ein Regionalzuschlag für den Internetzugang zu Buche schlagen kann. Weit weniger verbreitet ist derzeit noch die Verfügbarkeit von VDSL. Wie der englische Name "Very High Speed Digital Subsciber Line" bereits verrät, handelt es sich hierbei um eine Weiterentwicklung der DSL-Technik, über die wesentlich höhere Datenübertragungsraten erreicht werden können. VDSL unterscheidet sich von seinem Vorgänger vor allem durch die Netztechnik. Während bei DSL Kupferkabel zum Einsatz kommen, werden für VDSL Glasfaserkabel verwendet. Das Ergebnis sind wesentlich höhere Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s im Downstream. Gerade für datenintensive Anwendungen wie Streaming oder Internettelefonie in HD-Qualität oder dem Download von Filme und Serien ergeben sich hier Vorteile. Auch für große und internetaffine Wohngemeinschaften, in denen mehrere User den Internetanschluss gleichzeitig nutzen, kann sich ein VDSL-Anschluss lohnen.

Knackpunkt VDSL-Verfügbarkeit: Ländlicher Raum auf Datenautobahn abgehängt

Für den VDSL-Zugang werden Glasfaserkabel verwendet. Für die Netzbetreiber ist der Ausbau des Glasfasernetzes jedoch mit erhöhten Kosten verbunden, weshalb die Verfügbarkeit von VDSL eher in Städten und Ballungsgebieten gegeben ist. Ländliche Regionen haben, wie so oft in Sachen Internetzugang, das Nachsehen. Ob VDSL am jeweiligen Wohnort verfügbar ist, erfahren Internetuser am besten direkt auf der Seite des jeweiligen Internetproviders. Große Internetprovider wie 1&1 verfügen über ein großes Spektrum verschiedener DSL- und VDSL-Angebote: Von der 6.000 kBit/s Standard Surf-Flat bis zur 100.000 kBit/s Highspeed VDSL-Doppelflat wird prinzipiell für jeden Nutzer ein passender Tarif angeboten. Ob der gewünschte Tarif verfügbar ist, wird quasi automatisch ermittelt. Der Kunde wählt die gewünschte DSL- oder VDSL-Flat, nach der Angabe von Vorwahl, Telefonnummer und Adresse wird die Verfügbarkeit automatisch ermittelt. In ländlichen Regionen sind 50.000 kBit/s oder gar 100.000 kBit/s High-Speed Anschlüsse meist nicht verfügbar, und auch für den mittlerweile recht standardisierten 16.000er DSL-Anschluss kann mitunter ein kleiner Regionalzuschlag anfallen.

Stadt-Land-Gefälle als politische Herausforderung

Die Ergebnisse solcher Verfügbarkeitstests decken sich meist mit dem Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur: Hier wird anhand einer interaktiven Deutschlandkarte die Breitbandverfügbarkeit in Prozent der Haushalte für verschiedene Breitbandgeschwindigkeiten von 1.000 bis 50.000 kBit/s angezeigt. Auch der Breitbandatlas belegt das starke Gefälle zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen beim Zugang zu schnellem Internet. Das Problem, dass eine schlechte Internetverfügbarkeit auch einen bedeutenden wirtschaftlich-strukturellen Nachteil für viele ländliche Regionen darstellt, wurde von der Politik erkannt: Laut der Digitalen Agenda der Bundesregierung und mithilfe eines milliardenschweren Breitbandausbaus soll bis zum Jahr 2018 flächendeckend schnelles Internet von 50 Mbit/s verfügbar sein. Ob dieses ambitionierte Ziel jedoch auch erreicht wird, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Bereits jetzt werden Stimmen laut, zusätzliche finanzielle Mittel seien zu dessen Umsetzung nötig. Die angestrebten Fördermittel aber könnten nicht das einzige Instrument sein, außerdem müssten die Kosten für den Netzausbau reduziert werden.

Bildrechte: Flickr VDSL speed test Sean McEntee CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten