VPN-Dienste, Blockierungsfunktion

Valentinstag 2026: Deutschland zunehmend im Visier von Romance Scams

03.03.2026 - 12:45:00

Der 14. Februar ist ein ganz besonderer Tag für Liebespaare auf der ganzen Welt. Wer jedoch keinen Partner hat, nutzt heutzutage gerne das Internet, um neue Bekanntschaften zu machen. Genau diese Situation spielt Kriminellen und Betrügern in die Hände. Sie geben sich speziell zum Valentinstag gerne als mögliche Liebe aus und locken ihre Opfer in eine Falle. Menschen aus Deutschland geraten dabei zunehmend ins Visier.

Anzahl an Romance Scams weltweit sehr hoch

Romance Scams sind zwar kein gänzlich neues Phänomen, doch die zunehmende Beliebtheit von Dating Apps hat ihre Verbreitung noch einmal deutlich vorangetrieben. Dabei geben sich Liebesbetrüger als interessierte Personen aus, um eine mögliche Beziehung vorzutäuschen. Das eigentliche Ziel ist es aber, die Ersparnisse ihrer Opfer zu erbeuten.

Daraus hat sich in den vergangenen Jahren eine hochprofitable Branche gebildet, die allein in den USA jährlich mehr als eine Milliarde US-Dollar abgreifen kann. Andere Länder wie Großbritannien und Kanada sind ebenfalls stark betroffen. Die Schäden sollen in Deutschland noch relativ niedrig sein, doch auch hier gibt es eine neue Entwicklung.

Menschen in Deutschland geraten ins Visier

Früher waren englischsprachige Länder das Hauptziel von Liebesbetrügern, heute weiten sie ihre Aktivitäten aber auch zunehmend auf Länder wie Deutschland aus. Der Grund: Technologien wieKI-Chatbots eliminieren Sprachbarrieren und helfen beim systematischen Betrug. Fehlende Sprachkenntnisse sind also kein Hinderungsgrund mehr.

So überrascht es kaum, dass Romance Scams ein ernsthaftes Problem geworden sind. Allein im vergangenen Jahr gab es in Berlin insgesamt 433 Anzeigen beim Landeskriminalamt. Der Gesamtschaden belief sich im Folgenden auf 5,6 Millionen Euro. Ähnliche Entwicklungen finden sich auch in anderen Bundesländern wieder – Experten rufen zu besonderer Vorsicht auf.

Typische Warnzeichen für einen Romance Scam

Scheinbar der "perfekte" Partner

Liebesbetrüger und ihre App-Profile fallen häufig in die Kategorie "zu schön, um wahr zu sein". Sie sind attraktiv, erfolgreich und suchen nach einem Lebenspartner für die Zukunft. Sie zeigen Interesse und machen ihren Opfern viele Komplimente, um die Beziehung schnell zu festigen. Das Ziel ist hierbei vor allem eine hohe emotionale Abhängigkeit.

Vermeidung von Kontakten

Selbst wenn ein Betrüger vorgibt, vermeintlich in unmittelbarer Nähe zu wohnen, werden persönliche Kontakte vermieden. Stattdessen listen sie dramatische Geschichten und Ausreden auf, wieso ein Treffen nicht möglich sei. Video-Calls sind ebenfalls nicht möglich, da Profilbilder oft aus dem Internet gestohlen werden (es kann aber Ausnahmen geben).

Geldnot und Druck

Früher oder später kommt es dann zur ungeplanten Geldnot, obwohl man eigentlich im Beruf erfolgreich sei. Es geht um Geld für medizinische Notfälle oder Bahn- und Flugtickets für das nächste Treffen. Das wird oft mit psychologischem Druck gepaart, um Opfer zur Leichtsinnigkeit zu drängen und Geld an ein unbekanntes Konto zu überweisen.

Kryptowährungen und Investments

Alternativ enden viele Romance Scams heute auch als Investmentbetrug. Dabei überreden die Betrüger ihre Opfer, in vermeintlich hochprofitable Kryptowährungen oder Anlageprodukte zu investieren. Sie bauen dazu sogar ganze Investment-Internetseiten nach, um einen seriösen Eindruck zu erzeugen. Das investierte Geld ist dann früher oder später weg.

So kann man sich vor Liebesbetrug schützen

Romance Scams sind heute schwieriger zu erkennen als früher, da die Betrüger zunehmend professioneller werden. Doch mit einigen einfachen Tipps ist dennoch guter Schutz möglich – so kann man sorgenfrei neue Kontakte zum Valentinstag 2026 knüpfen.

Das sind die besten Tipps:

  • Viele Apps und Dating-Plattformen bieten eine Profil-Verifizierung an. Wer nur mit verifizierten Profilen spricht, trifft deutlich seltener auf Liebesbetrüger.
  • Wenn plötzlich eine extrem attraktive Person hohes Interesse zeigt und schnell von Liebe spricht, kann das ebenfalls ein Warnzeichen sein.
  • Kontakte auf sozialen Medien gilt es anfangs zu vermeiden. Die Betrüger können daraus viele Informationen ziehen und Erpressungsversuche starten.
  • Vorsicht vor dramatischen Geschichten wie Unfällen, Arztbehandlungen oder Notlagen. Das sind keine Themen, die auf eine Dating-Plattform gehören.
  • Scammer fragen früher oder später nach Geld. Hier gilt es standhaft zu bleiben und weder Geld zu schicken noch die eigenen Kontodaten herauszugeben.
  • Emotionaler Druck und Erpressungsversuche sind ebenfalls nicht unüblich. Rat von Bekannten oder im Notfall der Polizei kann hierbei helfen.
  • Sind Zahlungen bereits geflossen, können einige Zahlungsdienstleister diese im Betrugsfall oder bei einer Anzeige ggf. wieder rückgängig machen.

Die Privatsphäre im Internet vor Liebesbetrügern schützen

Darüber hinaus ist es auch wichtig, die eigene Privatsphäre vor Betrügern im Internet zu schützen. Persönliche Informationen, ob zur konkreten Wohnadresse oder zum Arbeitgeber, sollten ohnehin niemals herausgegeben werden. Gleiches gilt beim Annehmen von Anfragen auf Social Media – die Betrüger könnten dann den ganzen Bekanntenkreis anschreiben.

Eine weitere sinnvolle Maßnahme ist es, ein VPN (virtuellen privaten Netzwerkes) zu verwenden, das zum Beispiel Phishing-Seiten erkennt und blockiert. Betrüger versuchen, ihre Opfer auch auf Seiten zu locken, wo diese ihre Kontodaten preisgeben sollen. Eine solche Funktion kann erkennen, ob die Seite seriös ist oder nicht. Außerdem bleibt mit einem VPN die Verbindung im öffentlichen WLAN geschützt, für den Fall, dass du gerade mit deinem Handy im Cafe sitzt und durch deine Dating-Apps scrollst. Öffentliche Hotspots sind bekannt dafür, dass sie unsicher sind und von Hackern leicht ausgenutzt werden können.

Es gibt seriöse VPN-Dienste, die hohe Sicherheit und eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie anbieten. Kostenlose VPNs finden sich zwar ebenfalls, diese haben aber Nachteile bei der Geschwindigkeit und verkaufen teilweise sogar ihre Kundendaten weiter. Ein VPN mit Blockierungsfunktion für schädliche Webseiten mit einer Geld-zurück-Garantie ist also in der Regel die weitaus bessere Option.