Uveitis-Makulaödem: Vamikibart hält Sehverbesserungen über 52 Wochen aufrecht
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 05:09 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Uveitis-Makulaödem stellt für Betroffene eine erhebliche Bedrohung des Sehvermögens dar. Auf dem Fachkongress AAO 2026 in New Orleans wurden 52-Wochen-Ergebnisse aus zwei weltweiten Phase-III-Studien von Roche zum Antikörper Vamikibart vorgestellt.
Die Untersuchungen mit den Bezeichnungen MEERKAT (NCT05642312) und SANDCAT (NCT05642325) analysieren die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Wirkstoffkandidaten bei Patientinnen und Patienten mit Uveitis-Makulaödem (UME).
Anhaltende Verbesserung der Sehschärfe über 52 Wochen
In beiden Studien erreichten nach 52 Wochen numerisch mehr mit Vamikibart behandelte Patienten Sehverbesserungen im Vergleich zu einer Scheinbehandlung (Sham). Laut Roche blieben die Verbesserungen der bestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) sowie die Verringerungen der zentralen Netzhautdicke (CST) gegenüber den Ausgangswerten über den gesamten Zeitraum erhalten.
Wie Genentech aus der Roche-Gruppe mitteilte, konnten Patienten unter intravitrealen Injektionen von 0,25 mg oder 1 mg Vamikibart die Zuwächse bei der Sehschärfe sowie den Rückgang der Makuladicke gegenüber Sham über 52 Wochen aufrechterhalten.
Hinsichtlich der Behandlungsabstände meldete Roche, dass rund zwei Drittel der geeigneten Teilnehmenden nach 16 Wochen keine Nachbehandlung benötigten. Die meisten der übrigen Patienten kamen mit lediglich einer weiteren Injektion aus. Das Unternehmen verzeichnete zudem eine niedrige Inzidenz behandlungsbedingter Nebenwirkungen am Auge sowie intraokularer Entzündungen.
Rund zwei Drittel der geeigneten Patienten benötigten nach 16 Wochen keine Nachbehandlung, die meisten übrigen nur eine weitere Injektion — so fassen die 52-Wochen-Daten der Phase-III-Studien die Belastung durch wiederkehrende Injektionen zusammen. Wer die Ergebnisse für die eigene Sprechstunde einordnen will, findet im kostenlosen Fach-Report die Studienübersicht zu MEERKAT und SANDCAT sowie den regulatorischen Stand in FDA, EU, China und Japan. Jetzt kostenlosen Fach-Report anfordern
Belastung durch die Erkrankung und Wirkmechanismus
Das Uveitis-Makulaödem gilt als die führende Ursache für mittelschwere bis schwere Sehverluste bei einer Uveitis. Nach Angaben von Roche erblinden rund 20 Prozent der UME-Patienten innerhalb von drei Jahren nach der Diagnose dauerhaft. Uveitis ist zudem für 10 bis 20 Prozent der Erblindungen in den USA und Europa verantwortlich, in Entwicklungsländern liegt der Anteil bei bis zu 25 Prozent.
Bei Vamikibart handelt es sich um einen Anti-IL-6-Antikörper. Im Falle einer behördlichen Zulassung wäre das Präparat die erste nicht-steroidale, zielgerichtete Therapie für Patientinnen und Patienten mit Uveitis-Makulaödem.
Bei Uveitis-Makulaödem erblinden laut Quelle rund 20 Prozent der Betroffenen innerhalb von drei Jahren nach der Diagnose dauerhaft — und die steroidalen Optionen stoßen in der Langzeitanwendung an Grenzen. Der kostenlose Fach-Report ordnet ein, wie die 52-Wochen-Daten des Anti-IL-6-Antikörpers Vamikibart zu Sehschärfe und Makuladicke einzuordnen sind und welchen Status die Zulassungsanträge in FDA, EU, China und Japan haben. Fach-Report zur UME-Langzeittherapie anfordern
Status der regulatorischen Verfahren
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag (Biologics License Application) von Roche für Vamikibart angenommen; eine Entscheidung wird bis Juli 2027 erwartet. Auch in der Europäischen Union, in China und in Japan wurden entsprechende Anträge eingereicht und von den Zulassungsbehörden akzeptiert. Die formelle Akzeptanz eines Antrags stellt dabei noch keine Marktzulassung dar.

