USSD-Codes, Smartphone

USSD-Codes fürs Smartphone: Diese Ziffern zeigen Akku, Netz und IMEI

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 05:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Geheimcodes zeigen Geräte- und Netzdaten, steuern Anrufoptionen und können bei falscher Eingabe einen Datenverlust auslösen.
Ein minimalistischer Arbeitsbereich mit einer kleinen Antennenkomponente auf einer Holzoberfläche bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Leitfäden beschreiben, wie Smartphone-Nutzer über spezifische Ziffernkombinationen Einblicke in technische Diagnosedaten und verborgene Systemfunktionen ihrer Geräte erhalten können. Ohne Installation zusätzlicher Anwendungen lassen sich über das Tastenfeld der Telefon-App Netzwerte, Akkudetails und Hardware-Statusberichte abrufen.

Direkter Zugriff über Steuercodes

Die sogenannten USSD-Codes (Unstructured Supplementary Service Data) beginnen in der Regel mit einem Stern oder einer Raute. Die Ausführung erfolgt entweder automatisch nach der abschließenden Raute oder durch das Drücken der Hörertaste. Zu den universell nutzbaren Kombinationen zählt der Befehl *#06#, der auf nahezu jedem Mobiltelefon die eindeutige Gerätenummer (IMEI) anzeigt.

Für tiefere Einblicke in Hardware und Verbindungen sorgt auf vielen Systemen die Kombination *#*#4636#*#*. Dieser Befehl ruft Detailinformationen zum Akku, zum WLAN-Status sowie zu den aktuellen Netzparametern auf. Zudem erlaubt der Code *3001#12345#* den Aufruf eines Feldtest-Modus, der unter anderem Aufschluss über die tatsächliche Signalstärke und Sprachqualität gibt.

Auf dem iPhone visualisiert ein entsprechendes Dashboard unter anderem den RSRP-Wert (Reference Signal Received Power) für LTE-Verbindungen. Die Werte bewegen sich typischerweise zwischen -140 und -40, wobei Zahlen näher an -40 für eine höhere Signalqualität stehen. Bei Android-Geräten lässt sich dieser Wert alternativ über die Geräteeinstellungen im Statusmenü der SIM-Karte ablesen.

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Herstellerspezifische Menüs und Komfortfunktionen

Manche Hersteller integrieren eigene Befehle für erweiterte Abfragen. Auf Samsung-Geräten liefert die Eingabe von *#0228# detaillierte Akkuwerte wie den Ladestand und die Spannung in Millivolt. Die Kombination *#3282*727336*# zeigt bei Samsung-Modellen die Anrufanzahl sowie Speicherstatistiken an. Über die Tastenkombination *#0808# oder über das mehrfache Antippen der Build-Nummer in den Systemeinstellungen lässt sich zudem ein spezieller Entwicklermodus aktivieren, der Einstellungen zu Displaydichte, Schnittstellen und CPU-Parametern bündelt.

Für das iPhone existiert abseits von Tastencodes ein hardwareseitiger Diagnosemodus. Dieser startet bei ausgeschaltetem Gerät durch gleichzeitiges Gedrückthalten beider Lautstärketasten beim Anschließen eines USB-Kabels.

Das Werkzeug testet nach Verbindung mit einem WLAN-Netzwerk Komponenten wie Audio, Kameras, Sensoren und das Display. Physische Defekte wie Feuchtigkeitsschäden oder nicht originale Bauteile werden dabei allerdings mitunter nicht erfasst.

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Mobilfunkfunktionen und Sicherheitsrisiken

Neben Diagnosewerten steuern Zifferncodes grundlegende Netzfunktionen. Die Kombination *31# schaltet die dauerhafte Rufnummernunterdrückung ein, während #31# (in den USA *67) sie wieder deaktiviert.

Für Rufumleitungen im Netz von Telekom, Vodafone und Congstar existiert die Zeichenfolge **21*Zielnummer*#, während *#67# den Umleitungsstatus kontrolliert und *21# Umleitungen aufhebt. Anrufsperren lassen sich mit *33*SIM-PIN# einrichten und mit #33*PIN# wieder entfernen. Prepaid-Kunden rufen ihr Guthaben oft über *100# oder *101# ab.

Branchenberichte warnen jedoch vor unbedachten Eingaben in technischen Servicemenüs. Befehle wie *#7780# oder modellspezifische Varianten wie #*#7780#*#* leiten einen Werksreset ein und löschen sämtliche Daten wie Fotos und Kontakte unwiderruflich. Tiefe Systemeingriffe bergen zudem das Risiko von Instabilitäten oder dem Verlust von Garantieansprüchen, weshalb vor solchen Operationen stets eine Datensicherung erfolgen sollte.

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