usbliter8: Kritische BootROM-Lücke in iPhone XS und iPhone 11
19.06.2026 - 16:46:51 | boerse-global.de
Sicherheitsforscher des Kollektivs Paradigm Shift haben eine kritische Schwachstelle in älteren Apple-Geräten aufgedeckt. Der Fehler namens „usbliter8“ sitzt im BootROM (SecureROM) – und lässt sich nicht per Software-Update beheben.
Betroffen sind vor allem Geräte mit den Prozessoren A12 und A13. Dazu gehören das iPhone XS und das iPhone 11.
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Hardware-Fehler im USB-Controller
Die Schwachstelle basiert auf einem Hardware-Fehler im Synopsys DWC2 USB-Controller, kombiniert mit einem Konfigurationsfehler in der Firmware. Angreifer können damit die vertrauenswürdige Boot-Kette unterbrechen und unsignierte iBoot-Images ausführen.
Es ist der erste vergleichbare BootROM-Exploit für Apple-Hardware seit „checkm8“ im Jahr 2019.
Ein Angriff über usbliter8 erfordert allerdings zwingend physischen Zugriff auf das Gerät. Zudem muss es im DFU-Modus stecken und über eine spezielle Hardware-Verbindung angesprochen werden – etwa einen Raspberry Pi oder einen RP2350-Mikrocontroller. Eine Fernausnutzung ist ausgeschlossen.
Welche Geräte betroffen sind
Die Liste der anfälligen Hardware ist lang. Neben iPhone XS, XR, 11 und der zweiten iPhone-SE-Generation sind diverse iPads betroffen: das iPad Air 3, das iPad mini 5 sowie das iPad der achten und neunten Generation.
Auch Wearables und Peripherie haben die Lücke:
- Apple Watch Series 4, Series 5 und SE (1. Gen.)
- HomePod mini
- Apple TV 4K (2. Gen.)
- Studio Display
Neuere Prozessoren ab A14 sowie ältere Chips vor der A12-Serie sind nicht anfällig.
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Was das für die Datensicherheit bedeutet
Trotz der Schwere des Hardware-Fehlers bleibt eine wichtige Sicherheitsbarriere intakt: Die Secure Enclave wird durch den Exploit nicht kompromittiert. Verschlüsselte Nutzerdaten und biometrische Informationen sind damit nicht direkt gefährdet.
Paradigm Shift hat einen Proof-of-Concept auf GitHub veröffentlicht. Apple wurde vorab informiert.
Da der Fehler fest in der Hardware steckt, bleibt betroffenen Nutzern nur der Umstieg auf neuere Geräte – wenn sie das Risiko einer physischen Manipulation ausschließen wollen. Besonders relevant ist das für das iPhone 11, das noch aktuelle iOS-Versionen unterstützt.
