Bancorp, LockBit

US Bancorp: LockBit 5.0 droht mit Datenpublikation bis 4. September

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 16:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

US Bancorp bestreitet IT-Einbruch nach LockBit-Erpressung. Die Bank verweist auf einen Vorfall bei einem externen Subunternehmer und ermittelt mit Behörden.

US Bancorp: Ransomware-Drohung durch LockBit 5.0 – Bank weist Angriff zurück
Ein moderner Arbeitsplatz mit Monitoren, die abstrakte Datenströme und Programmcode in einem abgedunkelten Büro zeigen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das US-amerikanische Finanzinstitut US Bancorp ist Medienberichten zufolge ins Visier der Ransomware-Gruppierung LockBit 5.0 geraten. Die Hackergruppe listete das Unternehmen auf ihrer sogenannten Leak-Seite auf, was üblicherweise als Vorstufe zur Veröffentlichung gestohlener Daten gilt. Das Kreditinstitut reagierte umgehend auf die Vorwürfe und wies eine direkte Kompromittierung der eigenen IT-Infrastruktur zurück.

Nach Angaben der Bank, die als siebtgrößtes Geldhaus in den Vereinigten Staaten gilt, gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass die internen Systeme des Unternehmens verletzt wurden. Stattdessen führt die Bank die Vorwürfe auf einen Sicherheitsvorfall bei einem externen Dienstleister zurück.

Konkret handle es sich um einen Vorfall bei einem sogenannten Fourth-Party-Dienstleister – also einem Unterauftragnehmer eines Partners –, der nicht unmittelbar in die Kernsysteme der Bank eingebunden ist.

Frist bis Anfang September gesetzt

Die Gruppierung LockBit 5.0 hat eine Frist bis zum 4. September 2026 gesetzt. Sollte bis zu diesem Zeitpunkt keine Einigung erzielt werden, drohen die Angreifer mit der Veröffentlichung der angeblich erbeuteten Informationen.

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Bislang wurden jedoch weder von der Hacker-Gruppe noch von unabhängiger Seite Beweise für einen erfolgreichen Datendiebstahl aus den Systemen der US Bancorp vorgelegt. Auch eine offizielle Bestätigung für einen internen Vorfall seitens der Bank blieb aus.

Das Finanzinstitut, das für das zweite Quartal einen Umsatz von 7,7 Milliarden US-Dollar auswies, hat bereits erste Schritte eingeleitet, um auf die Drohung zu reagieren. Die zuständigen Strafverfolgungsbehörden wurden über den Sachverhalt informiert und in die laufenden Untersuchungen eingebunden.

Fokus auf Sicherheit in der Lieferkette

Der Vorfall unterstreicht die wachsenden Risiken durch komplexe Lieferketten im Finanzsektor. Während die Banken ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärken, rücken Dienstleister und deren Subunternehmer zunehmend in den Fokus von Cyberkriminellen. US Bancorp betonte in diesem Zusammenhang erneut, dass der Ursprung der Vorwürfe nach aktuellem Kenntnisstand außerhalb der eigenen Organisation liege.

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Bisherige Analysen der Bank hätten ergeben, dass keine Hinweise auf eine Gefährdung der Kundenkonten oder sensibler interner Daten vorliegen. Da keine Beweise für eine direkte Kompromittierung der Bank-Systeme existieren, bleibt abzuwarten, ob die Drohungen der Ransomware-Gruppe auf tatsächlichem Datenmaterial basieren oder ob es sich um einen Versuch handelt, durch die bloße Nennung des prominenten Instituts Druck auf die Beteiligten auszuüben.

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