US-Armee, Ford-Pickups

US-Armee testet autonome Ford-Pickups für Minenräumung

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 01:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die US-Armee treibt die Integration unbemannter Systeme voran. Feldversuche mit autonomen Fahrzeugen und Raketenwerfern sollen Soldaten in Gefahrenzonen entlasten.

US-Armee forciert Robotertechnik: Autonome Fahrzeuge und Raketenwerfer im Test
Ein autonomes Militärfahrzeug durchquert ein Wüstenübungsgelände während eines Feldtests. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die US-Armee beschleunigt die Einführung unbemannter Systeme – von autonomen Pickups bis zu Raketenwerfern. Im Fokus: weniger Risiko für Soldaten in Gefechtszonen.

Ende Juli verdichteten sich die Feldversuche und Vertragsvergaben der US-Streitkräfte zu einem klaren Bild: Die Armee setzt verstärkt auf Robotertechnik, um Soldaten in Hochrisikoumgebungen zu entlasten. Zentrale Bühne war die Übung Project Convergence Capstone 6 (PC-C6) in Fort Irwin, Kalifornien. Die Bandbreite reicht von der Minenräumung bis zum schweren Nachschubtransport.

Autonome Pickups und vernetzte Artillerie

Am 31. Juli kündigte die US-Armee die Vorbereitung von Tests mit autonomen Ford-F-250-Pickups an, die mit Systemen des Unternehmens Forterra ausgestattet sind. Das XVIII Airborne Corps soll vier dieser Fahrzeuge für spezialisierte Aufgaben wie Minenerkennung und Durchbruchoperationen evaluieren. Der Schritt zeigt: Militärs adaptieren zunehmend zivile Automobilplattformen für den Kampfunterstützungseinsatz.

Parallel dazu erprobte das 2. Bataillon des 18. Feldartillerie-Regiments den autonomen Raketenwerfer DeepFires in Fort Irwin. Bei den Tests, die Unterstaatssekretär Michael Obadal am 24. Juli beobachtete, steuerte ein bemanntes JUMPS-Kommando- und Kontrollfahrzeug erfolgreich zwei Roboterplattformen. Das System entstand in Zusammenarbeit von Armee, Oshkosh, Forterra, Corvid Technologies und Collins Aerospace. Ziel: Ein einziges Kommandofahrzeug soll künftig bis zu vier Werfer bedienen können.

Wettbewerb um schwere Infanteriefahrzeuge

Die Automatisierung prägt auch die nächste Generation von Transportfahrzeugen. Ende Juni vergab die Armee Prototypaufträge für das Programm Infantry Squad Vehicle-Heavy (ISV-H) an Ford, GM Defense und BC Customs. Jedes Unternehmen muss bis zum 30. März 2027 drei Prototypen liefern.

Die Anforderungen setzen stark auf mobile Stromerzeugung für Sensoren und unbemannte Systeme: Die Fahrzeuge müssen 60 kW Hochspannungs-Gleichstrom bereitstellen und eine Nutzlast von rund 1.800 Kilogramm tragen. Ford setzt auf die F-Series-Super-Duty-Plattform, GM Defense auf den Chevrolet Silverado HD 3500. Die endgültige Vergabe für mehr als 600 Fahrzeuge wird für Herbst 2027 erwartet. Ford-Chef Jim Farley betonte Ende Juli den wachsenden Fokus seines Konzerns auf Verteidigungsaufträge.

Anzeige

Wer sich mit der technologischen Modernisierung von Streitkräften befasst, erkennt schnell die massiven Investmentchancen hinter der neuen Sicherheitsstrategie. Dieser kostenlose Report enthüllt, wie Wasserstoff als Schlüsseltechnologie die Verteidigung stärkt und welche Sektoren profitieren. Milliardenchance Wasserstoff: Gratis-Report jetzt herunterladen

Hybride Logistik und multinationale Erprobung

Auch im Nachschubsektor tut sich einiges. American Rheinmetall sicherte sich einen 18-Monats-Vertrag für das Projekt Sustainment. Gemeinsam mit Partnern wie Harbinger, Forterra und Primordial Labs entwickelt das Unternehmen hybride autonome Bodenfahrzeuge mit integrierter Sprachsteuerung. Zuvor hatte Rheinmetall Canada Mitte Juli den Mission Master Silent Partner-Hotel (MMSP-H) vorgestellt – ein vollelektrisches 8x8-Fahrzeug, das eine Tonne Last an Land transportieren kann.

Weitere Entwicklungen im Logistikbereich:

  • Dire WOLF UGV: BLADE präsentierte am 30. Juli einen diesel-elektrischen Hybriden, der Hindernisse von 60 Zentimetern Höhe überwinden und Strom exportieren kann.
  • Guardian Angel UGV: Thales Australia testete am 31. Juli erfolgreich den Schusswaffeneinsatz seines 8x4-Prototyps – entwickelt in nur sechs Wochen, um Risiken für Frontsoldaten zu reduzieren.
  • Pyka DropShip: Die autonome Drohne, die Ende April ihren Erstflug absolvierte, führte am 31. Juli bei PC-C6 Versorgungsmissionen durch – inklusive simulierter Verwundetenevakuierung und Medikamententransport über eine Reichweite von mehr als 5.600 Kilometern.
Anzeige

Die technologische Revolution im Verteidigungssektor sorgt derzeit für intensiven Gesprächsstoff unter Anlegern, die auf resiliente Infrastrukturen setzen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, warum Wasserstoff in der modernen Sicherheitsarchitektur eine zentrale Rolle einnimmt. Kostenlosen Report zur Verteidigungs-Strategie sichern

In der Mojave-Wüste schlossen die Five-Eyes-Nationen am 30. Juli eine gemeinsame Übung ab. Rund 50 bis 60 verschiedene Technologien wurden getestet, darunter KI-gesteuerte Drohnen und autonome Lastwagen für den Nachschub. Das Hauptaugenmerk lag auf der Interoperabilität zwischen den verbündeten Streitkräften.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69906751 |