Urlaubsarmut: 21% der Deutschen können sich Reisen nicht leisten
25.06.2026 - 22:24:11 | boerse-global.de
Das entspricht rund 17,3 Millionen Einwohnern. Die Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen: Die soziale Kluft beim Reisen bleibt groß – auch wenn der Wert leicht unter dem von 2023 liegt (damals 23 Prozent).
Alleinerziehende besonders betroffen
Besonders hart trifft es Alleinerziehende: 39 Prozent von ihnen konnten sich 2025 keine siebentägige Auszeit leisten. Bei Alleinlebenden lag der Anteil bei 29 Prozent. Der stärkste Indikator ist jedoch das Einkommen.
Im einkommensschwächsten Fünftel – bei einem monatlichen Einkommen von rund 1.600 Euro – konnten 48 Prozent keine Reise finanzieren. Selbst mit bis zu 2.100 Euro im Monat war es für 28 Prozent nicht drin.
Preise steigen – Deutschland bleibt unter EU-Schnitt
Die Kosten für Urlaubsreisen stiegen 2025 um mindestens zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das verschärft die Lage für Geringverdiener zusätzlich. Im EU-Vergleich liegt Deutschland mit 21 Prozent dennoch unter dem Durchschnitt von 28 Prozent.
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Die Unterschiede innerhalb Europas sind enorm. In Rumänien konnten 61 Prozent keine Reise zahlen, in Griechenland 47 Prozent, in Bulgarien und Ungarn jeweils 39 Prozent. Am besten schnitten Luxemburg (11 Prozent), Schweden (12 Prozent) und die Niederlande (13 Prozent) ab. Österreich liegt bei 18 Prozent.
Reisebereitschaft 2026 trotz hoher Spritpreise stabil
Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Tourismusforschung im Auftrag des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) vom Frühjahr 2026 zeigt: 62 Prozent der Deutschen planen eine Sommerurlaubsreise. Inlands- (42 Prozent) und Auslandsreisen (40 Prozent) halten sich dabei fast die Waage.
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Überraschend: Die hohen Treibstoff- und Kerosinpreise schrecken kaum jemanden ab. 87 Prozent der rund 1.000 Befragten gaben an, ihre Pläne deswegen nicht zu ändern. Nur 13 Prozent passten ihre Reise an, lediglich zwei Prozent stornierten komplett.
Die Botschaft der Branche: Wer das Geld hat, priorisiert den Sommerurlaub – trotz steigender Kosten.
