Urlaub sicher planen: BSI warnt vor Cyber-Fallen auf Reisen
20.06.2026 - 02:18:13 | boerse-global.de
Wer frühzeitig Prioritäten setzt und digitale Risiken minimiert, holt das Maximum aus der Auszeit.
Den Druck vor dem Urlaub nehmen
Cordula Nussbaum und Uwe Weinreich kennen das Problem: Kurz vor der Abreise türmt sich die Arbeit. Die Coachin und der Wirtschaftspsychologe raten deshalb zu klaren Vertretungsregelungen und einer positiv formulierten Abwesenheitsnotiz. Das senkt den Erwartungsdruck von außen.
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Ein abruptes Abschalten kann dem Körper schaden. Fällt der Cortisolspiegel zu schnell, droht der sogenannte „Cottage-Effect“ – der Körper wird anfällig für Krankheiten. Besser: den Übergang schrittweise gestalten. Zwei bis drei Wochen Urlaub gelten als ideal für tiefgehende Regeneration.
Digital Detox: Apps löschen, entspannen
Die größte Erholungsbremse steckt oft im Smartphone. Wer geschäftliche E-Mail-Apps auf privaten Geräten löscht, entzieht der Arbeit den direkten Zugriff. Das ist wirksamer als jeder gute Vorsatz.
Doch nicht nur die mentale Erholung zählt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt im Juni 2026 vor Cyber-Fallen auf Reisen. Gefälschte Buchungsseiten, manipulierte Links und unsichere öffentliche WLANs sind die größten Gefahren.
Sicher reisen mit Köpfchen und Technik
Die BSI-Experten empfehlen: Reiseunterlagen nur über vertrauenswürdige Portale abrufen. Öffentliche Netzwerke grundsätzlich nur mit einer VPN-Verbindung nutzen. Und Finger weg von öffentlichen USB-Ladestellen – sie können zur Datenextraktion missbraucht werden. Eigene Ladekabel sind Pflicht.
Vor der Abreise sollten alle Benutzerkonten mit starken Passwörtern sowie Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) oder Passkeys geschützt sein. Eine Bildschirmsperre auf allen Geräten gehört zum Basis-Schutz.
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Clever zurück in den Job
Der Wiedereinstieg entscheidet über die Nachhaltigkeit der Erholung. Weinreich und Nussbaum empfehlen, den ersten Arbeitstag auf einen Donnerstag oder Freitag zu legen. So bleibt die erste Woche kurz.
Nach der Rückkehr gilt: Aufgaben systematisch abarbeiten, nicht von allem gleichzeitig unter Druck setzen lassen. Das eigentliche Ziel: Elemente der Erholung dauerhaft in den Alltag integrieren. Das glättet die Belastungsspitzen zwischen den Urlaubsphasen.
Sicher unterwegs mit dem Auto
Für Reisende mit eigenem Fahrzeug hat die DEKRA zusätzliche Tipps. Niederlassungsleiter Steffen Hampel betont: Vor Fahrtantritt die Fahrzeugtechnik prüfen, besonders den Reifendruck an die erhöhte Beladung anpassen.
Die Route sollte ausreichend Zeitpuffer für Staus und regelmäßige Pausen an der frischen Luft enthalten. Fahrten in die zweite Nachthälfte sind tabu – hier ist die natürliche Müdigkeit am stärksten. Gepäcknetze oder Spanngurte sichern die Ladung und verhindern Gefahren durch verrutschende Gegenstände bei Bremsmanövern. Und: Landesspezifische Verkehrsregeln und das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs unbedingt beachten.
