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Universal Robots Gen 7: Neue Cobot-Plattform ist für Physical AI ausgelegt

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die siebte Plattformgeneration kombiniert eine neue Systemarchitektur mit modularer Hardware; Teradyne und Sereact treiben zudem Logistiklösungen voran.
Nahaufnahme einer präzisen, industriellen Roboterverbindung in einer modernen Fertigungshalle. Illustration mit AI erstellt.

Der Automatisierungsspezialist Universal Robots hat eine neue Cobot-Plattform der siebten Generation entwickelt. Das unter dem Namen Gen 7 geführte System ist darauf ausgelegt, künftige Anforderungen im Bereich der sogenannten Physical AI zu unterstützen. Die technische Basis bildet eine komplett neu konzipierte Systemarchitektur, die auf der Steuerungssoftware PolyScope X aufsetzt.

Modulare Hardware und intelligenter Werkzeugflansch

Das Portfolio der neuen Plattform umfasst drei Roboterarme der sogenannten g-Serie, zu denen unter anderem das Modell UR17g-1300 gehört. Ergänzt wird die Mechanik durch die zentrale Steuerungseinheit CB7 Core, das Bedienterminal TP7 sowie das Bedienfeld SP7 Smart Panel.

Eine wesentliche Neuerung betrifft den Werkzeugflansch der Roboterarme: Dieser stellt Daten-, Energie- und Sicherheitsfunktionen direkt an der Schnittstelle bereit, was die Integration von Endeffektoren und Sensoren vereinfacht.

Ihre europäische Messepremiere feiert die Cobot-Plattform auf der Fachmesse Electronica 2026 in München in Halle A4 am Stand 431. Die Präsentation richtet sich vor allem an Unternehmen aus der Elektronikfertigung sowie an Anbieter von Electronic Manufacturing Services.

Gemeinschaftliche Fertigungskette im Teradyne-Verbund

Auf der Messe demonstriert die Teradyne-Gruppe, zu der neben Universal Robots auch Mobile Industrial Robots und der Mutterkonzern Teradyne gehören, eine gemeinsame Fertigungskette. Das Zusammenspiel verschiedener Technologien wird anhand mehrerer Live-Demonstrationen gezeigt.

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Zu den präsentierten Anwendungen zählen ein mobiler Manipulator für Materialtransport und In-Circuit-Tests, eine optische Leiterplattenprüfung mit KI-Unterstützung von Cognex, ein KI-gestütztes Behälter-Greifsystem in Zusammenarbeit mit Inbolt sowie eine Hochfrequenzprüfung mit Litepoint.

Neben der Elektronikbranche adressiert das Unternehmen weitere Anwendungsbereiche für mobile Cobots. Eine entsprechende Nachfrage verzeichnet der Hersteller unter anderem bei Automobilzulieferern, die den MiR1200 Pallet Jack in Kombination mit UR-Robotern einsetzen, beim Platinen- und Kit-Handling in der Elektronik sowie in der Laborautomation.

Während Anwendungen mit Doppelarm-Systemen in der breiten industriellen Montage laut Unternehmensangaben in zwei bis drei Jahren erwartet werden, sind hunderte UR-Roboter in Dual-Arm-Konfigurationen bei europäischen Kunden bereits im Produktiveinsatz.

Partnerschaft für Logistik und Ausbau von Physical AI

Die Integration von Physical AI treibt Teradyne Robotics gemeinsam mit Sereact im Rahmen einer offiziellen Partnerschaft für die Bereiche Einzelhandel und Logistik voran. Dabei steuert Sereacts KI-Plattform Cortex die Roboterarme von Universal Robots.

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Das Cortex-System wird mithilfe von NVIDIA Isaac Sim und Cosmos trainiert, nutzt bestärkendes Lernen in Isaac Lab und läuft auf NVIDIA Jetson Thor, während die Modellpflege über DGX Spark erfolgt. Eine entsprechende Umsetzung demonstrierten die Partner auf der NVIDIA GTC Berlin 2026, wo ein Vision-Language-Action-Modell zwei UR12e-1300-Roboter steuerte.

Das System wird gemeinsam mit CEVA Logistics für Zalando in den Logistikzentren im deutschen Greven und im polnischen ?wiebodzin realisiert. Der Onlinehändler bedient 62 Millionen aktive Kunden und über 7.000 Marken in 29 Märkten.

Wie Jacob Pascual Pape als Chief Commercial Officer von Teradyne Robotics hervorhob, laufen UR-Roboter mittlerweile in über 100.000 Industrieanwendungen. Als primäre Wachstumsfelder sieht Universal Robots die Verpackungsindustrie, die Intralogistik im Verbund mit MiR sowie die Elektronikfertigung, zu der das Unternehmen über Testsysteme des Mutterkonzerns Zugang hat.

Klassische Aufgaben wie Schweißen und Maschinenbeladung bleiben weiterhin tragende Säulen. Als größten Markttreiber bezeichnet Universal Robots den zunehmenden chinesischen Wettbewerb. Der Hersteller setzt zur Differenzierung auf Fertigungsqualität und europäische Produktion und hat zudem eine Klage gegen den Mitbewerber Elite Robots wegen Urheberrechtsverletzung eingereicht.

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