UnionTech OS Server: Offline-Repositorien ohne Internetanbindung
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 09:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In produktiven Serverumgebungen ohne direkten Zugang zum Internet stellt die Paketverwaltung Systemadministratoren vor spezifische Herausforderungen. Für die Server-Editionen des Betriebssystems UnionTech OS (??UOS) bildet das Einrichten lokaler Software-Repositorien auf Basis von ISO-Abbildern eine zentrale Methode, um Betriebssystempakete konsistent zu verteilen und Aktualisierungen ohne externe Netzwerkanbindung durchzuführen. Die Vorgehensweise unterscheidet sich je nach Systemarchitektur und Veröffentlichungszweig zwischen der D-Version und der E-Version.
Konfiguration von APT-Quellen für die D-Version
Bei der D-Version von UnionTech OS Server kommt das Paketverwaltungswerkzeug APT zum Einsatz. Als Basis für ein lokales Archiv dient das ISO-Abbild uniontechos-server-20-enterprise-1020-arm64.iso. Dieses wird zunächst in das Dateisystem eingehängt, woraufhin die relevanten Verzeichnisse dists und pool in den lokalen Pfad /home/uos/data kopiert werden.
Die Konfiguration der lokalen Paketquelle erfolgt über die Konfigurationsdateien von APT. Der entsprechende Eintrag wird mit dem Schema deb [trusted=yes] file:///home/uos/data eagle main contrib non-free hinterlegt.
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Bei neueren Systemständen gibt es eine wesentliche Änderung der Kennzeichnung: Ab der Version 1030d muss in der Konfiguration der APT-Quellen der Codename „eagle“ durch „fou“ ersetzt werden, um die Paketlisten fehlerfrei einlesen zu können.
E-Version und Verwaltung über YUM-Repodateien
Für die E-Version der Betriebssystemlinie kommt hingegen eine RPM-basierte Paketverwaltung zum Einsatz. Die Bereitstellung stützt sich hierbei auf das Abbild uniontechos-server-20-1050e-amd64.iso, das in das Zielverzeichnis /iso gemountet wird.
Die Einbindung in das System geschieht über eine Repository-Konfigurationsdatei im Verzeichnis /etc/yum.repos.d/, die unter dem Namen UnionTechOS-Local.repo angelegt wird. Innerhalb dieser Datei werden die Basis-URLs definiert, die auf die lokalen Pfade verweisen. Konkret werden hierbei file:///iso/AppStream sowie file:///iso als baseurl hinterlegt, um den Zugriff auf die enthaltenen Pakete und AppStream-Module zu gewährleisten.
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Verifikation der eingerichteten Paketquellen
Nach Abschluss der Konfigurationsschritte muss sichergestellt werden, dass die Paketmanager die neu definierten Pfade ordnungsgemäß abfragen können. Zur Verifikation der Funktionalität der APT-Quellen auf der D-Version dient der Befehl apt search tomcat. Wird das Paket in den lokalen Indexen gefunden, ist die Offline-Quelle einsatzbereit.
Auf Systemen der E-Version mit YUM-Verwaltung erfolgt die Überprüfung über die Befehlszeile mittels yum list | grep docker. Ein erfolgreicher Treffer signalisiert, dass die Paketdatenbanken aus den eingebundenen ISO-Pfaden korrekt erfasst wurden und die Pakete für Installationen im isolierten Netzwerk zur Verfügung stehen.
