UN-Blockchain: UNDP und Stellar senken Hilfskosten auf 2%
07.07.2026 - 07:30:50 | boerse-global.de
Visa, die UN und Finanzdienstleister setzen zunehmend auf stabile Kryptowährungen für grenzüberschreitende Transaktionen.
Die Nutzung von Stablecoins gewinnt rasant an Fahrt. Gleich mehrere Großprojekte zeigen: Aus kleinen Pilotversuchen wird ernsthafte Infrastruktur für Schwellenländer. Besonders im Fokus stehen dabei Überweisungen und humanitäre Hilfe.
Pilotprojekt für mobiles Bezahlen startet in der DR Kongo
Am 6. Juli 2026 gaben Visa, M-PESA Africa und Onafriq den Start eines Stablecoin-Pilotprojekts in der Demokratischen Republik Kongo bekannt. Die Initiative zielt auf grenzüberschreitende Mobile-Money-Abwicklungen ab – Stablecoins erledigen die Transaktionen dabei im Hintergrund.
Die Technik läuft über die Visa-Pay-Plattform, die bereits seit September 2025 in der DR Kongo aktiv ist. Laden Nutzer ihr M-Pesa-Guthaben über Visa Pay auf, erfolgt die Abwicklung nun per Stablecoin. Das spart Zeit und Kosten im Vergleich zu traditionellen Bankwegen. Godfrey Sullivan, Senior Vice President bei Visa, betonte: „Stablecoins können langjährige Hürden im grenzüberschreitenden Überweisungsverkehr beseitigen."
Der Pilot folgt auf einen deutlichen Anstieg der digitalen Währungsaktivitäten bei Visa. Im ersten Quartal 2026 erreichte das annualisierte Abwicklungsvolumen des Unternehmens rund sieben Milliarden Euro. Die DR Kongo dient als erster Testmarkt – das Ziel: verschiedene Mobile-Wallet-Systeme besser miteinander vernetzen.
UNO setzt auf Blockchain für humanitäre Hilfe
Die UN senkt mit Blockchain die Hilfskosten auf 2% – und gewährleistet 100% Mittelankunft selbst bei Infrastrukturausfällen. Dieser Leitfaden zeigt, wie auch Ihre Organisation von dieser Technologie profitiert. Jetzt kostenlosen Implementierungsleitfaden anfordern
Nach 16 Monaten Testphase hat das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) am 6. Juli einen Vertrag mit der Stellar Development Foundation unterzeichnet. Die Partnerschaft, verlängert bis 2027, soll Blockchain-basierte Zahlungen in der gesamten UN-Organisation standardisieren.
Der Schritt folgt auf erfolgreiche Pilotprojekte in mehreren Ländern, darunter Haiti, Syrien, Kenia, Guatemala und Gambia. Besonders eindrucksvoll: Im syrischen „Cash for Work"-Programm sanken die Verteilungskosten von zehn auf nur zwei Prozent. In Haiti bewies das System seine technische Widerstandsfähigkeit – es verarbeitete Zahlungen sogar während eines Mobilfunkausfalls weiter.
Die nächste Phase zielt darauf ab, von einzelnen Pilotprojekten zu einem dauerhaften Rahmen für humanitäre Hilfe zu gelangen. Das UNDP will über das Stellar-Netzwerk sicherstellen, dass 100 Prozent der vorgesehenen Mittel bei den Empfängern ankommen – selbst in Regionen mit instabiler Infrastruktur.
Bahrain und Afrika: Regulierte Stablecoin-Infrastruktur entsteht
Auch im Nahen Osten und in weiteren afrikanischen Märkten tut sich etwas. Am 6. Juli unterzeichnete AX Coin, eine Tochter von Solowin Holdings, eine Absichtserklärung mit der Bank of Bahrain and Kuwait.
Wussten Sie, dass das UNDP im syrischen Cash-for-Work-Programm die Verteilungskosten von 10% auf 2% senken konnte? In Haiti liefen Zahlungen sogar während eines Mobilfunkausfalls weiter. Erfahren Sie, wie Sie diese Resilienz für Ihre Programme nutzen. Resilienz-Report jetzt sichern
Die Partner wollen eine regulierte Stablecoin-Infrastruktur für institutionelle Zahlungen, Unternehmensfinanzen und grenzüberschreitende Abwicklungen entwickeln. AX Coin besitzt die erste Stablecoin-Emittentenlizenz der Zentralbank von Bahrain – beste Voraussetzungen, um die regionale Entwicklung voranzutreiben.
Parallel dazu ging das regulierte Zahlungsunternehmen Cedar Money eine Partnerschaft mit der Stablecoin-Plattform Noah ein. Ziel sind konforme Zahlungsflüsse zwischen Afrika und internationalen Märkten. Cedar übernimmt Identitätsprüfung und Anti-Geldwäsche-Maßnahmen, während Noah die Blockchain-Schiene für Auszahlungen und die Verwaltung von Euro- und Dollar-Konten bereitstellt.
