Umfrage: 40% der jungen KI-Nutzer bevorzugen Maschinen statt Familie
04.06.2026 - 06:10:16 | boerse-global.deDigitalisierung und Ehrenamt schieben den Trend an, dass wir unsere To-do-Listen lieber gemeinsam abarbeiten.
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KI protokolliert jetzt fürs Team
Der Anbieter Plaud hat Anfang Juni 2026 eine neue Team-Lösung vorgestellt. Sein Workspace erfasst und strukturiert Gespräche automatisch – direkt für Arbeitsgruppen. Ziel: weniger Dokumentationsaufwand, schnellerer Zugriff auf verwertbare Infos für die Aufgabenplanung. Die Plattform gibt es in verschiedenen Preismodellen, Frühanwender bekommen Rabatte.
Parallel dazu schießen spezialisierte Tools für bestimmte Zielgruppen aus dem Boden. Eine digitale Gründungs-Werkbank unterstützt angehende Unternehmer bei administrativen Hürden. Sie bietet Liquiditätsplanung, einen Behördenkompass und einen Fahrplan für die GmbH-Gründung. Komplexe organisatorische Hürden werden so in standardisierte, digitale Abläufe gegossen.
1.000 Helfer für die Bergbauern
Doch nicht alles lässt sich digitalisieren. In der Schweiz sucht man für die Zeit von Juni bis September 2026 rund 1.000 Freiwillige für Bergbauernhöfe. Rund 100 Familien haben bereits Bedarf angemeldet – ein Großteil der Helfer kommt aus Deutschland. Der Einsatz entlastet die Bauern und bietet den Freiwilligen einen Perspektivenwechsel.
Auch in den Städten wächst das Prinzip der geteilten Last. In Sindelfingen startete Ende 2025 die Quartiersarbeit Goldberg, die seit Frühjahr 2026 ein festes Büro hat. Gesucht werden Ehrenamtliche für Nachbarschaftshilfe und eine Lernwerkstatt. In Euskirchen besuchen Ehrenamtliche seit über zehn Jahren Alleinerziehende und Familien, um sie im Alltag zu entlasten.
Lieber mit der KI reden als mit Verwandten
Die soziale Komponente der Produktivität bekommt neue Facetten. Eine Umfrage der Pronova BKK unter rund 3.500 Teilnehmern zeigt: 40 Prozent der 18- bis 29-jährigen KI-Nutzer sprechen lieber mit einer Künstlichen Intelligenz als mit Verwandten. 70 Prozent dieser Altersgruppe sehen in der KI einen wertvollen Dialogpartner gegen Einsamkeit. Fast alle befragten Jungen nutzen KI bereits privat.
Doch es gibt auch das Gegenteil: analoge Formate zur Vernetzung. In Zürich und anderen Schweizer Städten gibt es Speedfriending-Events, die gezielt Freundschaften fördern – kein Dating. Und der Trend zur „Friendcation“, dem gemeinsamen Verreisen mit Freunden, wird von der Reisebranche aufgegriffen. Gemeinsame Planung und Durchführung bieten emotionale und finanzielle Vorteile.
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Wenn der Alltag zur Mammutaufgabe wird
Komplexe Lebenssituationen wie die Pflege von Angehörigen werden zunehmend durch Beratungsnetzwerke gestützt. Die Universität Jena bietet eine telefonische Beratung für pflegende Angehörige von Demenzkranken an. Rund 1,8 Millionen Betroffene in Deutschland und eine hohe Zahl an Neuerkrankungen machen den Pflegealltag zur massiven Herausforderung. Solche „Offenen Ohren“ begleiten diese Aufgabe strukturell.
Kommunale Zentren wie in Heidelberg starten Ende Juni Aktionswochen gegen Einsamkeit. Sie verknüpfen soziale Teilhabe mit Gesundheitsförderung. In der Schweiz gibt es Pilotprojekte, die Senioren durch gemeinsame Mahlzeiten aus der Isolation holen. Die Botschaft ist klar: Die persönliche To-do-Liste – ob Gesundheit, Haushalt oder Beruf – wird 2026 zur Gemeinschaftsaufgabe.
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