UM.Core: Unimedizin Mainz bündelt Daten aus mehr als 60 Einrichtungen
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 13:08 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Universitätsmedizin Mainz führt die digitale Datenplattform UM.Core ein. Wie aus Berichten vom 26. Oktober 2026 hervorgeht, führt das neue System medizinische Informationen aus verschiedenen IT-Systemen zentral zusammen und aktualisiert die Datensätze nahezu in Echtzeit.
Die Universitätsmedizin Mainz umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Einrichtungen, deren bisher verteilte Datenflüsse künftig über die neue einheitliche IT-Architektur gebündelt werden.
Schnellerer Zugriff und herstellerunabhängige Datenhoheit
Mit der Einführung von UM.Core verfolgt die Universitätsmedizin Mainz mehrere strategische und operative Ziele für den alltäglichen Versorgungsbetrieb.
Die Plattform soll dem ärztlichen Dienst sowie dem Pflegepersonal einen spürbar schnelleren Zugriff auf relevante Patientendaten ermöglichen und damit medizinische Entscheidungen im Behandlungsverlauf unterstützen. Neben einer Stärkung der Patientensicherheit zielt das Vorhaben darauf ab, eine bessere Vernetzung für die wissenschaftliche Forschung bereitzustellen.
Ein wesentlicher Aspekt des Konzepts besteht zudem in der Sicherung der Datenhoheit sowie der Unabhängigkeit von einzelnen Softwareherstellern. Prof. Dr. Ralf Kiesslich von der Universitätsmedizin Mainz bezeichnete UM.Core vor diesem Hintergrund als Pionier in Deutschland.
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Offene Standards und Ausfallsicherheit
Das System soll einen umfassenden 360-Grad-Echtzeit-Überblick über Behandlungsdaten gewährleisten. Gleichzeitig zielt die Universitätsmedizin Mainz darauf ab, das Risiko eines Vendor Lock-in zu reduzieren. Als zusätzlicher Sicherheitsfaktor dient die Plattform als Notfallkomponente, die im Falle eines Ausfalls von Primärsystemen die Datenverfügbarkeit aufrechterhalten soll.
Technologisch bildet ein sogenanntes Clinical Data Repository das Fundament der Infrastruktur. Dieser Datenspeicher strukturiert klinische Daten patientenzentriert und herstellerneutral unter Verwendung der Standards openEHR und FHIR.
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Zusammenarbeit mit spezialisierten IT-Partnern
Die Umsetzung der offenen klinischen Datenplattform erfolgt im Verbund mehrerer Partner. Die Universitätsmedizin Mainz und der IT-Dienstleister x-tention starten UM.Core gemeinsam mit den Unternehmen Better und Tieto Caretech.
Im Rahmen dieser Kooperation betreibt x-tention das Clinical Data Repository als Managed Service innerhalb einer zertifizierten Private Health Cloud. Das Unternehmen Better liefert dafür die Plattform, während Tieto Caretech die Lifecare Open Platform sowie SmartUI beisteuert. Die technische Systemintegration der verschiedenen Datenquellen erfolgt über MACH | Orchestra.
