UGREEN DXP4800 Pro: NAS-Speicher für 720 Euro schlägt monatliche Cloud-Gebühren
02.06.2026 - 04:11:09 | boerse-global.de
Dienstleister bringen KI-Funktionen, Hersteller leistungsstarke lokale Lösungen – und immer mehr Nutzer fragen sich: Wem vertraue ich meine Daten an?
Apples Dominanz bröckelt
Apple bietet mit iCloud+ nach wie vor eine beliebte Lösung: Die Preise reichen von einem Euro monatlich für 50 Gigabyte bis zu 60 Euro für 12 Terabyte. Doch Analysten und Tester verweisen zunehmend auf Alternativen, die günstiger, plattformunabhängiger oder datenschutzfreundlicher sind.
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Microsoft OneDrive etwa empfiehlt sich für alle, die mobil mit Windows-Geräten arbeiten. Das Angebot: 5 Gigabyte kostenlos, 100 Gigabyte für rund zwei Euro monatlich (20 Euro jährlich) und ein Terabyte für etwa zehn Euro (100 Euro im Jahr).
Google One lockt mit 15 Gigabyte Gratisspeicher und 100 Gigabyte für zwei Euro. Wer zwei Terabyte inklusive Gemini-KI-Funktionen möchte, zahlt zehn Euro pro Monat.
Für Vielspeicherer interessant: IDrive bietet fünf Terabyte für zwölf Euro monatlich. Spezialanbieter wie Mega (20 Gigabyte kostenlos) oder pCloud (500 Gigabyte einmalig 300 Euro) setzen auf alternative Modelle.
KI und neue Funktionen
Ein Trend zeichnet sich ab: Cloud-Dienste integrieren künstliche Intelligenz. Google Drive testet seit Anfang Juni eine Funktion, die Dateien automatisch in bestehende Ordnerstrukturen einsortiert – zunächst für Geschäftskunden und KI-Abonnenten.
Auch Telekommunikationsanbieter steigen ein: Globe Telecom auf den Philippinen bringt den Synchronoss Personal Cloud für über 54 Millionen Kunden. Das Paket umfasst KI-gestützte Fotoverbesserungen und eine Speicher-Optimierung für Mobilgeräte.
Die Hardware-Alternative
Wer monatliche Gebühren leid ist, schaut auf lokale Speicherlösungen. Der UGREEN DXP4800 Pro gilt aktuell als führendes NAS-Gerät (Netzwerkspeicher) mit vier Einschüben. Für rund 720 Euro bietet es einen Intel Core i3-Prozessor und 10-Gigabit-Ethernet – ideal für Medienbearbeitung. Einziger Wermutstropfen: Die hauseigene Software bleibt ausbaufähig.
Für unterwegs empfiehlt sich die Digiera Endura LPS2000M: Eine robuste externe SSD aus Carbonfaser, die direktes ProRes-Filmen ermöglicht. Mit IP65-Zertifizierung (staub- und wasserdicht), bis zu zwei Terabyte Kapazität und Schreibgeschwindigkeiten von 1800 Megabyte pro Sekunde ist sie eine echte Alternative zur Cloud.
Selbst gehostete KI: Der Datenschutz-Trend
Die Bewegung zur Datenhoheit gewinnt Fahrt. Ende Mai 2026 erschien Odysseus v1.0 – ein quelloffener, selbst gehosteter KI-Arbeitsplatz. Dokumente, E-Mails und Kalender bleiben lokal, verschiedene KI-Modelle lassen sich ohne Cloud-Anbindung nutzen. Eine direkte Antwort auf Dienste wie OpenAI oder Google.
Ähnlich gelagert ist das Tool Jan: Es speichert Chatverläufe und Konfigurationen in offenen Formaten statt in proprietären Cloud-Datenbanken. Die Devise: Dateien statt Apps.
Sicherheitswarnung: Phishing-Angriffe auf Cloud-Nutzer
Der Trend zu Cloud-Alternativen kommt nicht von ungefähr. Anfang Juni wurden Phishing-Angriffe auf Signal-Nutzer bekannt. Angreifer gaben sich als Support-Mitarbeiter aus und versuchten, 64-stellige Wiederherstellungsschlüssel zu ergaunern. Mit diesen lassen sich verschlüsselte Backups auf den Servern des Messengers entsperren.
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Sicherheitsexperten raten: Nutzen Sie Registrierungssperren und geben Sie Wiederherstellungsschlüssel niemals weiter. Die Warnung zeigt: Auch etablierte Dienste sind nicht immun gegen Angriffe – ein Grund mehr, über die eigene Speicherstrategie nachzudenken.
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