Ubtech U1-Serie: 13.000 Bestellungen am Verkaufstag
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Auf der Welt-KI-Konferenz in Shanghai präsentierte die Industrie beeindruckende Zahlen: Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden über 40.000 Einheiten gefertigt – doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr.
Produktionsrekord und Wettlauf mit den USA
Die Entwicklung ist atemberaubend: 2025 produzierte China rund 20.000 humanoide Roboter. In den ersten sechs Monaten 2026 wurde diese Marke bereits übertroffen. Branchenexperten rechnen bis Jahresende mit mehr als 100.000 Einheiten. Jiang Lei, Chefwissenschaftler am Nationalen Innovationszentrum für humanoide Robotik, sieht China als globalen Vorreiter bei der „verkörperten Intelligenz“ – unterstützt durch riesige Datensätze und spezialisierte Trainingsumgebungen.
Der Wettbewerb um die fortschrittlichsten Roboter spitzt sich zu. Peng Zhihui, Technikchef von AgiBot, betont: „Nur China und die USA verfügen derzeit über die volle Technologiepalette, um auf höchstem Niveau mitzuhalten.“ AgiBots Auslandsgeschäft macht bereits über 30 Prozent des Umsatzes aus – ein klares Signal für die globale Expansionsstrategie.
Massenproduktion startet: Der U1-Roboter von Ubtech
Ein Meilenstein gelang am 18. Juli 2026: Ubtech brachte die Uworld U1-Serie auf den Markt – als erster Hersteller weltweit mit einem vollwertigen, massenproduzierten Begleitroboter in Originalgröße. Die Serie umfasst die Varianten Lite, Pro und Ultra. Die Maschinen verfügen über 88 Servogelenke und können durch eine Silikonhaut 300 verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen.
Der Markt reagierte begeistert: Am ersten Verkaufstag gingen über 13.000 Bestellungen ein. Hauptabnehmer sind staatliche Beschaffungsstellen und Ausstellungshallen. Die Preise liegen zwischen umgerechnet rund 17.700 und 145.700 Euro – die Akkulaufzeit beträgt zwei bis vier Stunden.
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Roboter in der Logistik: JD und Zhiyuan kooperieren
Die Konferenz zeigte auch, wie humanoide Roboter in echte Arbeitsumgebungen integriert werden. Am 18. Juli 2026 stellten JD Logistics und Zhiyuan Robotics den Spirit G2 Max vor – einen Schwerlastroboter für Lagerhäuser. Das Modell ist für den 24-Stunden-Dauerbetrieb ausgelegt und verfügt über eine Zwei-Arm-Schwerlaststeuerung. JD Logistics plant, in den nächsten fünf Jahren über eine Million Roboter, autonome Fahrzeuge und Drohnen einzusetzen, um seine Liefer- und Lagerinfrastruktur zu modernisieren.
Im Dienstleistungssektor präsentierte KEENON Robotics seine XMAN-R1-Modelle. Diese Maschinen sind bereits bei internationalen Marken wie Hilton, BMW und Lego im Einsatz – für Aufgaben wie Wäschetransport und Service in der Gastronomie. KEENON hatte bis Ende 2025 weltweit über 100.000 Serviceroboter ausgeliefert und betont den Wandel hin zu praktischen, gewinnbringenden Einsätzen.
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Rechenpower und KI-Ökosysteme
Die Technologie hinter den Robotern ist ebenso beeindruckend wie die Maschinen selbst. Über 1.100 Unternehmen zeigten auf der WAIC mehr als 4.500 Produkte. Zu den Highlights wurden:
- Huawei Atlas 950 SuperPod: Ein massiver Rechencluster mit 8.192 KI-Chips für das Training der nächsten Generation von Robotermodellen.
- Moonshot AI Kimi K3: Ein neues Sprachmodell mit 2,8 Billionen Parametern, das die Interaktionsfähigkeiten von Robotern verbessern soll.
- Unitree GD01: Ein verwandelbarer Roboter, drei Meter groß und 500 Kilogramm schwer – Preis: umgerechnet rund 510.000 Euro.
- Das Robotics Cheechee X1: Ein spezialisiertes KI-Pferd für schwere Lasten, das bis zu 40 km/h schnell ist.
Jiang Lei vom Nationalen Innovationszentrum sieht die Branche auf dem Weg zu standardisierten Open-Source-Ansätzen, um die Verbreitung zu beschleunigen. Die internationale Zusammenarbeit wächst – aufbauend auf dem 2025 eröffneten China-ASEAN-KI-Kooperationszentrum. Chinesische Unternehmen verstärken derzeit ihre Präsenz in Malaysia, Thailand und Südkorea.
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