Uber-Betrug, Kandidatin

Uber-Betrug: Kandidatin kassiert MacBook und verschwindet

02.06.2026 - 11:40:08 | boerse-global.de

Ein aufwändiger Identitätsbetrug bei Uber zeigt Sicherheitslücken im Remote-Recruiting auf. Die Täterin verschwand nach Erhalt eines MacBooks spurlos.

Uber-Betrug: Kandidatin kassiert MacBook und verschwindet - Bild: über boerse-global.de
Uber-Betrug: Kandidatin kassiert MacBook und verschwindet - Bild: über boerse-global.de

Eine vermeintliche Neueinstellung tauchte am ersten Arbeitstag nicht auf – und hatte zuvor ein Firmen-Notebook im Wert von mehreren tausend Euro kassiert.

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Perfektes Verbrechen oder organisierter Betrug?

Raghu Tenneti, leitender Recruiter bei Ubers Niederlassung in Hyderabad, schilderte den Fall auf LinkedIn. Die Kandidatin durchlief erfolgreich den gesamten Bewerbungsprozess. Nach der Zusage schickte Uber ein MacBook an die angegebene Adresse. Doch am vereinbarten Starttermin blieb die Neue leer. Der Anschluss war tot, das LinkedIn-Profil gelöscht. „Sie hat ihre gesamte digitale Identität ausgelöscht – direkt nach Erhalt der Hardware“, so Tenneti.

Die Spur führt ins Leere

Die interne Untersuchung förderte Erstaunliches zutage: Das Paket wurde an ein unbebautes Grundstück hinter einer verlassenen Immobilie geliefert. Die IT-Abteilung ortete das Gerät zwar, stellte aber fest, dass es bereits auf Werkseinstellungen zurückgesetzt worden war. Zudem lief der Laptop über einen verschlüsselten Proxy – eine Rückverfolgung wurde so unmöglich. Tenneti spricht von einer „inszenierten Aktion mit gefälschter Identität“.

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Konsequenzen für die Einstellungspraxis

Der Vorfall zwingt Uber zum Umdenken. Tenneti kündigte an, künftig vor dem Versand teurer Hardware eine physische Überprüfung des Kandidaten zu verlangen. „Wir werden einen Schritt in die Checkliste aufnehmen, der bestätigt, dass die Person an einem überprüfbaren Ort existiert“, erklärte er.

Der Fall offenbart eine grundlegende Schwachstelle im Remote-Recruiting: Ohne strenge Identitätsprüfung können Betrüger den gesamten Prozess kapern. Die Geschwindigkeit, mit der die Täterin alle Spuren verwischte, lässt auf professionelles Vorgehen schließen. Für andere Unternehmen mit Homeoffice-Modellen dürfte der Fall als Warnung dienen.

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