Ube-Trend, Lila

Ube-Trend: Lila Yamswurzel fördert Gedächtnis und Aufmerksamkeit

06.06.2026 - 10:09:44 | boerse-global.de

Violette Süßkartoffeln enthalten laut Studie mehr Antioxidantien, weiße liefern komplexe Stärke. Die Wahl hängt vom Gesundheitsziel ab.

Süßkartoffel-Farben: Violette Sorten mit mehr Antioxidantien
Ube-Trend - Ein Stillleben mit verschiedenen Süßkartoffelsorten: weiße, violette und lila Ube-Yamswurzeln, auf einer Holzoberfläche. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Weiße und violette Sorten unterscheiden sich deutlich in ihrer Wirkstoffzusammensetzung. Eine Studie in „Food and Nutrition Research“ zeigt: Violette Süßkartoffeln enthalten deutlich mehr Antioxidantien. Verantwortlich sind Anthocyane – sie färben die Knolle nicht nur lila, sondern stärken auch die Gefäßwände und können den Blutdruck regulieren.

Weiße Süßkartoffeln punkten dagegen mit komplexer Stärke und Ballaststoffen. Dazu liefern sie Vitamin C, Mangan und Kalium. Die Wahl der Sorte hängt also vom Gesundheitsziel ab: Antioxidantienschutz oder Energieversorgung.

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Lila Yamswurzel: Trendgetränk mit Hirn-Boost

Die lila Yamswurzel (Ube) ist eng mit der violetten Süßkartoffel verwandt. Pro 100 Gramm liefert sie rund 120 Kalorien, 27 Gramm Kohlenhydrate und 4 Gramm Ballaststoffe – bei kaum Fett.

Die Forschung schaut besonders auf die Gehirngesundheit. Eine Metaanalyse von 2025 deutet darauf hin, dass Ube die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis fördern kann. Zudem unterstützt die resistente Stärke die Darmgesundheit und wirkt positiv auf Blutzucker und Herz-Kreislauf-System.

Kein Wunder also, dass „Purple Drinks“ im Sommer 2026 boomen. Die Wurzel landet unter anderem in lila Milchgetränken.

Anbau in Mitteleuropa: Robust trotz Hagel

Spezielle Züchtungen machen den Anbau auch in gemäßigten Klimazonen möglich. Die Lubera AG entwickelt seit rund zehn Jahren Sorten für Mitteleuropa. Die Pflanzen sind widerstandsfähig gegen wechselhaftes Wetter.

Ein Beispiel: Trotz schwerer Hagelschläge im Juli 2024 lagen die Ertragseinbußen bei nur etwa zehn Prozent. Die Vermehrung über Stecklinge (Slips) erreicht Erfolgsquoten von fast 100 Prozent. Und anders als herkömmliche Kartoffeln lassen sich Süßkartoffeln gut lagern – bei konstanten 16 bis 18 Grad.

Zubereitung entscheidet: Dämpfen statt frittieren

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Die Art der Zubereitung bestimmt, wie viele Nährstoffe erhalten bleiben. Ernährungsexperten empfehlen Dämpfen oder Kochen statt Frittieren. Auch die Wirkung auf den Stoffwechsel hängt von der Garform ab.

Süßkartoffeln enthalten resistente Stärke. Sie wirkt wie Ballaststoffe und verzögert die Glukoseaufnahme. Das ist relevant für die Prävention von Stoffwechselstörungen. Komplexe Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index senken das Risiko für Typ-2-Diabetes.

Aktuelle Schätzungen zeigen die Dringlichkeit: In der Schweiz leiden fünf bis sechs Prozent der Erwachsenen an Diabetes, bis zu 15 Prozent zeigen Anzeichen von Prädiabetes. Nährstoffreiches Wurzelgemüse auf dem Speiseplan gilt daher als präventive Maßnahme.

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