TWINLOOT: Neue Malware nutzt Microsoft Teams und SharePoint
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 08:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsforscher des Unternehmens Ontinue haben eine neue Schadsoftware namens TWINLOOT entdeckt, die sich vollständig innerhalb der Microsoft-Kollaborationsplattformen SharePoint und Teams bewegt. Die Malware nutzt die beiden weitverbreiteten Business-Anwendungen sowohl als Kommunikations- als auch als Steuerungskanäle und operiert damit komplett innerhalb legitimer Microsoft-Infrastruktur.
Python-basierte Schadsoftware ohne eigene Infrastruktur
Laut den Erkenntnissen von Ontinue ist TWINLOOT in der Programmiersprache Python geschrieben. Besonders bemerkenswert ist der Ansatz der Angreifer: Statt eigene Server oder externe Domains für die Steuerung der Malware zu betreiben, verlassen sie sich vollständig auf SharePoint und Teams als Operationsbasis.
Dieser Umstand erschwert die Erkennung erheblich, da der Datenverkehr innerhalb bekannter und in Unternehmensnetzwerken üblicherweise vertrauenswürdiger Microsoft-Dienste stattfindet.
Legitime Infrastruktur als Deckmantel
Die Entscheidung, ausschließlich auf Microsoft-eigene Collaboration-Tools zu setzen, folgt einem Muster, das Sicherheitsforscher zunehmend bei Angreifern beobachten: Anstatt auffällige, eigens registrierte Infrastruktur aufzubauen, die von Sicherheitslösungen leichter blockiert werden kann, missbrauchen Akteure Dienste, die in Unternehmen ohnehin im Dauerbetrieb laufen.
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SharePoint und Teams gehören in vielen Organisationen zur Kerninfrastruktur der täglichen Zusammenarbeit, wodurch verdächtige Aktivitäten leichter im normalen Datenverkehr untergehen können.
Ontinue hat die Entdeckung von TWINLOOT bekanntgemacht, ohne bislang detaillierte Angaben zu betroffenen Branchen, der Verbreitungsmethode im Einzelnen oder dem Ausmaß bereits erfolgter Angriffe zu veröffentlichen.
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Die Kernaussage der Sicherheitsforscher konzentriert sich auf die technische Funktionsweise: eine vollständig in Python umgesetzte Malware, die sich Microsofts eigene Plattformen zunutze macht, um Kommunikation und Steuerung zu realisieren.
Die Entdeckung reiht sich in eine wachsende Zahl von Berichten über Angreifer ein, die etablierte Cloud- und Kollaborationsdienste als Werkzeug für ihre Operationen einsetzen.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass klassische Abwehrmechanismen, die vor allem auf die Erkennung unbekannter oder verdächtiger externer Infrastruktur ausgelegt sind, bei derartigen Angriffen an ihre Grenzen stoßen können, wenn der schädliche Datenverkehr über vertraute Microsoft-Dienste läuft.
