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Turner Construction: Datenleck betrifft 6.098 Kalifornier

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 20:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zwei US-Firmen melden Cybervorfälle: Bei Turner Construction wurden Sozialversicherungsnummern entwendet, See's Candies erlitt eine Ransomware-Attacke.

Turner Construction und See's Candies: Datenlecks legen sensible Kundendaten offen
Ein dunkler Serverraum mit leuchtenden Kontrollleuchten an den Hardware-Racks in einem modernen Bürogebäude. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das US-Bauunternehmen Turner Construction hat einen schwerwiegenden Vorfall im Bereich der Cybersicherheit gemeldet. Wie aus offiziellen Unterlagen hervorgeht, verschafften sich Unbefugte Zugriff auf sensible Daten von Tausenden Personen. Neben Turner Construction ist mit See’s Candies ein weiteres namhaftes Unternehmen von einem Datenleck betroffen, das ebenfalls in den letzten Tagen den zuständigen Behörden gemeldet wurde.

Unbefugter Zugriff bei Turner Construction bestätigt

Turner Construction informierte am 18. August 2026 die kalifornische Generalstaatsanwaltschaft über einen Sicherheitsvorfall, bei dem unbefugte Dritte in die Systeme des Unternehmens eingedrungen waren.

Nach internen Untersuchungen fand der Zugriff in einem Zeitraum vom 2. Juli bis zum 15. Juli 2026 statt. Das Unternehmen bestätigte das Ausmaß des Vorfalls am 27. Juli 2026, nachdem Analysen die Kompromittierung personenbezogener Daten belegt hatten.

Betroffen sind nach aktuellem Kenntnisstand 6.098 Einwohner des Bundesstaates Kalifornien. Die offengelegten Informationen sind von hoher Sensibilität und umfassen unter anderem Sozialversicherungsnummern, Bankdaten, Geburtsdaten sowie Privatadressen und Passnummern.

Während das Unternehmen den Vorfall aufarbeitete, meldete sich eine Gruppierung unter dem Namen „Payouts King“ zu Wort. Die Angreifer behaupten, insgesamt eine Datenmenge von 27,2 Terabyte gestohlen zu haben.

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Als Reaktion auf den Vorfall bietet Turner Construction den betroffenen Personen einen kostenlosen Identitätsschutz über den Dienstleister IDShield an. Dieser Schutz wird für einen Zeitraum von fünf Jahren gewährt.

Betroffene haben laut Unternehmensangaben bis zum 18. November 2026 Zeit, sich für dieses Programm anzumelden. Unterdessen haben juristische Vorermittlungen begonnen; eine spezialisierte Plattform für Sammelklagen prüft derzeit die Einleitung rechtlicher Schritte gegen das Bauunternehmen.

Ransomware-Angriff auf See’s Candies

Parallel dazu wurde ein weiterer Datenschutzverstoß bei dem Süßwarenhersteller See’s Candies bekannt. Das Unternehmen erstattete am 13. August 2026 Meldung bei der kalifornischen Staatsanwaltschaft. In diesem Fall handelte es sich um eine Ransomware-Attacke, die sich bereits im Frühjahr zwischen dem 11. April und dem 13. April 2026 ereignete. Die Entdeckung des Angriffs erfolgte laut Firmenangaben am 12. April 2026.

Hinter dem Angriff steht den Berichten zufolge die Ransomware-Gruppe „Qilin“, welche die Verantwortung für die Infiltration übernommen hat. Dabei wurden Namen sowie weitere persönliche Daten von Kunden entwendet. See’s Candies reagierte auf den Vorfall mit dem Angebot einer kostenlosen Kreditüberwachung für die Dauer von zwölf Monaten, die über den Dienstleister Experian abgewickelt wird.

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Zunahme von Meldungen bei Aufsichtsbehörden

Die zeitnahen Meldungen beider Unternehmen an die kalifornischen Behörden unterstreichen die strengen Berichtspflichten bei Datenschutzverletzungen. Insbesondere die Kombination aus Diebstahl klassischer Identitätsmerkmale wie Sozialversicherungsnummern bei Turner Construction und Ransomware-Erpressungen wie bei See’s Candies verdeutlicht die anhaltende Bedrohungslage für Unternehmen verschiedener Branchen.

Experten raten betroffenen Verbrauchern grundsätzlich dazu, Angebote zur Kreditüberwachung und zum Identitätsschutz wahrzunehmen, um potenziellem Missbrauch der entwendeten Informationen vorzubeugen. Die kommenden Monate werden zeigen, inwieweit die betroffenen Firmen mit weiteren rechtlichen Konsequenzen oder Schadensersatzforderungen konfrontiert werden.

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