TSMC steigert Quartalsgewinn auf 21 Milliarden Euro
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 11:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWSTSMC baut Produktion für KI-Aufträge aus
- TSMC erzielte im dritten Quartal einen Gewinn von gut 763 Milliarden Taiwan-Dollar.
- Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 51 Prozent auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar.
- Für das vierte Quartal erwartet der Konzern bis zu 54,3 Milliarden US-Dollar Umsatz.
- TSMC baut oder erneuert derzeit gleichzeitig 20 Fabriken.
TSMC steigert Gewinn auf gut 763 Milliarden Taiwan-Dollar
Der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC hat im dritten Quartal einen weiteren Gewinnrekord aufgestellt und mehr verdient als von Experten erwartet. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um über zwei Drittel auf gut 763 Milliarden Taiwan-Dollar, umgerechnet etwa 21 Milliarden Euro.
KI-Rechenzentren treiben das Geschäft
Der Konzern teilte mit, dass vor allem der Schwung bei den Aufträgen für KI-Rechenzentren das Ergebnis angetrieben habe. Der Umsatz kletterte im Dreimonatszeitraum um 51 Prozent auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar.
TSMC fertigt unter anderem Chips für Nvidia, AMD und Apple. Damit ist der Konzern ein zentraler Auftragsfertiger für Unternehmen, die Prozessoren für Künstliche Intelligenz und andere digitale Anwendungen entwickeln.
Ausblick übertrifft die Erwartungen
Für das laufende vierte Quartal peilt TSMC eine Bruttomarge von 65 bis 67 Prozent an. Im dritten Quartal lag der Anteil des Umsatzes, der nach Abzug der Herstellungskosten als Bruttogewinn verblieb, bei 66,4 Prozent.
Beim Umsatz erwartet das Unternehmen 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar, umgerechnet bis zu 48,6 Milliarden Euro. Damit nimmt sich TSMC etwas mehr vor als von Fachleuten erwartet.
Milliarden für neue Fabriken
Der Konzern profitiert vom Ausbau der KI-Rechenzentren vor allem in den USA. Um die Nachfrage zu bedienen, will TSMC in diesem Jahr bis zu 64 Milliarden US-Dollar in neue Anlagen investieren.
Derzeit arbeitet das Unternehmen am Bau oder an der Erneuerung von 20 Fabriken gleichzeitig. Der Kapazitätsausbau soll die Grundlage für weiteres Wachstum schaffen, erhöht aber auch den finanziellen Aufwand des Konzerns.
Der Rekordgewinn von TSMC fällt in eine Phase, in der die gesamte Halbleiter-Wertschöpfungskette von hohen KI-Investitionen profitiert. Rechenzentrumsbetreiber und Technologiekonzerne benötigen besonders leistungsfähige Prozessoren, deren Fertigung auf hochmoderne Anlagen und knappe Produktionskapazitäten angewiesen ist.
TSMC nimmt dabei eine zentrale Position ein, weil der Konzern Chips für mehrere führende Technologieunternehmen fertigt. Der Ausbau der Kapazitäten soll die Nachfrage bedienen, bindet aber zugleich erhebliche Summen und erhöht die Abhängigkeit vom weiteren Wachstum der KI-Infrastruktur.
Kapazitäten und Risiken
Ein wichtiger Zulieferer der Branche meldete am 14. Oktober ebenfalls stark steigende Geschäfte und eine Nachfrage, die das geplante Angebot für die Jahre 2027 und 2028 übersteigen könnte. Das stützt die Einschätzung, dass der Investitionszyklus noch anhält.
Gleichzeitig schwankten Chipaktien zuletzt deutlich. An den Märkten gibt es Zweifel, ob die hohen Ausgaben für KI-Rechenzentren dauerhaft ausreichende Erträge bringen. Für TSMC wird deshalb neben dem Quartalsgewinn vor allem entscheidend sein, ob die angekündigten Investitionen tatsächlich in langfristig ausgelastete Fabriken und stabile Aufträge münden.
