TSMC, Chippreise

TSMC erhöht Chippreise ab 2027: Apple, Nvidia zahlen bis zu zehn Prozent mehr

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 19:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

TSMC erhöht Halbleiterpreise um bis zu zehn Prozent ab 2027. Apple, Nvidia und AMD sind betroffen, die iPhone-Kosten könnten steigen.

TSMC-Preiserhöhung: Apple, Nvidia und Co. zahlen drauf
Nahaufnahme eines Siliziumwafers in einem Reinraum der Halbleiterfertigung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der taiwanesische Chip-Riese TSMC hat die Verhandlungen über Preiserhöhungen abgeschlossen – und die dürften teuer werden. Ab 2027 sollen die Halbleiterpreise um bis zu zehn Prozent steigen. Besonders betroffen: Apple, Nvidia, AMD und Qualcomm.

Milliarden-Investitionen treiben die Kosten

Die Preisanpassungen betreffen sämtliche Fertigungsprozesse. Branchenkreisen zufolge plant TSMC eine Erhöhung der Basispreise um fünf bis zehn Prozent. Als Gründe nennt der Konzern gestiegene Kosten für Anlagen, Arbeitskräfte und Materialien – sowie den massiven Ausbau globaler Fabriken. Allein in Arizona investiert TSMC rund 100 Milliarden US-Dollar in neue Standorte.

Doch damit nicht genug: Kunden, die ihre ursprünglichen Bestellmengen überschreiten, müssen mit Aufschlägen von zehn bis 15 Prozent rechnen. Für bestimmte Produktionsläufe könnten die Gesamtkosten so um bis zu 25 Prozent steigen. Apples Kostenbasis soll sich um etwa fünf Prozent erhöhen – der iPhone-Hersteller bleibt aber bevorzugter Partner für die kommende 2-Nanometer-Fertigung.

iPhone 18: Wird das Smartphone zur Luxusware?

Die steigenden Komponentenpreise dürften Apples Hardware-Pläne durcheinanderbringen. Während iPhone 18 Pro und Pro Max wie erwartet im September 2026 auf den Markt kommen sollen, könnte das Standardmodell erst im Frühjahr 2027 erscheinen.

Die Materialkosten für das iPhone 18 Pro Max könnten laut Analysten auf knapp 1.000 US-Dollar klettern – ein Anstieg von rund 300 Dollar im Vergleich zu früheren Generationen. In Indien soll der Einstiegspreis für das iPhone 18 Pro zwischen umgerechnet rund 1.500 und 1.600 Euro liegen, ein deutlicher Sprung nach oben.

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Was treibt die Kosten? Gleich mehrere Faktoren:

  • Neue Chip-Generation: Der 2-Nanometer-A20-Pro-Prozessor
  • Mehr Arbeitsspeicher: 12 Gigabyte RAM für künftige KI-Funktionen
  • Bessere Kamera: Variable Blende und verbesserte Displays
  • Schlankeres Design: Die Dynamic Island soll um 35 Prozent schrumpfen
  • Neue Farben: Dark Cherry, Light Blue, Silver und Dark Gray stehen zur Debatte

Auch die Dienste werden teurer

Der Preisdruck beschränkt sich nicht auf die Hardware. Apple hat bereits die Abo-Preise für mehrere Dienste angehoben. Apple Music kostet nun 11,99 Dollar im Monat, die Familien- und Premium-Tarife von Apple One liegen zwei Dollar höher. Auch iCloud+ wurde in mehreren Ländern teurer.

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Bereits im Juni 2026 stiegen die iPhone-Preise in Japan um bis zu elf Prozent. Zwar könnten bestehende Lagerbestände dank vorbestellter Komponenten noch von den alten Preisen profitieren – doch die nächste Hardware-Generation wird die höheren Halbleiterkosten voll zu spüren bekommen.

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