Trump-Smartphone, HTC-Klon

Trump-Smartphone T1: iFixit enthüllt HTC-Klon für 499 Dollar

14.06.2026 - 15:02:55 | boerse-global.de

Das Trump-Smartphone T1 entpuppt sich als baugleicher Klon des HTC U24 Pro. Experten kritisieren schwache Ladeleistung und mangelnde Reparierbarkeit.

Trump-Smartphone T1: Technischer Klon eines HTC-Modells
Trump-Smartphone - Ein goldenes Smartphone mit einer stilisierten US-Flagge auf der Rückseite, gehalten von einer Hand, im Vergleich zu einem generischen Smartphone. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das als „Proudly American“ beworbene Trump-Smartphone T1 entpuppt sich als technischer Klon eines HTC-Modells aus dem Jahr 2024. Das belegen aktuelle Untersuchungen des Reparaturportals iFixit.

Röntgenaufnahmen und Teardowns zeigen: Das für 499 US-Dollar angebotene Gerät nutzt dieselbe Hauptplatine und das identische Samsung-OLED-Display wie das HTC U24 Pro. Die Komponenten sind weitgehend austauschbar.

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Akku größer, Ladeleistung halbiert

Trotz der Baugleichheit gibt es einige Anpassungen. Der Akku des T1 hat 19,35 Wattstunden – etwas mehr als das HTC-Original mit 17,23 Wattstunden. Allerdings fällt die Ladeleistung zurück: Statt 60 Watt schafft das Trump-Gerät nur 30 Watt.

Äußerlich unterscheidet sich das gold lackierte T1 durch eine veränderte Kamerablitz-Position und ein anderes Lautsprechergitter. Ein kurioses Detail: Die auf der Rückseite abgebildete US-Flagge hat nur 11 statt der korrekten 13 Streifen.

Die Reparierbarkeit bewerteten die Experten mit mageren 3 von 10 Punkten.

„Proudly American“ – aber nicht „Made in USA“

Obwohl der Slogan „Proudly American“ und der Hinweis „Proudly Assembled in the USA“ auf der Verpackung prangen, erfüllt das Gerät nicht die strengen FTC-Kriterien für das Siegel „Made in America“. Die Kernkomponenten stammen aus internationaler Produktion.

Auch bei der Software-Unterstützung gibt es Fragezeichen. Das zugrundeliegende HTC-Modell bekam nur zwei Jahre Update-Zusage. In der EU gelten inzwischen fünf Jahre als Standard.

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Mutterkonzern in der Krise

Die Enthüllungen kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Trump Media (DJT) steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Nach der angekündigten Fusion mit dem Fusionsenergie-Unternehmen Tae Technologies stieg die Skepsis am Markt – die Leerverkäufe legten um 30 Prozent zu.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im dritten Quartal 2025 machte Trump Media bei einem Umsatz von knapp 972.000 Dollar einen Nettoverlust von 55 Millionen Dollar. Die Aktie fiel von rund 40 Dollar auf zuletzt 14,3 Dollar.

Das T1 gilt daher als günstiges Lizenzprodukt, das auf vorhandene Technik setzt – ohne eigene Entwicklung.

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