Trickdiebstahl-Welle in Freiburg: Polizei warnt vor falschen Handwerkern
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 14:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Polizeipräsidium Freiburg warnt aktuell vor einer Zunahme von Trickdiebstählen im Stadtgebiet und der näheren Umgebung. Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden verschaffen sich Unbefugte derzeit verstärkt unter falschen Vorwänden Zutritt zu privaten Wohnungen. Dabei geben sich die Täter als Handwerker oder Ableser aus, die angeblich die Funktionsfähigkeit von Wasseruhren oder Stromzählern überprüfen müssen.
In den vergangenen Tagen registrierte die Polizei eine Häufung dieser Vorfälle im Bereich Freiburg. Die Beamten weisen darauf hin, dass die Täter gezielt versuchen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen, um in deren Räumlichkeiten zu gelangen. Sobald sie sich in der Wohnung befinden, nutzen sie kurze Momente der Unaufmerksamkeit aus, um Wertsachen und Bargeld zu entwenden.
Senioren besonders im Fokus der Täter
Die polizeilichen Meldungen verdeutlichen, dass vor allem ältere Menschen zur Zielgruppe dieser kriminellen Maschen gehören. Die Betrüger setzen oft auf Überrumpelungstaktiken an der Haustür.
Durch ein professionelles Auftreten und die Behauptung einer dringenden technischen Prüfung – etwa im Auftrag eines Energieversorgers oder der Hausverwaltung – wird die natürliche Skepsis der Opfer oft umgangen. Das Polizeipräsidium betont in diesem Zusammenhang, dass echte Dienstleister oder Versorgungsunternehmen Termine für Ablesungen oder Wartungen in der Regel vorab ankündigen.
Prävention: So schützen sich Bewohner vor Trickdiebstahl
Um die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen und Diebstähle zu verhindern, hat das Polizeipräsidium Freiburg einen Katalog an Verhaltensregeln veröffentlicht. Ein zentraler Punkt ist dabei die konsequente Prüfung der Identität von Personen, die unangekündigt an der Wohnungstür erscheinen.
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Die Experten raten dazu, Unbekannte grundsätzlich nicht sofort in die Wohnung einzulassen. Stattdessen sollte von Besuchern verlangt werden, einen Dienstausweis vorzuzeigen. Die bloße Behauptung, im Auftrag einer Behörde oder eines Unternehmens zu handeln, reiche als Legitimation nicht aus.
Im Zweifelsfall wird empfohlen, bei der entsprechenden Firma oder Behörde anzurufen, um den Auftrag zu verifizieren. Dabei sollten Bewohner jedoch keine Telefonnummern nutzen, die ihnen von den vermeintlichen Handwerkern direkt gereicht werden, sondern eigenständig nach der offiziellen Nummer suchen.
Zudem empfiehlt die Polizei, die Wohnungstür stets nur gesichert zu öffnen – beispielsweise durch die Nutzung einer Türkette oder eines Querriegels. Dies ermöglicht es, mit Personen zu kommunizieren, ohne ihnen direkten Zugang zu gewähren.
Verhalten bei Anwesenheit von Fremden in der Wohnung
Sollten Personen bereits die Wohnung betreten haben, rät das Polizeipräsidium dringend dazu, diese niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Trickdiebe arbeiten oft in Teams, wobei eine Person das Opfer in ein Gespräch verwickelt oder in einen anderen Raum lockt (etwa ins Badezimmer zum Aufdrehen eines Wasserhahns), während ein Komplize unbemerkt die Schränke nach Wertsachen durchsucht.
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Ein weiterer wichtiger Aspekt der Prävention ist die Sicherung von Wertsachen. Bargeld, Schmuck oder wichtige Dokumente sollten nicht offen in der Wohnung liegen, sondern an einem sicheren Ort verwahrt werden.
Die Polizei Freiburg fordert Bürgerinnen und Bürger dazu auf, bei Verdachtsmomenten oder ungewöhnlichen Beobachtungen umgehend den Notruf unter der Nummer 110 zu wählen. Nur durch eine zeitnahe Meldung können die Beamten vor Ort intervenieren und mögliche Täter festsetzen. Auch Nachbarn werden gebeten, gegenseitig aufeinander achtzugeben und bei verdächtigen Personen im Hausflur oder auf dem Grundstück aufmerksam zu sein.
