Trickdiebstahl-Serie in Ludwigshafen: Vier Überfälle an einem Tag
28.05.2026 - 22:41:25 | boerse-global.deAllein am Mittwoch registrierten die Ermittler vier Taten – die Täterin erbeutete hochwertigen Goldschmuck.
Zwischen 10:15 und 18:30 Uhr schlug die unbekannte Frau in Bobenheim-Roxheim, Ludwigshafen, Speyer und Dannstadt-Schauernheim zu. Ihre Masche: Sie sprach Passanten unter einem Vorwand an, etwa um nach dem Weg zu fragen, und legte ihnen ungefragt Modeschmuck um den Hals. Während der Ablenkung öffnete sie unbemerkt die echten Goldketten der Opfer und stahl sie.
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88-Jährige in Bobenheim-Roxheim bestohlen
Besonders dreist ging die Täterin in der Wormser Landstraße vor. Dort entwendete sie einer 88-jährigen Frau die Goldkette. Die Polizei beschreibt die Verdächtige als etwa 30 bis 40 Jahre alt, klein, mit dunklen, mittellangen Haaren. Bei zwei Taten fielen zudem Goldzähne auf.
Die Ermittler gehen von Komplizen aus. Grund: Nach den Taten wurden zwei unterschiedliche Fluchtfahrzeuge beobachtet – ein dunkler Kombi (Mercedes oder Audi) und ein blauer Kleinwagen.
Taschendiebe im Einzelhandel aktiv
Parallel zu den Trickdiebstählen auf der Straße gab es weitere Delikte in Geschäften. Am Nachmittag des 27. Mai stahlen Unbekannte einer Kundin in der Ludwigstraße in Ludwigshafen den Geldbeutel aus dem geöffneten Rucksack.
Am Vormittag des 28. Mai versuchte eine Täterin in einem Bekleidungsgeschäft in der Gilgenstraße in Speyer, in eine Handtasche zu greifen. Als die Kundin die Tat bemerkte, flüchtete die Verdächtige.
Die Kriminalpolizei Ludwigshafen sowie die Inspektionen in Frankenthal und Speyer ermitteln. Zeugen mit Hinweisen zu den Personen oder Fahrzeugen sollen sich melden.
Steuerliche Folgen: Verluste oft nicht absetzbar
Betroffene sollten wissen: Trickdiebstähle lassen sich meist nicht steuerlich geltend machen. Das Finanzgericht Münster entschied in einem vergleichbaren Fall, dass solche Verluste nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden. Begründung: Die Verluste seien nicht zwangsläufig entstanden, es hätten zumutbare Handlungsalternativen bestanden. Die Revision wurde zugelassen.
Digitale Betrugsmaschen nehmen zu
Neben physischen Diebstählen warnen Experten vor zunehmenden Betrugsversuchen im Netz. Kriminelle nutzen gefälschte Bezahl-Apps oder manipulierte Links auf Second-Hand-Plattformen. Oft werden kleine Beträge zwischen 30 und 50 Euro abgebucht – die Opfer bemerken den Schaden erst Wochen später.
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Die Sicherheitsbehörden raten: Bei Zeitdruck durch Unbekannte misstrauisch werden. Im Verdachtsfall hilft der Sperr-Notruf 116 116.
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