Tiangai 300: Iluvatar CoreX meldet 15 Prozent mehr Durchsatz als Nvidia H200
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 08:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer chinesische Chiphersteller Iluvatar CoreX hat bei einer Live-Demonstration in Shanghai Leistungsdaten seines General-Purpose-Grafikprozessors Tiangai 300 präsentiert.
Nach Unternehmensangaben erreicht oder übertrifft der Beschleuniger Nvidias H200 in ausgewählten Szenarien der Inferenz großer Sprachmodelle, bei Arbeitslasten mit langen Kontexten sowie bei multimodalen Generierungsaufgaben. Der Nvidia H200 gilt derzeit als der leistungsstärkste für den Export nach China zugelassene Beschleuniger des US-Konzerns.
Vergleichstests bei multimodalen Aufgaben und langen Kontexten
Im Rahmen der Präsentation zeigte Iluvatar CoreX unter anderem einen Text-zu-Bild-Durchlauf mit dem Modell Z.ai GLM-5.3. Dabei erzielte der Tiangai 300 eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 0,101 Bildern pro Sekunde, während der Nvidia H200 auf 0,086 Bilder pro Sekunde kam. Gleichzeitig fiel der Tiangai 300 im Testablauf um 0,64 Sekunden langsamer aus.
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Ergänzende Messungen aus den firmeneigenen Labors weisen weitere Leistungsdaten für den Tiangai 300 aus. Beim Einsatz von GLM-5.3 mit einem Kontextfenster von rund 64.000 Token ermittelte Iluvatar CoreX einen Durchsatzvorteil von 15 Prozent gegenüber dem Nvidia H200. Zudem verzeichnete das Unternehmen in bestimmten Anwendungsszenarien eine Reduktion der First-Token-Latenz um 10 bis 30 Prozent.
Externe Überprüfungen und technische Ausstattung
Neben den internen Demonstrationen verwies Iluvatar CoreX auf Ergebnisse eines Drittanbieter-Tests bei Abfragen von KI-Modellen. In diesem Testdurchlauf erreichte die Leistung des Tiangai 300 einen Wert von 105 Prozent der Fähigkeiten des Nvidia H200. Die zugrunde liegende Testmethodik wurde bei der Präsentation allerdings nicht offengelegt.
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Der Grafikprozessor Tiangai 300 war im Juli erstmals vorgestellt worden und ist mit 144 Gigabyte Speicher ausgestattet. Neben dem einzelnen Beschleuniger zeigte das Unternehmen auch das Serversystem IXL144, das 144 Grafikprozessoren in einem einzelnen Rack zusammenfasst. Mit diesen Systemen adressiert der Hersteller Rechenzentren und Betreiber großer KI-Infrastrukturen.
