Thunderbolt, Docking-Stationen

Thunderbolt 5: Neue Docking-Stationen für professionelle Workstations

03.07.2026 - 15:14:07 | boerse-global.de

Hersteller präsentieren neue Thunderbolt-4- und 5-Docks sowie GaN-Technik. Günstige Einstiegs-Hubs und Speziallösungen für Mac mini ergänzen das Angebot.

Thunderbolt 4 & 5: Neue Docking-Stationen und Hubs im Überblick
Thunderbolt - Eine moderne Thunderbolt 5 Docking-Station, die mit einem professionellen Workstation-Setup und mehreren Bildschirmen verbunden ist. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Immer mehr Hersteller setzen auf die Standards Thunderbolt 4 und USB4, während sich mit Galliumnitrid (GaN) eine neue Effizienztechnologie in Netzteilen durchsetzt. Besonders für Nutzer von High-End-Laptops wie dem MacBook Pro wird die Auswahl komplexer – und günstiger.

Thunderbolt 4: Neue Hubs für Profis

Gleich mehrere Hersteller haben Anfang Juli neue oder rabattierte Hubs für professionelle Workstations vorgestellt. Belkin bringt den Thunderbolt 4 5-in-1 Core Hub für rund 140 Euro auf den Markt. Das Gerät bietet vier Thunderbolt-4-Anschlüsse und einen USB-A-Port, unterstützt 40 Gbit/s Datentransfer und liefert 96 Watt Power Delivery (PD) an den Host-Rechner. Angeschlossen werden können ein einzelner 8K-Monitor bei 30 Hertz oder zwei 4K-Displays mit 60 Hertz.

Plugable hat mit dem USBC-10IN1E einen zehn Ports starken USB-C-Hub für etwa 78 Euro im Angebot. Das Gehäuse aus Aluminium besticht durch eine Besonderheit: Es unterstützt 140 Watt PD-Eingang, wovon 125 Watt an den angeschlossenen Laptop weitergegeben werden. Tests mit aktuellen MacBook-Air- und Pro-Modellen bestätigen zudem HDMI 2.1 für 4K-Auflösung bei 144 Hertz sowie einen 2,5-Gbit/s-Ethernet-Anschluss.

Thunderbolt 5: Die nächste Generation kommt

Für Anwender mit höchsten Bandbreitenansprüchen hält Thunderbolt 5 Einzug in den Handel. OWC hat sein 11-Port-Thunderbolt-5-Dock im Zuge einer Aktion auf rund 215 Euro reduziert. Das Dock besitzt drei Thunderbolt-5-Ports und unterstützt bis zu 140 Watt Ladeleistung. Unter Windows lassen sich drei 8K-Displays betreiben, macOS-Nutzer müssen sich mit zwei 6K-Monitoren begnügen.

Im Storage-Bereich sorgt das TerraMaster D1 SSD Pro für Aufsehen. Das lüfterlose M.2-NVMe-Gehäuse ist Thunderbolt-5-kompatibel und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 80 Gbit/s. In aktuellen Tests wurden Leseraten von 7.061 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von 6.816 MB/s gemessen. Das Gehäuse unterstützt Speicherkapazitäten bis zu 8 Terabyte und läuft sowohl mit M4-Pro/Max-Mac-Systemen als auch unter Windows 11.

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Speziallösungen für Mac mini und den mobilen Einsatz

Auch für den Desktop-Ersatz Mac mini gibt es Neues. UGreen hat den M4 Dock & Stand vorgestellt, der auf großen Handelsplattformen derzeit rund 50 Euro kostet. Das Gerät löst ein spezifisches Problem der aktuellen Mac-mini-Modelle: Der Netzschalter ist über einen physischen Hebel erreichbar. Zudem integriert der Stand ein M.2-NVMe-SSD-Gehäuse für bis zu 8 TB Speicher. Insgesamt stehen elf zusätzliche Anschlüsse zur Verfügung, darunter mehrere USB-A- und USB-C-Ports mit 10 Gbit/s.

Für Nutzer, die nur grundlegende Erweiterungen benötigen, gibt es Anfang Juli deutliche Rabatte. Satechi hat seinen Type-C Pro Hub für MacBooks mit seitlichen USB-C-Ports auf rund 23 Euro reduziert. Und Acers 7-in-1-USB-C-Hub ist für unter 17 Euro zu haben – er bietet 100 Watt PD-Durchschleifung und 4K-HDMI-Unterstützung, verzichtet allerdings auf einen Ethernet-Anschluss und benötigt DisplayPort-Alt-Mode für die Videofunktion.

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Hub oder Dock? Die entscheidenden Unterschiede

Branchenbeobachter weisen auf die grundlegenden Unterschiede zwischen USB-C-Hubs und Thunderbolt-Docking-Stationen hin. Standard-USB-C-Hubs werden meist über den Bus mit Strom versorgt und teilen sich eine maximale Bandbreite von 10 Gbit/s auf alle angeschlossenen Peripheriegeräte auf.

Docking-Stationen wie die Modelle von OWC und Belkin nutzen dagegen externe Netzteile. Das ermöglicht deutlich höhere Bandbreiten – 40 Gbit/s bei Thunderbolt 4 und bis zu 80 Gbit/s oder mehr bei Thunderbolt 5. So lassen sich mehrere hochauflösende Monitore und schnelle Speicher in Reihe schalten, ohne dass die Leistung wie bei passiven Hubs einbricht. Experten raten: Für das 16-Zoll-MacBook Pro sind Netzteile oder Docks mit mindestens 140 Watt nötig, um die Schnellladefunktion voll auszunutzen.

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