Thunderbolt 5: Erste Zubehör-Welle mit 7 GB/ s Speichertempo
28.05.2026 - 13:48:24 | boerse-global.deHersteller bringen die erste Welle von Thunderbolt-5-Accessoires auf den Markt – mit Übertragungsraten, die bisherigen Standards weit überlegen sind.
Externe Speicher mit internem Tempo
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Neue Speicherlösungen nutzen das Thunderbolt-5-Protokoll, um Geschwindigkeiten zu erreichen, die bislang internen Laufwerken vorbehalten waren. Orico hat sein X50 Thunderbolt-5-SSD-Gehäuse vorgestellt, das bis zum Monatsende mit einem Aktionspreis erhältlich ist. Das Gerät erreicht Lesegeschwindigkeiten von rund 7 GB/s und setzt auf ein passiv gekühltes Aluminium-Design, kompatibel mit M.2-2280-SSDs.
Satechi wiederum hat sein DotDisk 80Gbps-SSD-Gehäuse angekündigt. Diese Geräte kommen in einem Marktumfeld auf den Markt, in dem interner Speicher weiterhin seinen Preis hat. Aktuelle Listenpreise zeigen: Die Samsung 990 Pro 2TB (PCIe 4.0) liegt bei rund 340 Euro, die WD Black SN850X 4TB bei etwa 520 Euro. Für Nutzer, die fertige externe Lösungen bevorzugen, war die SanDisk Extreme PRO 4TB zuletzt für rund 485 Euro notiert – mit Geschwindigkeiten von bis zu 2000 MB/s.
Docking-Stations für Profi-Workflows
Zwei Schwergewichte der Branche, Kensington und Plugable, haben ihre Thunderbolt-5-Docking-Stations präsentiert. Diese Hubs nutzen die Basisbandbreite von 80 Gbit/s, die sich bei video-intensiven Aufgaben auf 120 Gbit/s steigern lässt.
Kensingtons SD5010T5 EQ kostet rund 260 Euro und bietet 13 Anschlüsse. Das Besondere: In Kombination mit M5-Pro- oder M5-Max-Hardware unterstützt das Dock bis zu drei 4K-Displays. Es liefert 140 Watt Power Delivery, 2,5-Gigabit-Ethernet und zwei HDMI-Ports.
Plugable zieht mit dem TBT-UDH2 nach – einem 16-in-1-Dock. Der reguläre Preis liegt bei etwa 300 Euro, zum Start gibt es das lüfterlose Hub für rund 240 Euro. Es bietet zwei HDMI-2.1-Anschlüsse, die zwei 8K-Displays bei 60 Hz oder zwei 4K-Displays bei 144 Hz ansteuern können. Auch hier: 140 Watt Ladeleistung und 2,5-Gigabit-Ethernet. Die Kompatibilität erstreckt sich auf Thunderbolt 5, Thunderbolt 4 und USB4.
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Warum die neue Technik nötig ist
Der Schub in Richtung Thunderbolt 5 kommt nicht von ungefähr. Mobile Hardware verlangt zunehmend nach höherem Datendurchsatz. Tests am MacBook Neo mit A18-Pro-Chip zeigen, wofür die neue Bandbreite gut ist: Die hardwarebeschleunigte AV1-Decodierung ermöglicht die Bearbeitung von 4K-60FPS-AV1-Aufnahmen in Programmen wie DaVinci Resolve – eine Aufgabe, an der ältere M1- und M2-Systeme mangels dedizierter Decoder scheitern.
Ausblick: KI-Beschleuniger und kommende Hardware
OWC hat mit der Ankündigung des Stack AI bereits die nächste Ausbaustufe signalisiert. Dieser Thunderbolt-5-KI-Beschleuniger soll GPU-Speicher für große Sprachmodelle (LLMs) per Highspeed-Flash-Speicher erweitern. Weitere Details will der Hersteller auf der Computex am 2. Juni bekannt geben. Der Launch ist für das vierte Quartal 2026 geplant – Mac-Kompatibilität soll nach den ersten Windows- und Linux-Versionen folgen.
Für Nutzer älterer Hardware oder mit bescheideneren Geschwindigkeitsanforderungen bleibt Thunderbolt 4 weiterhin relevant. Aktuelle Tests des UGREEN NASync iDX6011 Pro und des ZimaCube 2 Pro zeigen: Für Netzwerkspeicher und Media-Server bieten diese Systeme mit integriertem 10-Gigabit-Ethernet und Hot-Swap-Fähigkeiten nach wie vor eine starke Lösung für kreative Profi-Workflows.
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